BackstageClassical Archiv
124 Episoden
25 Minuten
Opernarien zwischen Schweiß und Blut: Der amerikanische Sänger Tobias Greenhalgh begeistert als Ringsprecher die MMA-Fans. Er singt Puccini, Verdi und Orff. Im Podcast »Guten Morgen« von BackstageClassical erzählt er von seiner Doppelkarriere, seiner Mission für die Oper und seinem Wechsel vom Bariton zum Heldentenor.
27 Minuten
Erst feiert Chemnitz sich als Kulturhauptstadt Europas, jetzt droht der Kultur der Kahlschlag! Sachsens Theater stehen mit dem Rücken zur Wand. Die Politik will sparen, die Musikerinnen und Musiker verzichten bereits freiwillig auf Gehalt. Aber wie lange kann das gut gehen? Christoph Dittrich, Intendant des Theaters Chemnitz, warnt vor einem schleichenden Tod der Kulturlandschaft. Im Podcast spricht er über die Grenzen des Sparens, die Angst vor politischer Einflussnahme und die Frage, was von der kulturellen Euphorie des vergangenen Jahres bleiben wird. Ein Gespräch über Geld, Macht und die Zukunft unserer Theater – und darüber, warum Kultur mehr ist als ein Posten im Haushalt.
12 Minuten
Unsere Zeit ist brutal. Und an unseren Bühnen wird die Sehnsucht nach Sanftheit immer lauter. Ein neues Theater entsteht: Es will nicht mehr belehren und entlarven, sondern zuhören, berühren und Menschen verbinden. Über Empathie als neue Ästhetik – und die Schönheit als soziales Prinzip.
9 Minuten
14 Jahre hat Köln auf seine Oper gewartet. Zur Wiedereröffnung gibt es einen »Rosenkavalier«, dem Marie-Ève Signeyrole den Eros austreibt und Andrés Orozco-Estrada die Transzendenz. Ein Abend zwischen Filmset, Fleisch und Fortissimo. Das neue Haus ist wunderschön. Diese Premiere ein Debakel.
31 Minuten
Nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt warnt der Magdeburger Generalintendant Julien Chavaz vor politischem Druck auf Theater. Zugleich kündigte er an, den Spielplan weder vorsorglich anzupassen noch ein demonstratives »Widerstandstheater« auszurufen. [Hier den Newsletter von BackstageClassical abonnieren](https://backstageclassical.com/newsletter-anmeldung/) Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
14 Minuten
Eine Recherche des Klassikportals BackstageClassical über kostenpflichtige Karriereangebote für junge Opernsänger hat Konsequenzen. Mindestens zwei angekündigte Teilnehmer des Vienna Opera Lab haben ihre Mitwirkung nach Anfragen des Portals zurückgezogen. Im Zentrum der Debatte steht die Frage, ob Vertreter öffentlich finanzierter Opernhäuser bei einer Veranstaltung auftreten sollten, für die junge Sängerinnen und Sänger 1.099 Euro Teilnahmegebühr bezahlen. Das Vienna Opera Lab wirbt damit, Nachwuchssänger mit Casting-Verantwortlichen, Agenturen und Vertretern renommierter Opernhäuser zusammenzubringen. Für die Bewerbung werden zunächst 39 Euro fällig, die bei einer Aufnahme auf die Teilnahmegebühr angerechnet werden. Veranstalterin Samantha Farber, Gründerin der Künstleragentur Sono Artists, weist gegenüber BackstageClassical den Eindruck zurück, sich persönlich an dem Angebot zu bereichern. Die Einnahmen würden für Organisation, Räume und Durchführung benötigt. »I don’t earn money«, sagte Farber. BackstageClassical hatte mehrere angekündigte Teilnehmer aus Opernhäusern nach ihrer Rolle bei der Veranstaltung gefragt. Dabei erklärten unter anderem Evamaria Wieser von den Salzburger Festspielen, Boris Ignatov von der Staatsoper Stuttgart und Dominik Licht von den Osterfestspielen Salzburg, dass ihnen die Höhe der Teilnahmegebühr bei ihrer Zusage nicht bekannt gewesen sei. Nach den Anfragen zog Peter Heilker, designierter Intendant der Oper Leipzig, seine geplante Teilnahme zurück. Er sollte beim Opera Lab eine Keynote halten. Sein Büro teilte mit, Heilker habe sich mit Blick auf seine künftige Intendantentätigkeit entschieden, die Rede nicht zu halten und seine externen Verpflichtungen entsprechend zu fokussieren. Auch Malte Puls, Operndirektor der Volksoper Wien, sagte seine Teilnahme an einem Diskussionspanel ab. Die Teilnahmegebühr sei ihm zuvor nicht bekannt gewesen, erklärte Puls gegenüber BackstageClassical. Er wolle deutlich machen, »dass weder ich noch die Volksoper irgendeine Art von Zugang zu Engagements oder Möglichkeiten zu Vorsingen über externe oder gewerbliche Kanäle gewähren oder den Anschein dazu erwecken wollen«.
7 Minuten
Die Hamburgische Staatsoper verspricht mit Tobias Kratzers neuem »Macbeth« einen finsteren Machtkrimi. Auf der Bühne wird daraus eine royale Telenovela im Teppichboden-Wohnzimmer. Und im Graben? Verdi mit Friesennerz und einer Portion hanseatischer »Italjanitah«.
23 Minuten
Am 4. September beginnt Bayreuth Barock. Intendant und Sänger Max Emanuel Cenčić über Händel, Sex, Macht und das Glück des Leidens. Kaum ist Wagner in Bayreuth verklungen, geht es weiter: Am 4. September beginnt Bayreuth Baroque – und der Intendant will zeigen, dass Barockoper sehr viel mehr mit unserer Gegenwart zu tun hat, als mancher glaubt.
31 Minuten
Die 150. Bayreuther Festspiele sind mit einer spannungsreichen ersten Woche gestartet, die gleichermaßen durch technologische Experimente und die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte geprägt war. Peter Huth, ehemaliger Chefredakteur der Welt am Sonntag und Kommunikationschef von Axel Springer besprechen die erste Festspielwoche im Podcast von BackstageClassical. Auch Nathalie Stutzmann, Michel Friedman oder Katharina Wagner kommen zu Wort.
31 Minuten
In der anhaltenden Diskussion um das Erbe und die NS-Vergangenheit des Dirigenten Herbert von Karajan plädiert der Musikwissenschaftler Wolfgang Rathert im Podcast von BackstageClassical für eine radikale Entmythologisierung. In seinem neuen Buch „Macht, Ohnmacht, Vermächtnis“ unternimmt Rathert den Versuch, die oft hochemotional geführte Debatte auf eine sachliche, quellenbasierte Ebene zurückzuführen. Karajan habe, so die zentrale These, einen „mephistophelischen Pakt“ mit der politischen Macht geschlossen, um seine Karriere mit rücksichtsloser Konsequenz voranzutreiben.
22 Minuten
Kurz vor der Eröffnung der Jubiläumsspielzeit zum 150-jährigen Bestehen der Bayreuther Festspiele hat Intendantin Katharina Wagner die Bedeutung einer kritischen Auseinandersetzung mit der Geschichte des Hauses betont. Das Jubiläum sei nicht nur ein Grund zum Feiern, sondern auch ein Moment des aktiven Gedenkens und Reflektierens, sagt sie im Podcast des Klassik-Magazins BackstageClassical. Gleichzeitig blickt die Festspielleitung mit Sorge auf die wirtschaftliche Lage, da steigende Kosten und eine schwierige Sponsorenakquise den Grünen Hügel unter Druck setzen.
32 Minuten
Tenor Benjamin Bernheim takes aim at the classical music industry: too many blind dates when it comes to new productions, too much power in the hands of directors, and too much panic about losing relevance. In a conversation with BackstageClassical, he calls for new ways of working, greater honesty, and the courage to accept opera for what it is: a valuable niche art form. Why less can also mean better — and why, in the end, only quality and authenticity matter.
30 Minuten
Die Sommerlichen Musiktage Hitzacker setzen auf radikale Ehrlichkeit statt auf Klischees. Intendant Oliver Wille kritisiert oberflächliches Jugendmarketing und fordert mehr Sensibilität im Umgang mit Machtmissbrauch. Mit dem Motto »Von wegen Papa Haydn« rücken die 81. Sommerlichen Musiktage Hitzacker (25. Juli bis 2. August) Joseph Haydn als revolutionären Erfinder in das Zentrum ihres Programms. Intendant Oliver Wille will das Festival nutzen, um die »unmittelbare Kraft« und den intelligenten Humor des Komponisten neu zu beleuchten. In der Debatte um ein jüngeres Publikum warnt Wille im BackstageCLassical-Podcast vor einer bloßen Anbiederung durch Lifestyle-Themen, während er im Fall des Dirigenten John Eliot Gardiner zu einer neuen Sensibilität mahnt, aber vor pauschalen Vorverurteilungen warnt.
30 Minuten
Klare Worte und große Ambitionen: Yoel Gamzou tritt sein Amt als Generalmusikdirektor der Polnischen Nationaloper an. Gemeinsam mit Intendant Boris Kudlička will er das Haus grundlegend erneuern – mit mehr Gegenwartsbezug und künstlerischem Risiko.
32 Minuten
Nach einer 15-jährigen Sanierungsodyssee und Kosten von rund 1,5 Milliarden Euro bereitet sich die Kölner Oper auf ihre Rückkehr zum Offenbachplatz vor: Die Sanierungen sind abgeschlossen, die neue Saison findet im frisch renovierten Haus statt. Doch hinter dem Glanz der neuen Spielstätten verbirgt sich ein existenzieller Konflikt: Intendant Hein Mulders erklärt im Podcast von Backstage Classical , warum sich eine Stadtgesellschaft Kultur leisten sollte – und warum massive Einsparungen im Laufenden Betrieb gefährlich wären. Dieser Podcast wird unterstütz von: www.future-demand.com/backstage