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Made in Germany – SG 294

Made in Germany – SG 294

Slow German vor 1 Jahr
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https://learn.lingopie.com/Slowgerman Im Moment passieren
interessante Dinge auf der Welt. Zum Beispiel gibt es einen Streit
zwischen Kanada und den USA. Dieser hat dazu geführt, dass in
kanadischen Supermärkten oft US-amerikanische Produkte aus den
Regalen entfernt wurden oder dass kanadische Produkte extra
hervorgehoben wurden. Deswegen geht es heute um ein Thema, das dazu
passt, und zwar das Siegel „Made in Germany“. Viele Menschen auf
der ganzen Welt kennen diese drei Worte. Sie stehen für Qualität
und Zuverlässigkeit. Aber wusstest du, dass dieses Siegel
ursprünglich gar nicht positiv gemeint war? Die Geschichte von
„Made in Germany“ beginnt in Großbritannien im Jahr 1887. Damals
gab es dort ein Gesetz, das ausländische Produkte kennzeichnen
sollte. Die Briten wollten ihre eigene Wirtschaft schützen. Vor
allem wollten sie verhindern, dass billige und schlechte Kopien aus
Deutschland verkauft wurden. „Made in Germany“ war also zuerst eine
Warnung an die Kunden. Die Menschen in Großbritannien sollten
erkennen, dass ein Produkt aus Deutschland kam – und es lieber
nicht kaufen.  Doch etwas Unerwartetes geschah. Statt
schlechte Produkte zu verkaufen, verbesserten die deutschen
Hersteller ihre Qualität. Sie entwickelten neue Techniken und
stellten immer bessere Waren her. Bald war „Made in Germany“ kein
Warnzeichen mehr, sondern ein Gütesiegel. Ein Gütesiegel ist also
ein Zeichen von besonders hoher Qualität. Deutsche Produkte wurden
weltweit beliebt. Besonders in der Industrie, im Maschinenbau und
in der Chemie waren deutsche Firmen sehr erfolgreich. Auch heute
noch gibt es viele bekannte Marken aus Deutschland, zum Beispiel
Mercedes-Benz, Siemens oder Bosch. Allerdings muss man aufpassen,
denn manche Marken aus Deutschland wurden mittlerweile verkauft.
Dann steckt hinter der deutsch klingenden Marke mit gutem Ruf zum
Beispiel ein Produkt, das aus China stammt. Aber das ist ein
anderes Thema. Besonders nach dem Zweiten Weltkrieg wurde „Made in
Germany“ ein Symbol für den wirtschaftlichen Wiederaufbau.
Deutschland lag in Trümmern, doch die Industrie wuchs schnell
wieder. Produkte aus Deutschland standen für Langlebigkeit und
Erfindergeist. Viele Menschen wollten zum Beispiel deutsche Autos
fahren, weil sie sicher und gut verarbeitet waren. Volkswagen, BMW
und Audi sind bis heute bekannte Marken. Früher bedeutete „Made in
Germany“, dass ein Produkt komplett in Deutschland hergestellt
wurde. Heute ist das oft anders. Viele Firmen haben Teile ihrer
Produktion ins Ausland verlegt. Trotzdem dürfen die Produkte noch
„Made in Germany“ tragen, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind.
Zum Beispiel muss die sogenannte Endmontage in Deutschland erfolgen
und auch die entscheidenden Produktionsschritte müssen hier im Land
stattfinden. Das bedeutet, dass zwar einzelne Bauteile aus dem
Ausland stammen dürfen, aber das fertige Produkt muss in
Deutschland seine Hauptmerkmale bekommen. Es kann zum Beispiel auch
sein, dass Forschung und Design in Deutschland stattgefunden haben,
viele Teile der Produktion dann aber im Ausland erledigt werden,
weil es dort einfach billiger ist. Manche Menschen finden das nicht
gut, weil sie glauben, dass es die Bedeutung des Siegels
schwächt.  2017 gab es eine internationale Studie, die
herausfinden wollte, welches Siegel besonders angesehen ist bei den
Menschen. Welches die Menschen also besonders gut finden. „Made in
Germany“ belegte den ersten Platz von 52 Ländern.  Ich bin
gespannt: was bedeutet für dich das Siegel „Made in Germany“? Steht
es für etwas? Oder ist es dir einfach egal, woher ein Produkt
kommt? Schreib gerne in die Kommentare!Text der Episode als PDF:
https://slowgerman.com/folgen/sg294kurz.pdf
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„Made in Germany – SG 294“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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