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Beschreibung
vor 1 Jahr
Unter den Häftlingen in Auschwitz waren alle Berufsgruppen
vertreten, auch Ärztinnen und Ärzte. Wer eine Beschäftigung im
Krankenbau bekam, steigerte seine Überlebenschancen, konnte aber
auch sein medizinisches Wissen einsetzen, um anderen zu helfen. Als
Auschwitz 1942 zum Vernichtungskomplex ausgebaut wurde, ging die
Behandlung der kranken Insassen praktisch in die Hände der
Häftlingsärzte über, auch wenn SS Mediziner die Aufsicht ausübten.
Der Historiker Bogdan Musial zeigt, dass die Kooperation oft tief
reichte und Häftlingsärzte in Dilemmata stürzte: Einerseits konnten
sie helfen, andererseits waren sie durch Befehle gezwungen,
tödliche Entscheidungen mitzutragen. Bogdan Musial, Historiker.
Nach dem Studium in Hannover und Manchester promovierte er zur
Judenverfolgung im besetzten Polen. Er war wissenschaftlicher
Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut (DHI) in Warschau
und am Institut für Nationales Gedenken (IPN). Von 2010 bis 2015
hatte er eine Professur an der Universität Warschau inne, wo er
2005 auch habilitiert worden war. Musial hat zahlreiche Bücher über
den Holocaust und die deutsche, sowjetische und polnische
Geschichte veröffentlicht. Anett Dremel, Politikwissenschaftlerin.
Nach dem Abschluss an der Universität Kiel arbeitete sie als
wissenschaftliche Mitarbeiterin an diversen Gedenkstätten. Bis Mai
2024 war sie Leiterin der Dokumentationsstelle der KZ-Gedenkstätte
Mittelbau-Dora. Seit Juni 2024 arbeitet sie als wissenschaftliche
Mitarbeiterin im Projekt »Medizin im KZ Neuengamme« in der Stiftung
Hamburger Gedenkstätten und Lernorte. In Kooperation mit der
Hamburger Edition und der KZ-Gedenkstätte Neuengamme
vertreten, auch Ärztinnen und Ärzte. Wer eine Beschäftigung im
Krankenbau bekam, steigerte seine Überlebenschancen, konnte aber
auch sein medizinisches Wissen einsetzen, um anderen zu helfen. Als
Auschwitz 1942 zum Vernichtungskomplex ausgebaut wurde, ging die
Behandlung der kranken Insassen praktisch in die Hände der
Häftlingsärzte über, auch wenn SS Mediziner die Aufsicht ausübten.
Der Historiker Bogdan Musial zeigt, dass die Kooperation oft tief
reichte und Häftlingsärzte in Dilemmata stürzte: Einerseits konnten
sie helfen, andererseits waren sie durch Befehle gezwungen,
tödliche Entscheidungen mitzutragen. Bogdan Musial, Historiker.
Nach dem Studium in Hannover und Manchester promovierte er zur
Judenverfolgung im besetzten Polen. Er war wissenschaftlicher
Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut (DHI) in Warschau
und am Institut für Nationales Gedenken (IPN). Von 2010 bis 2015
hatte er eine Professur an der Universität Warschau inne, wo er
2005 auch habilitiert worden war. Musial hat zahlreiche Bücher über
den Holocaust und die deutsche, sowjetische und polnische
Geschichte veröffentlicht. Anett Dremel, Politikwissenschaftlerin.
Nach dem Abschluss an der Universität Kiel arbeitete sie als
wissenschaftliche Mitarbeiterin an diversen Gedenkstätten. Bis Mai
2024 war sie Leiterin der Dokumentationsstelle der KZ-Gedenkstätte
Mittelbau-Dora. Seit Juni 2024 arbeitet sie als wissenschaftliche
Mitarbeiterin im Projekt »Medizin im KZ Neuengamme« in der Stiftung
Hamburger Gedenkstätten und Lernorte. In Kooperation mit der
Hamburger Edition und der KZ-Gedenkstätte Neuengamme
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