Die Abrechnung mit Tätern beginnt | Von Jochen Mitschka

Die Abrechnung mit Tätern beginnt | Von Jochen Mitschka

25 Minuten

Beschreibung

vor 10 Monaten

Ein Standpunkt von Jochen
Mitschka.   


Bevor ich darüber berichte, wie die Welt entgegen dem Willen der
westlichen Führer, versuchte, israelische Täter, die an dem
Völkermord in Gaza teilgenommen hatten, und noch darüber im
Internet stolz berichteten, zur Verantwortung zu ziehen, noch ein
paar Worte zu den Nicht-Waffenstillständen, über die ich schon
letzte Woche berichtete. Bekannt war bereits, wie beim
Gefangenenaustausch Israel nach der Entlassung, die
Freigelassenen nur wenige Stunden später wieder in Haft nahm.
Aber es ging noch radikaler. Statt sie in Haft zu nehmen, wurden
sie von Scharfschützen nach der Freilassung erschossen,
berichtete The Cradle (1) am 30. Januar. Oder die IDF stürmte das
Haus, in dem ein freigelassener Minderjähriger empfangen werden
sollte und zertrümmerte die Möbel (2). Und natürlich werden
Fischer Gazas erschossen, die es wagten Essen für die Hungernden
zu fischen (3). Es scheint, als ob Israel versuchte, jeden
existierenden Rekord in der Ausübung von Kriegsverbrechen und
Vertragsbrüchen zu überbieten. Und während die westlichen Medien
darüber berichteten, dass bei der Freilassung der israelischen
Geiseln Palästinenser darüber wütend waren, verschwiegen sie,
dass fast keine freigelassene Geisel Israels ohne deutlich
sichtbare Folterfolgen entlassen wurde (4). Der Völkermord in
Gaza schien auch im Februar 2025 nicht zu enden, sondern in eine
neue Phase einzutreten.


Der Völkermord werde auch weitergehen, um den Druck zu erhöhen,
welchen Donald Trump gegen Ägypten und Jordanien ausgesprochen
hat, durfte man vermuten. Denn er erklärte, er würde die Länder
„zwingen“, Palästinenser aufzunehmen. Also die ethnische
Säuberung von Gaza zu realisieren. Mit den Möglichkeiten von
Farbrevolutionen, mit Korruption und Sanktionen ist er wohl auch
dazu in der Lage. Zusammen mit der Zerstörung des IStGH und des
IGH, um eine Verurteilung von Israel zu verhindern, wird Trump
dann endgültig den Weg frei machen für eine vollkommen neue
Rechts-Ordnung innerhalb des größeren Teils der Welt, ohne die
USA mit seinen Vasallenstaaten.


Nicht-Waffenstillstand in Gaza


Was der Nicht-Waffenstillstand in Gaza bzw. Palästina angeht,
berichtete Jeremy Scahill, dass am 29. Januar über 80
Palästinenser getötet wurden, 49 davon in Rafah (5). Und täglich
kamen mehr Opfer dazu. Besuchen Sie den Bericht, den er verlinkt.
Schon die Fotos sind äußerst eindrucksvoll und lohnen den Klick
(6). Der Artikel beschreibt individuelle Schicksale in diesem
Völkermord.


„In unseren Vierteln waren Unmengen an Sprengstoff, Minen, Kugeln
und Überreste von Granaten und Waffen der israelischen Armee
verstreut. ‚Wir hatten schreckliche Angst, durch die Straßen zu
gehen, also folgten wir den Panzerspuren, um unsichtbaren Minen
oder Sprengstoffen auszuweichen‘, erinnert sich Sababah. ‚Die
Bilder von verwesenden Leichen, die unter den Trümmern geborgen
wurden, waren die schwierigsten, die ich in meinem ganzen Leben
miterleben musste. Jeder sammelte Leichen und Teile auf. Niemand
wusste, wessen Bein das war, wessen Hand das war, wessen Kopf das
war.‘“(7)


Einen guten Überblick über die Waffenstillstandssituation in Gaza
gab ein Video von Jon Elmer (8). Aber da die Leser bereits
darüber informiert sind, dies nur der Vollständigkeit halber,
vielleicht als schnellen Überblick. Interessanter für einen
tieferen Einstieg könnte ein Video (9) sein, welches aus der
Sicht von Anfang Januar diskutiert, wie sich wohl der neue
Präsident Donald Trump verhalten werde, von dem man annehmen
musste, dass er es kaum wagt, die Erwartungen seiner wichtigsten
Wahlspendern aus der Israel-Lobby nicht zu erfüllen...hier
weiterlesen:
https://apolut.net/die-abrechnung-mit-tatern-beginnt-von-jochen-mitschka/





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