Andreas Zick: "Rechtsextremismus ist in der Mitte verankert"

Andreas Zick: "Rechtsextremismus ist in der Mitte verankert"

26 Minuten

Beschreibung

vor 1 Jahr
Das ist das Ergebnis der Studie „Die distanzierte Mitte“ unter
Leitung des Gewalt- und Konfliktforschers Andreas Zick: Jede
zwölfte Person in Deutschland hat ein geschlossen rechtsextremes
Weltbild, fast jede*r dritte teilt völkische Ansichten. „Es hat
sich Vieles normalisiert. Wir betrachten es nicht mehr als so
erschreckend wie in den 90er Jahren.“ Selbst Gewalt zur
Durchsetzung politischer Ziele halten 44 Prozent der Befragten für
moralisch gerechtfertigt. Anders als früher befürworten laut der
aktuellen Erhebung insbesondere Jüngere immer stärker
rechtspopulistische und rechtsextreme Positionen – unabhängig vom
Bildungsstand. Im Gespräch mit Dietrich Brants erläutert Andreas
Zick, wie sich rechtsextreme Auffassungen in der Mitte der
Gesellschaft „normalisieren“, wie nationales und völkisches Denken
im Kulturbetrieb Raum greift und wie gesichert Rechtsextreme
allerorten Aufgaben und Posten übernehmen.

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