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Episoden
22.02.2026
26 Minuten
Ab März stehen in Deutschland für dieses Jahr fünf Landtags- und
mehrere wichtige Kommunalwahlen an, unter anderem in
Mecklenburg-Vorpommern. Beinahe überall wird mit einem starken
Rechtsruck gerechnet.
Zusammen mit ihrem Kollegen Oliver Nachtwey stellt die in Basel
lehrende Soziologin Carolin Amlinger aufgrund fundierter,
empirischer Sozialforschung fest: Trotz persönlich guter Lage
neigen viele Menschen zu faschistischen Einstellungen. Es herrsche
eine regelrechte "Zerstörungslust", die "Elemente eines
demokratischen Faschismus" aufweise. Wie äußert sich die? Und warum
ist das so?
Im Gespräch mit Verena Gonsch äußert sich die 2025 zusammen mit
Oliver Nachtwey mit dem "Geschwister-Scholl-Preis" ausgezeichnete
Soziologin auch dazu, was gegen den Trend nach Ultrarechts getan
werden kann.
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15.02.2026
26 Minuten
Warum ticken wir so, wie wir sind? Was steckt noch in uns und was
könnten wir noch alles erreichen? Das sind Fragen, die sich viele
von uns schon einmal gestellt haben. Einer, der viel darüber weiß
ist Gerald Hüther. Er zählt zu den renommiertesten Hirnforschern in
Deutschland, war Berater für Politik und Wirtschaft und wird am 15.
Februar 75 Jahre alt. Grund genug, mit ihm über die Kraft und
Möglichkeit des menschlichen Gehirns zu sprechen - aber auch über
seine Tücken.
Im Gespräch mit Mathias Heller erläutert der Hirnforscher unter
anderem, wie wichtig die menschlichen Grundbedürfnisse nach
Verbundenheit und nach eigenen Entfaltungsmöglichkeiten sind. Zudem
kritisiert der Forscher das bestehende Schulsystem und hält
zeitgemäßen Unterricht, in dem die kindlichen Bedürfnisse nach
Neugierde und Entdeckertum gefördert werden, für essenziell.
Außerdem verrät der Hirnforscher, was ihn in seinem Alter noch
antreibt und glücklich macht.
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08.02.2026
27 Minuten
In rechten Kreisen herrsche die Überzeugung vor, dass Kultur den
Schlüssel zur Eroberung der Köpfe liefere. Das sagt der frühere
Leiter der Goethe Institute in Kopenhagen, Warschau und New York im
Gespräch mit NDR Kultur. In seinem gerade erschienenen Buch
„Attacke von rechts“ analysiert Christoph Bartmann, wie die Rechte
bei ihren Attacken auf die Kultur vorgeht – und wie sich die Linke
dagegen nicht anders zu wehren weiß als mit offenen Briefen,
Boykotten, Ausladungen.
Im Wahlprogramm der AfD werde der Kultur eine deutlich größere
Bedeutung beigemessen als in den Programmen anderer Parteien: „Das
ist ja beinahe schon ein Kompliment an die Kultur.“ Dabei gehe es
aber nicht um Theater, Museen oder Buchmessen, sondern letztlich um
einen groß angelegten Vibe Shift in der Gesellschaft, einen Kultur-
und Wertewandel im großen Stil – möglicherweise einen
entscheidenden im Superwahljahr 2026.
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01.02.2026
26 Minuten
Wer definiert, was als Natur gilt? Biologen, Theologen, Ideologen?
Wer legt fest, was Natürlichkeit ist? Pädagogen, Psychologen,
Demagogen? Woher kommt die typisch deutsche Natur-Romantik, jene
Verklärung und Vereinnahmung der Natur? Und wie wurde gerade der
Naturbegriff immer wieder politisch instrumentalisiert – bis hin zu
den Rassegesetzen des NS-Staats? Das Deutsche Historische Museum
beschäftigt sich in seiner aktuellen Ausstellung mit 800 Jahren
„Natur und deutsche Geschichte: Glaube, Biologie, Macht“.
Julia Voss, frühere Kunstkritikerin der FAZ und heutige Professorin
an der Leuphana in Lüneburg, hat die Schau im Deutschen
Historischen Museum in Berlin (noch bis zum 07.06.2026) kuratiert.
Im Gespräch mit Dietrich Brants zeichnet sie nach, wie wechselvoll
und ambivalent unser Verhältnis über die Jahrhunderte zur Natur war
und immer noch ist.
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25.01.2026
26 Minuten
Die alljährlichen Gedenkfeiern am 27. Januar bezeichnet die junge
TikTokerin Susanne Siegert als "Gedenktheater".
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Über diesen Podcast
Bei "Das Gespräch" kommen Menschen zu Wort, die Stellung beziehen
und Positionen vertreten: kulturell oder gesellschaftlich,
kenntnisreich, vielfältig und nicht selten provokant. Mal sind sie
prominent und in aller Munde, mal ausgewiesene Experten auf ihrem
Gebiet. Gemein ist ihnen allen, dass sie Inspirierendes zu sagen
haben zu den Themen unserer Zeit - und oft auch sehr Persönliches.
Wir stellen drängende Fragen und rollen nicht einfach den roten
Teppich aus.
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