Kultur - Waffe im Klassenkampf oder Bindeglied im geteilten Deutschland?
vor 12 Jahren
Veranstaltungsreihe "2xDeutschland" - Podiumsdiskussion
Podcast
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Beschreibung
vor 12 Jahren
Der Weg zum deutsch-deutschen Kulturabkommen von 1986 war lang und
mühsam. Seit 1973 war verhandelt worden. Vor allem die
Biermann-Ausbürgerung und der Konflikt um die Rückführung von
Kulturgütern verhinderten lange Zeit ein offizielles Abkommen
zwischen der Bundesrepublik und der DDR. Die jeweiligen politischen
Ziele widersprachen sich grundlegend: Die DDR wollte ihr
internationales Ansehen steigern und zugleich ihre These der zwei
deutschen Kulturnationen unterstreichen. Die Bundesrepublik ging
dagegen weiterhin von einer Nation mit unteilbarer Kultur aus und
zielte darauf ab, den nationalen Zusammenhalt zu erhalten sowie
durch Kunst und Kultur einen gesellschaftlich-politischen Wandel in
der DDR zu befördern. Aus Angst vor westlicher Einflussnahme wurde
der Kulturaustausch zwischen den beiden deutschen Staaten von der
SED-Führung ideologisch überfrachtet und umfassend reglementiert.
Die Möglichkeiten der kulturellen Präsentation westdeutscher
Akteure in der DDR sowie ostdeutscher Kulturträger im Westen waren
daher weitgehend abhängig von der Genehmigungspraxis
Ost-Berlins.
Vortrag: Prof. Dr. Günther Rüther. Podiumsdiskussion mit Heinz
Eilers, Elmar Faber, Rolf Schneider, Prof. Dr. Günther Rüther.
Moderation: Maria Ossowski.
mühsam. Seit 1973 war verhandelt worden. Vor allem die
Biermann-Ausbürgerung und der Konflikt um die Rückführung von
Kulturgütern verhinderten lange Zeit ein offizielles Abkommen
zwischen der Bundesrepublik und der DDR. Die jeweiligen politischen
Ziele widersprachen sich grundlegend: Die DDR wollte ihr
internationales Ansehen steigern und zugleich ihre These der zwei
deutschen Kulturnationen unterstreichen. Die Bundesrepublik ging
dagegen weiterhin von einer Nation mit unteilbarer Kultur aus und
zielte darauf ab, den nationalen Zusammenhalt zu erhalten sowie
durch Kunst und Kultur einen gesellschaftlich-politischen Wandel in
der DDR zu befördern. Aus Angst vor westlicher Einflussnahme wurde
der Kulturaustausch zwischen den beiden deutschen Staaten von der
SED-Führung ideologisch überfrachtet und umfassend reglementiert.
Die Möglichkeiten der kulturellen Präsentation westdeutscher
Akteure in der DDR sowie ostdeutscher Kulturträger im Westen waren
daher weitgehend abhängig von der Genehmigungspraxis
Ost-Berlins.
Vortrag: Prof. Dr. Günther Rüther. Podiumsdiskussion mit Heinz
Eilers, Elmar Faber, Rolf Schneider, Prof. Dr. Günther Rüther.
Moderation: Maria Ossowski.
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