Recht als Waffe - Schauprozesse als Instrument der Herrschaftssicherung

Recht als Waffe - Schauprozesse als Instrument der Herrschaftssicherung

vor 11 Jahren
Podiumsdiskussion
1 Stunde 23 Minuten
Podcast
Podcaster
BstA

Kein Benutzerfoto
Berlin

Beschreibung

vor 11 Jahren
Seit 1920 inszenierte die Sowjetunion Gerichtsverhandlungen, deren
Verlauf und Ergebnis bereits zuvor feststehen. Das Ziel dieser
Verhandlungen war nicht Gerechtigkeit oder Rechtsprechung, sondern
eine öffentliche Zurschaustellung der politischen Gegner und der
eigenen Macht. Auch der Nationalsozialismus bediente sich solcher
Schauprozesse als Herrschaftstechnik und Herrschaftsritual. Die DDR
folgte wie andere dem kommunistischen Block zugehörige Staaten
diesem Vorbild und demonstrierte in Theatern, großen
Betriebskantinen oder öffentlichen Räumen, wie Recht als
politisches Instrument missbraucht werden kann, um politisch
missliebige Menschen öffentlich zu demütigen und abzuurteilen sowie
andere Menschen zu entmutigen, in Opposition zum Regime zu treten.
Das Podiumsgespräch geht der Frage nach, wie Recht als Waffe in den
jeweiligen Systemen missbraucht wurde und welche Wirkung diese
Abschreckung und gleichzeitige Propaganda für die Gesellschaften
hatte. Es diskutierten die Historiker Prof. Dr. Klaus Marxen,
Fabian Thunemann und Dr. Falco Werkentin. Moderation: Dr. Ulrich
Mählert (Bundesstiftung Aufarbeitung)
15
15
Close