Bewaffneter Friede. Die Militarisierung der DDR-Gesellschaft

Bewaffneter Friede. Die Militarisierung der DDR-Gesellschaft

vor 10 Jahren
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Berlin

Beschreibung

vor 10 Jahren
Die DDR bezeichnete sich selbst als "Friedensstaat" - der Alltag
der Menschen war jedoch stark militarisiert. Nationale Volksarmee,
Grenztruppen, Staatssicherheitsdienst, Bereitschaftspolizei und die
paramilitärischen Betriebskampfgruppen zählten in den 1980er-Jahren
fast zwei Millionen Aktive und Reservisten in ihren Reihen, die den
vermeintlich imperialistischen Bestrebungen des Westens Einhalt
gebieten sollten. Das gesamte Bildungssystem vom Kindergarten bis
zur Universität war darauf ausgerichtet, die jungen Menschen auf
den Dienst an der Waffe oder im Zivilschutz vorzubereiten. "Der
Frieden muss bewaffnet sein", lautete die Losung. Neben den
offiziellen Friedensaktivitäten duldete die SED kein unabhängiges
Engagement. Das bekamen all jene zu spüren, die sich der
Militarisierung der Gesellschaft verweigerten und sich in
kirchlichen Friedensgruppen engagierten.

Die dritte Veranstaltung der Reihe "Erinnerungsort DDR" im Jahr
2015 thematisierte diesen Widerspruch zwischen der staatlichen
Friedenspropaganda und der starken Militarisierung der
DDR-Gesellschaft im Alltag und fragt, wie stark das Leben der
Menschen davon beeinflusst wurde.
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