"Wir wollten was tun." Jugendlicher Widerstand vor dem Volksaufstand am 17. Juni 1953

"Wir wollten was tun." Jugendlicher Widerstand vor dem Volksaufstand am 17. Juni 1953

Filmpräsentation und Zeitzeugengespräch
43 Minuten

Beschreibung

vor 9 Jahren
Mit Schlaftropfen und Watte versteckten sich in der Nacht auf den
5. Mai 1953 Geheime Mitarbeiter der Staatssicherheit in der Wohnung
von Werner Bork. Nur durch einen Zufall vereitelte der 21-Jährige
die »Herausholung« und gelangte im letzten Moment in den Westen.
Werner Bork war Teil einer Widerstandsgruppe in Werder, in der
Schüler, Studenten und Lehrlinge mit Flugblättern für freie Wahlen,
Meinungsfreiheit und Demokratie kämpften. Sieben seiner Freunde
wurden zum Tode verurteilt und in Moskau erschossen, viele andere
zu Zuchthaus- und Lagerhaftstrafen in der DDR und der Sowjetunion
verurteilt.

Anlässlich des 63. Jahrestages des Volksaufstands nahm die
Veranstaltung dessen Vorgeschichte in den Blick. Der frühe
Widerstand von Jugendlichen gegen die Diktatur in der SBZ / DDR ist
weithin in Vergessenheit geraten. Aber gerade die Erfahrungen der
sich auflehnenden Jugendlichen können heutige
Schülerinnengenerationen für die Unterschiede zwischen Diktatur und
Demokratie sensibilisieren. Nach der Präsentation des Films
beantwortete Werner Bork die Fragen von Jugendlichen des
Internationalen Jugendgemeinschaftsdienstes (ijgd). Seine Tochter
Dr. Iris Bork-Goldfield rekonstruierte die Geschichte ihres Vaters
und seiner Freunde in dem Dokumentarfilm und dem gleichnamigen
Buch. Im Gespräch beschrieb die Professorin am Institut für German
Studies an der Wesleyan University in Middletown, Connecticut, die
Entstehung von Film und Buch.

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