Demokratischer (Un-)Wille? Der Umgang mit antidemokratischem Protest

Demokratischer (Un-)Wille? Der Umgang mit antidemokratischem Protest

vor 2 Jahren
1 Stunde 29 Minuten
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BstA

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Berlin

Beschreibung

vor 2 Jahren
Weltweit gehen Menschen für ihre Überzeugungen auf die Straße oder
begehren – oft unter großen persönlichen Risiken – gegen Diktaturen
auf. Sie eint der Wille zu Veränderungen: Am 17. Juni 1953 etwa
erhoben sich über eine Million Menschen in der DDR für bessere
Lebensverhältnisse und demokratische Reformen gegen das SED-Regime.
1989 demonstrierten Hunderttausende für Freiheit und Demokratie und
brachten mit ihrem Willen zum Wandel Mauer und kommunistische
Diktatur zu Fall.

Nicht zuletzt aufgrund der Errungenschaften der Friedlichen
Revolution sind Widerstand und Protest in der deutschen
Erinnerungskultur positiv besetzt, sie gelten als wichtige
Ressource für Demokratie und Fortschritt. Doch wie umgehen mit
Protest, der sich gesellschaftlichem Wandel verweigert? Was tun,
wenn Pegida, Querdenken und Anti-Globalisierungsproteste die
liberale Demokratie selbst zum Feind erklären? Die Veranstaltung
geht diesen Fragen nach und diskutiert insbesondere, weshalb
antidemokratische Proteste gerade in Ostdeutschland stark sind, wo
Menschen 1953 und 1989 für Demokratie auf die Straße gingen.
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