Tränen als Manipulation? Wenn Emotionen zur Falle werden

Tränen als Manipulation? Wenn Emotionen zur Falle werden

vor 1 Jahr
57 Minuten
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Beschreibung

vor 1 Jahr
Pia und Markus aus Sachsen kommen mit der Frage in
die Therapiesitzung: Warum enden unsere Streitgespräche oft mit
Tränen bei ihr und Schweigen bei ihm? Kann Eric Hegmann ihnen
helfen und einen Weg aufzeigen, wie sie diese Streitspirale
durchbrechen und ihre Konflikte lösen können?

In dieser Folge des Paartherapie-Podcasts spricht Eric Hegmann mit
Pia (27) und Markus (29) über die Dynamiken, die ihren Alltag als
Paar belasten. Die Psychologin und der Polizist sind seit sechs
Jahren zusammen und haben zwei kleine Kinder. Immer wieder geraten
sie in Streitspiralen, die nach einem festgefahrenen Muster
ablaufen: Kleinigkeiten eskalieren, am Ende stehen Tränen bei ihr,
Schweigen bei ihm – und die Konflikte bleiben ungelöst.

Pia fühlt sich durch die ungleiche Verteilung der Care-Arbeit
zunehmend überfordert und allein gelassen. Sie hat das Gefühl, viel
zu opfern, ohne dass Markus ihre Anstrengungen anerkennt. Markus
hingegen versteht oft nicht, warum über vermeintliche
"Kleinigkeiten" wie das Ausräumen der Spülmaschine überhaupt
gestritten werden muss. Er fühlt sich von Pias emotionalen
Ausbrüchen überfordert und sieht darin manchmal den Versuch einer
Manipulation. Im Streit wird er dann lauter, während sie sich
kritisiert und verletzt fühlt. Das Resultat: Schweigen und ein
Rückzug ins Funktionieren – bis der nächste Konflikt alles erneut
aufflammen lässt.

Gemeinsam mit Eric Hegmann suchen Pia und Markus nach Wegen, diese
destruktiven Muster zu durchbrechen.

Erics Tipps:


Wer meint, man müsse auf die Sachebene gehen, um einen
Konflikt lösen zu können, vergisst, dass ein Beziehungskonflikt
immer eine Frage von Emotionen ist.



Manchmal kann auch ein “Lospoltern” in Konflikten gut sein,
denn Wut hilft uns, einen schnellen Spannungsabbau zu
ermöglichen.



Emotionen sind Teil eines Konfliktes. Ohne Emotionen zu
benennen, kann ein Konflikt somit auch nicht gelöst werden. Auf
der Sachebene zu bleiben, bringt nichts.



Unterschiede können auch als etwas betrachtet werden, das ich
vom anderen lernen könnte. Manchmal macht es Sinn, die
Perspektive auf den Unterschied zu ändern: „Das ist etwas, das
habe ich noch nicht in meinem Repertoire. Ich versuche mal, mir
das von dir abzuschauen.“



An jeder Dynamik haben immer beide Partner ihren Anteil. Da
hilft es, die Haltung einzunehmen: “Was kann ich verändern?” und
nicht “Was kannst du verändern?”


Hier alle Folgen, die TV-Doku und Infos finden!

Ihr erreicht uns per Mail an: paartherapie@ndr.de

NDR 2
Host und Autorin: Maria Richter
Formatidee: Kathrin Lindemann, Nele Pasch
Formatentwicklung: Kira Drössler
Redaktion: Sascha Sommer
Sound-Design: Isola Music & Warner Chappell Production
Music
Produktion: Oliver Kleist

Podcast-Tipp:
Hormongesteuert - Der Wechseljahre-Podcast mit Dr. Katrin Schaudig
https://1.ard.de/hormongesteuert

(00:00:00) Intro
(10:53) Beziehungskonflikte sind fast immer eine Frage von
Emotionen
(22:10) Wut ist nicht grundsätzlich schlecht
(53:50) Benennt Emotionen!
(54:12) Unterschiede können uns etwas lehren
(54:40) An die eigene Nase fassen!

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