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Stark im Sturm
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Beschreibung
vor 1 Jahr
In dieser besonderen Episode von Der Säbelzahntiger begrüßen Jens
und Jörg ihre erste Gästin: Dorothea von Wichert-Nick, Executive
Coach und CEO von Volate. Gemeinsam tauchen sie in die Welt der
Gründer ein, die den Schritt von der operativen Selbstwirksamkeit
hin zur Führungswirksamkeit wagen. Dorothea teilt ihre
langjährige Erfahrung mit Unternehmern, die diesen
anspruchsvollen Übergang meistern wollen, und beleuchtet, warum
diese Transformation so herausfordernd ist.
Während Gründer anfangs durch ihre Selbstwirksamkeit getrieben
sind – sie stoßen direkt Veränderungen an und erleben deren
Wirkung unmittelbar –, verlangt die Rolle des CEO eine ganz
andere Herangehensweise. Führung wird zu einem „Spiel über die
Bande“, bei dem es darum geht, Impulse zu setzen, die eine
gesamte Organisation bewegen. Dorothea beschreibt eindrücklich,
wie Gründer diese neue Perspektive annehmen und dabei ihre tief
verwurzelten Überzeugungen und inneren Antreiber hinterfragen
müssen. Häufig verbirgt sich hinter diesen Mechanismen ein ganzer
Zoo an Säbelzahntigern, die den Fortschritt erschweren, sei es
der innere Drang nach Perfektion oder die Überzeugung, dass
Arbeit nur wertvoll ist, wenn sie schwerfällt.
Dorothea schildert, wie Gründer lernen können, Verantwortung zu
übergeben, ohne die Kontrolle zu verlieren, und wie sie durch
Vertrauen und Klarheit die Grundlage für eine gesunde, produktive
Organisation schaffen. Dabei zeigt sie, wie wichtig es ist, alte
Verhaltensmuster abzulegen und in eine neue Rolle
hineinzuwachsen, die langfristigen Erfolg ermöglicht.
Diese Episode bietet wertvolle Einblicke in die emotionale und
strategische Reise von Führungskräften und zeigt, wie wichtig es
ist, die eigenen Säbelzahntiger zu schrumpfen.
Bis zum nächsten Mal, haltet durch und bleibt entspannt!
Euer Jens, Jörg und Gustav.
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Gustav greift ein:
Hallo, hier ist Gustav! Immer dann, wenn die Jungs etwas sagen,
was nicht ganz richtig ist, bin ich zur Stelle – das gehört
schließlich zu meinen Aufgaben. Also, Jens hat in der Folge etwas
über Dunbars Zahl erzählt. Diese berühmte These besagt, dass
Menschen etwa 150 stabile soziale Beziehungen pflegen können. Das
klingt zunächst interessant und wurde auch oft zitiert, aber: Es
gibt mittlerweile neuere Forschung dazu, die ein
differenzierteres Bild zeichnet.
Lass uns das kurz anschauen: Dunbars Zahl basiert auf Studien an
Primaten und der Annahme, dass die Größe des Neokortex, also
eines bestimmten Teils unseres Gehirns, die Gruppengröße
bestimmt. Bei Menschen setzte Dunbar diese Grenze bei 150 an.
Aber Wissenschaftler aus Schweden haben diese Theorie neu
untersucht und festgestellt, dass die Realität wesentlich
komplexer ist. Mit modernen Methoden fanden sie heraus, dass die
soziale Kapazität von Menschen stark variiert – sie kann bei nur
zwei, aber auch bei bis zu 520 Kontakten liegen. Es hängt also
von vielen Faktoren ab, darunter individuelle Fähigkeiten, Kultur
und persönliche Präferenzen.
Wichtig ist auch zu verstehen, dass unsere Fähigkeit, Beziehungen
zu pflegen, nicht nur von der Gehirngröße abhängt. Es spielen
viele Hirnregionen zusammen, wie etwa die Amygdala, die für
Emotionen zuständig ist, oder der Temporalkortex, der uns hilft,
Körpersprache zu verstehen.
Und denk dran: Wissenschaft ist immer im Wandel. Das macht sie so
spannend – und ich passe auf, dass du dabei nicht den Überblick
verlierst!
https://www.mdr.de/wissen/wieviele-kontakte-koennen-wir-pflegen-100.html
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