Das ‚bedingungslose Grundeinkommen‘ und sein unheimlicher Freundeskreis beweisen: Der Kapitalismus ist einfach unverbesserlich!

Das ‚bedingungslose Grundeinkommen‘ und sein unheimlicher Freundeskreis beweisen: Der Kapitalismus ist einfach unverbesserlich!

Beschreibung

vor 8 Jahren

Ein Rezept gegen unzeitgemäße Armut?


Das ‚bedingungslose Grundeinkommen‘ und sein unheimlicher
Freundeskreis beweisen: Der Kapitalismus ist einfach
unverbesserlich!


Linke Vertreter der Idee meinen, dass die Armut, die in unserer
Marktwirtschaft Marke BRD heimisch ist, angesichts
beeindruckender Warenberge und Produktivkräfte eigentlich
überflüssig und die Möglichkeit ihrer glücklichen Überwindung
deswegen mit Händen zu greifen ist: Mit der passenden Dosis
Umfairteilung wollen sie dem Kapitalismus die Bedrohung durch
Armut abhandeln, die so vielen seiner Insassen zu schaffen macht.
Solche wohlmeinenden Ideen fangen sich seit jeher von den
ideellen wie den wirklichen Sachwaltern der ‚herrschenden
Zustände‘ mit dem Verweis auf eben diese ‚herrschenden Zustände‘,
die ‚nun mal‘ so sind, wie sie sind, ihren antikritischen Konter
ein: Sie beißen sich an der unumstößlichen marktwirtschaftlichen
Realität einfach die Zähne aus und ihre Vertreter blamieren sich
als realitätsferne Träumer – was ganz selbstverständlich für die
‚Realität‘ und gegen die Verbesserungsideen sprechen soll. Doch
mittlerweile hat das bedingungslose Grundeinkommen neue, mächtige
Freunde gewonnen: In Davos und anderswo wird der Vorschlag von
Industriekapitänen und Konzernvorständen selbstbewusst
aufgegriffen und als Antwort auf die ‚Probleme‘ ihrer schönen
neuen ‚Arbeitswelt 4.0‘ ins Spiel gebracht – die sie in den
goldenen Zeiten digitalisierter Weltmarktkonkurrenz mittels
Massenentlassungen und Niedriglöhnen auch weiterhin tüchtig
herzustellen gedenken. Und auch die Politik denkt über das
Grundeinkommen nach; darüber nämlich, ob es nicht ein zeitgemäßer
Ersatz für die ein oder andere kompliziert konstruierte
Sozialkasse sein könnte – und kündigt damit an, sich machtvoll um
alle Probleme zu kümmern, die ihr aus Armut und Existenznot
erwachsen, mit denen sie auch in Zukunft ganz fest rechnet.
Ausgerechnet am berechnenden Gequatsche von Unternehmern und
Politik über das Grundeinkommen wäre also zu lernen, wie
verbissen die Macher des Kapitalismus darauf bestehen, dass Armut
und Wachstum untrennbar zusammengehören. In die Debatte, ob die
schöne Idee des bedingungslosen Grundeinkommens durch die
unverhoffte Schützenhilfe nun endlich möglich oder in den
‚falschen Händen‘ missbraucht wird, mischt der Vortrag sich nicht
ein. Der Vorschlag ist weder zu bescheiden, noch unrealistisch
und schon gar nicht menschengerecht – sondern ein einziger,
fataler Irrtum über den Charakter von Arbeit und Reichtum in
dieser Gesellschaft.

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