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Trumps Zollkrieg

US-Imperialismus 2.0

Frankfurt, November 2025

Dass „wir“ Trump nicht leiden können, ist in Deutschland und
Europa ausgemachte Sache in den etablierten Kreisen von Politik
und Öffentlichkeit. Letztere bewährt sich darin, alle Register
der Hetze zu ziehen, mit der sie bisher eher die Unholde
östlicher und südlicher Weltgegenden dem Publikum zwecks
herzlicher Verachtung nahegebracht hat. Das nehmen die Vertreter
der wirklichen Politik gern zur Kenntnis — zum Leitfaden ihres
Umgangs machen sie diese Hetze aber nicht: Sie üben sich in
berechnendem Opportunismus, wenn sie mit Trump zu tun haben,
 und geben damit den parteilichen Kommentatoren die
teilnahmsvoll idiotische Frage auf, ob sie das mehr als Klugheit
feiern oder als Eingeständnis von Machtlosigkeit  peinlich
finden sollen. An Trump stören eben in Wirklichkeit nicht die ihm
nachgesagten Untugenden, sondern der Inhalt seiner Politik und
die Macht, mit der er diese verfolgt. Darum will unser Vortrag
auf die imperialistische Konsequenz aufmerksam machen, die in
Trumps Bruch mit den Verkehrsformen und Rechnungsweisen der
bisherigen Weltwirtschaftsordnung steckt. Das erpresserische
Eintreiben von Tribut bei allen Handelspartnern ist seine Antwort
auf den Widerspruch der globalen Konkurrenzordnung zum Nutz und
Frommen des einen, sie stiftenden Konkurrenten. Und er kann das
wegen der ungeheuren Leistung, die die vielgerühmte
„regelbasierte Weltwirtschaft“ für ihren amerikanischen Urheber
erbracht hat.

00:00 Einleitung

05:46 Trumps Krisendiagnose

29:13 Der Widerspruch des US-Weltmarkts

49:33 Die Zollwaffe, ihre Anwendung und ihre unmittelbaren
Ziele

56:56 Ein neues Stadium der imperialistischen Konkurrenz
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„Trumps Zollkrieg“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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