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vor 1 Jahr
Die aktuellen Wirtschaftsnachrichten
mit Michael Weyland
Thema heute: Ladesäulencheck 2024:
Laden unterwegs teurer als Tanken
Das E-Auto unterwegs zu laden, wird in Deutschland immer
teurer. Jede geladene Kilowattstunde Strom an öffentlichen
Ladesäulen kostet durchschnittlich 55 Cent an
AC-Normalladepunkten und sogar 66 Cent an
DC-Schnellladepunkten.
Für eine Reichweite von 100 Kilometern bei 20 kWh
Stromverbrauch fallen damit Kosten in Höhe von 11,10 EUR bzw.
13,11 EUR für eine Stromladung an. Fahrer von Verbrenner-Autos
kostet die gleiche Strecke bei sechs Litern Benzinverbrauch nur
10,38 EUR - klimaschädliches Tanken ist damit günstiger als Laden
unterwegs. Das geht aus dem Ladesäulencheck 2024 hervor. Für die
Analyse hat Statista im Auftrag von LichtBlick die Tarife
führender Betreiber ausgewertet.
Trotz sinkender
Strompreise: Unterwegs laden wird immer teurer
Die durchschnittlichen Preise pro geladener
Kilowattstunde Strom sind im Vergleich zum letzten
Ladesäulencheck weiter angestiegen - die Differenz liegt bei 3
ct/kWh (AC) bzw. 4 ct/kWh (DC). Dabei ist der Durchschnittspreis
für Haushaltsstrom im selben Zeitraum gesunken. Eine ähnliche
Tendenz lässt sich beim Fahrstrom unterwegs nicht
erkennen. Darüber hinaus machen auch
die Zugangsbedingungen an öffentlichen Ladesäulen den Umstieg
aufs E-Auto unattraktiv. So müssen E-Mobilisten insbesondere bei
überregionalen Fahrten auf verschiedene Anbieter zurückgreifen,
die wiederum jeweils unterschiedliche Zugangsmöglichkeiten
(Ladekarte, App) anbieten. Die Folge ist ein Wirrwarr an
verschiedenen Ladekarten und -Apps, die Kunden für den
Startvorgang bereithalten müssen.
Das sogenannte Ad-Hoc-Laden, das mithilfe eines
QR-Codes auf den Ladesäulen spontan gestartet werden kann, bietet
für E-Mobilisten keine zufriedenstellende Alternative - die
Preise sind teurer als für vertragsbasierte Fahrstromtarife, die
E-Mobilist*en mit den Anbietern direkt
abschließen.
Lokale Monopolisten bestimmen Ladebedingungen und
-preise
Ein Hauptgrund für die gestiegenen Preise an
öffentlichen Normalladesäulen ist die Monopolbildung im Markt.
Lokale Monopolisten haben über Jahre hinweg ihre hohen Anteile im
Markt verfestigen können. Diese Monopolisten sind in der Regel
die jeweiligen lokalen Energieversorger, die mit dem örtlichen
Stromnetzbetreiber konzernrechtlich verbunden oder selbst
Stromnetzbetreiber sind. Marktanteile von über 80 Prozent bei
Normalladepunkten stellen den Normalfall dar - in der Spitze
sichern sich Monopolisten sogar bis zu 93 Prozent der
Marktanteile in ihrer jeweiligen Region.
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unter:
https://www.was-audio.de/aanews/News20240521_kvp.mp3
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