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Beschreibung
vor 5 Jahren
Die Welt wird immer komplexer. Glaubte man einst, wir lebten in
einer Wissensgesellschaft, so mag dies vielleicht für das
akkumulierte, theoretisch verfügbare Wissen gelten, wissender, im
Sinne des Verstehens von Zusammenhängen, sind wir aber nicht im
selben Maße geworden. Vielmehr scheinen wir allmählich zu
begreifen, dass uns endgültige Gewissheit vermutlich niemals
vergönnt sein wird. Dass sich uns dieser seit jeher angestrebte
Zustand, immer entziehen, unverfügbar bleiben wird. Und die Kunst
besteht vielleicht eben darin, an dieser Einsicht nicht zu
verzweifeln. Und überhaupt, muss das Anzweifelbare denn stets etwas
Schlechtes sein? Hat es denn nicht auch seine guten Seiten, dass
der Mensch zweifelt - die Welt und die Dinge in ihr in Frage
stellt? Sollten wir nicht vielleicht sogar denen, die postulieren,
eine absolute Wahrheit gefunden zu haben, besonders misstrauisch
begegnen? Angesichts der Vielzahl an Verschwörungstheorien ist dies
vermutlich kein schlechter Rat. Im Zweifel für den Zweifel? Oder
können wir auch zu viel in Frage stellen und am Zweifel selbst gar
zugrunde gehen? Ich freue mich, in der heutigen Episode das
Gespräch mit dem Philosophen Siegfried Reusch präsentieren zu
können, der mir geduldig meine Fragen über das Zweifeln beantwortet
hat.
einer Wissensgesellschaft, so mag dies vielleicht für das
akkumulierte, theoretisch verfügbare Wissen gelten, wissender, im
Sinne des Verstehens von Zusammenhängen, sind wir aber nicht im
selben Maße geworden. Vielmehr scheinen wir allmählich zu
begreifen, dass uns endgültige Gewissheit vermutlich niemals
vergönnt sein wird. Dass sich uns dieser seit jeher angestrebte
Zustand, immer entziehen, unverfügbar bleiben wird. Und die Kunst
besteht vielleicht eben darin, an dieser Einsicht nicht zu
verzweifeln. Und überhaupt, muss das Anzweifelbare denn stets etwas
Schlechtes sein? Hat es denn nicht auch seine guten Seiten, dass
der Mensch zweifelt - die Welt und die Dinge in ihr in Frage
stellt? Sollten wir nicht vielleicht sogar denen, die postulieren,
eine absolute Wahrheit gefunden zu haben, besonders misstrauisch
begegnen? Angesichts der Vielzahl an Verschwörungstheorien ist dies
vermutlich kein schlechter Rat. Im Zweifel für den Zweifel? Oder
können wir auch zu viel in Frage stellen und am Zweifel selbst gar
zugrunde gehen? Ich freue mich, in der heutigen Episode das
Gespräch mit dem Philosophen Siegfried Reusch präsentieren zu
können, der mir geduldig meine Fragen über das Zweifeln beantwortet
hat.
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