Podcaster
Episoden
25.02.2026
14 Minuten
Astrologie erlebt ein Comeback. Horoskope, Sternzeichen und
Astro-Apps sind allgegenwärtig, besonders bei jüngeren
Generationen. In dieser Folge gehe ich dem aktuellen Hype rund um
das „Jahr des Feuerpferdes“ nach und frage, warum Astrologie gerade
jetzt so präsent ist. Warum fühlen sich astrologische Deutungen oft
so zutreffend an? Was suchen wir darin und was sagt das über die
Gegenwart aus? Gleichzeitig lohnt sich ein kritischer Blick: Die
Comiczeichnerin Liv Strömquist und der Philosoph Theodor W. Adorno
zeigen auf, wie Astrologie zur Ware werden kann. Und schließlich
stellt sich die Frage, wo kulturelles Interesse endet und Aneignung
beginnt, wenn Traditionen wie das Lunar New Year zum
Social-Media-Trend werden.
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10.02.2026
19 Minuten
In dieser Folge des Sinneswandel-Podcasts gehe ich der Debatte um
sogenannte „Lifestyle-Teilzeit“ nach. Ausgelöst wurde sie durch
politische Forderungen, wonach Teilzeit nur aus „legitimen Gründen“
wie Care-Arbeit oder Weiterbildung erlaubt sein solle. Freizeit
wird dabei moralisiert – und persönliche Lebensgestaltung zur
gesellschaftlichen Bedrohung erklärt. Ich spreche über Arbeit,
Erschöpfung und Produktivität: darüber, warum immer mehr Menschen
ihre Arbeitszeit reduzieren wollen, warum vor allem Frauen in
Teilzeit arbeiten und weshalb Burnout längst kein individuelles
Problem mehr ist. Anhand von Stimmen aus Journalismus, Ökonomie und
Pädagogik frage ich, ob mehr Arbeit wirklich mehr Wohlstand
bedeutet – oder ob freie Zeit nicht ein zentraler Bestandteil einer
funktionierenden Demokratie ist. Es geht um Ungleichheit,
Erbschaften, Care-Arbeit und um die Frage, warum Erschöpfung
privatisiert wird, während Produktivität öffentlich verhandelt
wird. Und darum, ob eine wohlhabende Gesellschaft nicht weniger
fragen sollte, wie sie Menschen zu mehr Arbeit bringt – sondern
warum freie Zeit überhaupt als Problem gilt.
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01.02.2026
39 Minuten
Utopien sind gerade nicht besonders populär. In Zeiten von Krisen,
Klimawandel und politischer Unsicherheit wirken Ideen von einer
besseren Zukunft oft unrealistisch oder überholt. In dieser Folge
spreche ich mit Thomas über Utopien, Delulu, Solulu und das Konzept
der Präfiguration – Begriffe, die auf unterschiedliche Weise
beschreiben, wie Menschen über Zukunft nachdenken und sie sich
vorstellen. Wir erkunden, wie Utopien heute funktionieren können,
wie Anti-Dystopien als Gegenentwurf zur alltäglichen
Krisenerfahrung wirken und warum der Weg in eine wünschenswerte
Zukunft oft im Hier und Jetzt beginnt. Ein Gespräch über Zeitgeist,
Vorstellungskraft, gesellschaftliche Perspektiven und das
Spannungsfeld zwischen Idealvorstellung und Realität
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04.01.2026
18 Minuten
Zum Jahresanfang sind sie überall: Neujahrsvorsätze. Und
gleichzeitig wirken sie auf viele von uns abgenutzt, moralisch
aufgeladen oder wie ein weiterer Akt der Selbstoptimierung. In
dieser Folge frage ich mich, warum wir ausgerechnet am 1. Januar
neu anfangen wollen – und woher dieses Ritual eigentlich kommt. Ich
spreche über den psychologischen Fresh-Start-Effekt, über die
Geschichte der Neujahrsvorsätze und darüber, warum so viele von
ihnen scheitern. Gleichzeitig geht es um philosophische und
feministische Kritik an Vorsätzen: Um Selbstoptimierung, Care und
die Frage, können Vorsätze auch solidarischer und weniger
leistungsorientiert sein?
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22.12.2025
17 Minuten
Es ist die letzte Folge des Jahres, und ich spüre diese diffuse
Erschöpfung, die viele von uns gerade kennen. In dieser Episode
reflektiere ich über Wandel als kollektive Erfahrung: die
Beschleunigung unseres Alltags, die Unsicherheit in Politik, Klima,
Wirtschaft und Technologie, und das Gefühl, dass sich in den
letzten Jahren alles verdichtet hat. Ich spreche darüber, wie wir
mit Wandel [besser] umgehen können - Gleichzeitig hinterfrage ich
die Idee, dass wir einfach nur resilienter werden müssen. Eine
wichtige Rolle spielt dabei der Soziologe Zygmunt Bauman und seine
Idee der „flüssigen Moderne“. Und die Frage, ob Wandel nicht nur
etwas ist, das wir “aushalten” müssen – sondern etwas, das wir auch
gemeinsam gestalten können.
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Tipp der Redaktion
Nichts ist so beständig wie der Wandel. Im Podcast "Sinneswandel" spricht die freie Journalistin Marilena Berends mit Wissenschaftler:innen, Künstler:innen und Aktivist:innen zu Themen wie dem Klimawandel, Künstlicher Intelligenz oder der Arbeitswelt von morgen. Im Zentrum stehen dabei Menschen und ihre Geschichten. Denn sie sind es, die zeigen: es geht auch anders, wenn wir wollen.
Über diesen Podcast
Sinneswandel ist ein Podcast zwischen Philosophie und Popkultur.
Die Journalistin Marilena Berends spricht über Sinnsuche,
Kreativität, Selbstzweifel, gesellschaftliche Brüche und das Leben
im Dauerwandel. Sie denkt laut über Themen wie Nachhaltigkeit,
Sinn, Zukunft der Arbeit oder gesellschaftliche Veränderungen nach.
Dabei verbindet sie persönliche Beobachtungen mit philosophischen
Gedanken. Menschen und Geschichten stehen im Mittelpunkt – sie
zeigen, wie wir anders denken und handeln können, wenn wir wollen.
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