IFM 17: Die wahnwitzigen Forderungen der Politiker

IFM 17: Die wahnwitzigen Forderungen der Politiker

vor 11 Jahren
Immobilienprofi Mirko Otto ist sauer über die wahnwitzigen Forderungen und Gesetze der Regierung.
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Beschreibung

vor 11 Jahren
Immobilienprofi Mirko Otto ist sauer über die wahnwitzigen
Forderungen und Gesetze der Regierung. Der Duden definiert Wahnwitz
unter anderem als „abwegiges, unvernünftiges, oft auch gefährliches
Verhalten“. Darum geht es in dieser Ausgabe. Mietpreisbremse,
Bestellerprinzip und Umwandlungsverbot sind die aktuellsten,
tiefgreifenden Eingriffe in den Immobilienmarkt und sie alle haben
ein Ziel vor Augen: Mehr Gerechtigkeit und bezahlbarer Wohnraum für
Mieter. Doch schon heute verspricht Mirko Otto: Das Gegenteil wird
erreicht! Immer wieder geht es darum, dem vermeintlich „kleinen
Mann“ Kosten zu ersparen. Weniger Miete, weniger oder keine
Maklerprovision, keine Umwandlung in hochwertigen Wohnraum und was
nicht noch alles. Das mag ja – wenn man sich sehr anstrengt – noch
lieb gemeint und aller Ehren wert sein. Zugleich sollen die
Vermieter endlich aus ihren wundgelegenen Hängematten gescheucht
werden und anstatt der Zigarre Ihr Geld in die Hand nehmen und für
energetische Modernisierungen, Dämmungen, Solaranlagen sorgen. Ist
das Polemik oder Realsatire? Das Kernproblem: Unehrlichkeit. Oder
Naivität. Warum? Weil das intellektuelle Niveau dieser ganzen
Regelungen ungefähr so scharfsinnig ist wie in den Garten zu gehen
laut zu rufen: „Es gibt kein Unkraut! Es gibt kein Unkraut! Ich
möchte kein Unkraut und darum gibt es keines, ich schaffe es ab,
hört Ihr, weg damit, harhar!“ Denn der Aufwand des Maklers (egal,
wie wir alle ihn beziffern würden), die notwendigen Investitionen
in energetische Sanierung, die bloße Instandhaltung von vermietetem
Eigentum, das alles kostet Geld. So oder so. Ganz egal, ob die CDU
oder die SPD oder die Linken das wollen oder nicht. Und diese
Kosten den Mietern ersparen zu wollen, wird zwangsläufig nur dazu
führen, dass sie es auf anderem Wege wieder bezahlen werden.
Versprochen. Und zwar deshalb, weil der Umkehrschluss schlicht
unmöglich ist. Der würde lauten, dass Vermieter eben mehr Sanierung
und Instandhaltung mit weniger Miete bewerkstelligen wollen und
werden. Und die Miete, also der Preis für Wohnraum? Der wird von
Angebot und Nachfrage bestimmt. Wenn eine Regierung
„Friedrichstraßenloft für alle“ möchte, dann muss sie das mit Ihrem
Eigentum bewerkstelligen, nicht mit dem der Bürger. Aber genau das
passiert gerade. Wenn etwas so riecht und so schmeckt, muss man es
auch beim Namen nennen: Das ist Enteignung. Wie wäre es denn mal
mit „Pizza für jedermann“. Pizza in Ballungsgebieten darf nur noch
€ 3,50 kosten. Pardon, dieser Vorschlag ist kein bisschen weniger
blöd – oder? Selbstverständlich sind die Zusammenhänge komplexer,
sonst würden wie nicht eine Dreiviertelstunde darüber sprechen –
übrigens schon einige Wochen vor der eigentlichen Gesetzgebung, was
beweist, dass wir ab und an unserer Zeit voraus sind. In jedem Fall
erwartet Sie eine garantiert nicht temperamentarme Diskussion. Viel
Spaß!
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