Beschreibung
vor 11 Jahren
Ein alter DDR-Witz lautete: „Können Sie sich ausweisen?“ – „Was?
Kann man das jetzt selber?“. Heute geht es bei uns auch um
Ausweise, aber um einen anderen Witz: Den Energieausweis. Auch
diesmal schafft es Mirko Otto, Neulinge und Fortgeschrittene
thematisch gut abzuholen. Zuerst geht es darum, was eigentlich der
Unterschied zwischen den beiden Arten ist, denn man kann sowohl den
Bedarf wie auch den Verbrauch ausweisen. Und alleine dies zeigt
schon, dass die Ergebnisse für ein und dasselbe Gebäude je nach Art
des Ausweises verschieden sein kann – und meistens auch ist. So
kann ein Bedarfsausweis ein beängstigendes „Knallrot“ ausweisen, wo
der Verbrauchsausweis grünes Licht gibt. Beispielsweise, weil eine
naturverbundene Familie auf dem Land nur mit Holz heizt und deshalb
der Ölverbrauch paradiesisch gering ist. Für die Beurteilung eines
Gebäudes hilft das Ganze nichts. Denn der Altbau kann von Vorteil
sein, weil er durch die alten 36er-Wände gute Dämmvoraussetzungen
hat, während die hohen Decken aber nun mal mehr Energie brauchen.
Spätestens, wenn man aber diese hohen Decken schön findet, versteht
man, warum der Energieausweis nicht viel mehr ist als eine
Ansammlung fragwürdiger Zahlen, die ein fragwürdiges Ergebnis
ausmachen. Sie müssen das Objekt „energetisch verstehen“. Die
Ursache der Zahlen und Werte sind von Belang, die Bausubstanz, das
Verhalten der bisherigen Bewohner die geplante Nutzung und vieles
mehr. Da ist der Energieausweis vielleicht hier und da ein
Indikator. Die Idee, dass man die energetische Tauglichkeit an
einer einzigen Zahl festmachen könne ist natürlich wünschenswert,
aber aufgrund der Komplexität der Dinge würde sie keinem normal
denkenden Menschen einfallen. Dazu braucht man schon einen
Politiker.
Kann man das jetzt selber?“. Heute geht es bei uns auch um
Ausweise, aber um einen anderen Witz: Den Energieausweis. Auch
diesmal schafft es Mirko Otto, Neulinge und Fortgeschrittene
thematisch gut abzuholen. Zuerst geht es darum, was eigentlich der
Unterschied zwischen den beiden Arten ist, denn man kann sowohl den
Bedarf wie auch den Verbrauch ausweisen. Und alleine dies zeigt
schon, dass die Ergebnisse für ein und dasselbe Gebäude je nach Art
des Ausweises verschieden sein kann – und meistens auch ist. So
kann ein Bedarfsausweis ein beängstigendes „Knallrot“ ausweisen, wo
der Verbrauchsausweis grünes Licht gibt. Beispielsweise, weil eine
naturverbundene Familie auf dem Land nur mit Holz heizt und deshalb
der Ölverbrauch paradiesisch gering ist. Für die Beurteilung eines
Gebäudes hilft das Ganze nichts. Denn der Altbau kann von Vorteil
sein, weil er durch die alten 36er-Wände gute Dämmvoraussetzungen
hat, während die hohen Decken aber nun mal mehr Energie brauchen.
Spätestens, wenn man aber diese hohen Decken schön findet, versteht
man, warum der Energieausweis nicht viel mehr ist als eine
Ansammlung fragwürdiger Zahlen, die ein fragwürdiges Ergebnis
ausmachen. Sie müssen das Objekt „energetisch verstehen“. Die
Ursache der Zahlen und Werte sind von Belang, die Bausubstanz, das
Verhalten der bisherigen Bewohner die geplante Nutzung und vieles
mehr. Da ist der Energieausweis vielleicht hier und da ein
Indikator. Die Idee, dass man die energetische Tauglichkeit an
einer einzigen Zahl festmachen könne ist natürlich wünschenswert,
aber aufgrund der Komplexität der Dinge würde sie keinem normal
denkenden Menschen einfallen. Dazu braucht man schon einen
Politiker.
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