Beschreibung
vor 11 Jahren
Eine Stadt entwickelt sich auf vielerlei Arten. Zuwanderung,
Arbeitsmöglichkeiten, Geschichte, alles wirkt darauf ein, wie eine
Stadt aussieht und funktioniert – oder eben nicht.
Selbstverständlich ist es sinnvoll, die Entwicklung einer Stadt zu
steuern: Den Verkehr, die Frage nach Grünflächen oder
Erholungsgebieten, den Bedarf an Grundschulen oder Schwimmbädern –
das kann kein Markt regeln. Neuerdings meinen die Stadtplaner und
-entwickler offensichtlich, einen Fortschritt durch Stillstand zu
schaffen. Das soll geschehen, indem man verhindert, dass Wohnungen
bzw. Häuser über einen gewissen Grad hinaus modernisiert werden.
„Soziale Erhaltungsverordnung“ heißt das dann, umgangssprachlich
auch „Milieuschutz“. Wenn jemand sich also entschließt, zwei
Wohnungen im eigenen Haus zusammenzulegen oder neue, größere
Balkone anzubauen, so muss er vorher fragen, ob er das überhaupt
darf. Hierdurch könnte es schließlich passieren, dass durch die
erhöhte Miete eine „soziale Verdrängung“ stattfindet und sich das
Milieu dahingehend „verschlechtert“, dass nur Menschen, die höhere
Mieten zahlen können im Kiez wohnen – polemisch formuliert. Selbst,
wenn also ein Mieter eine Fußbodenheizung und Panoramafenster haben
wollen würde: Pustekuchen. Wird nicht genehmigt. Maßgeblich sind –
kein Gag – die „Prüfkriterien für die Umsetzung der sozialen
Erhaltungsverordnungen in den Erhaltungsgebieten“. Logisch,
eigentlich. Bislang wohnt in Berlin fast jeder Zehnte in einem
Milieuschutzgebiet. Weitere Gebiete kommen regelmäßig dazu. Zeit,
die eine oder andere Kritik zu üben – und wie immer vieles mehr!
Arbeitsmöglichkeiten, Geschichte, alles wirkt darauf ein, wie eine
Stadt aussieht und funktioniert – oder eben nicht.
Selbstverständlich ist es sinnvoll, die Entwicklung einer Stadt zu
steuern: Den Verkehr, die Frage nach Grünflächen oder
Erholungsgebieten, den Bedarf an Grundschulen oder Schwimmbädern –
das kann kein Markt regeln. Neuerdings meinen die Stadtplaner und
-entwickler offensichtlich, einen Fortschritt durch Stillstand zu
schaffen. Das soll geschehen, indem man verhindert, dass Wohnungen
bzw. Häuser über einen gewissen Grad hinaus modernisiert werden.
„Soziale Erhaltungsverordnung“ heißt das dann, umgangssprachlich
auch „Milieuschutz“. Wenn jemand sich also entschließt, zwei
Wohnungen im eigenen Haus zusammenzulegen oder neue, größere
Balkone anzubauen, so muss er vorher fragen, ob er das überhaupt
darf. Hierdurch könnte es schließlich passieren, dass durch die
erhöhte Miete eine „soziale Verdrängung“ stattfindet und sich das
Milieu dahingehend „verschlechtert“, dass nur Menschen, die höhere
Mieten zahlen können im Kiez wohnen – polemisch formuliert. Selbst,
wenn also ein Mieter eine Fußbodenheizung und Panoramafenster haben
wollen würde: Pustekuchen. Wird nicht genehmigt. Maßgeblich sind –
kein Gag – die „Prüfkriterien für die Umsetzung der sozialen
Erhaltungsverordnungen in den Erhaltungsgebieten“. Logisch,
eigentlich. Bislang wohnt in Berlin fast jeder Zehnte in einem
Milieuschutzgebiet. Weitere Gebiete kommen regelmäßig dazu. Zeit,
die eine oder andere Kritik zu üben – und wie immer vieles mehr!
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