IFM 63: Was tun, wenn’s riecht? – Wir treffen den Schadstoffgutachter

IFM 63: Was tun, wenn’s riecht? – Wir treffen den Schadstoffgutachter

vor 7 Jahren
Michael Wachotsch achtet auf Dinge, die man nicht sehen kann, die aber schwerwiegende Konsequenzen haben können.
1 Stunde 16 Minuten
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Beschreibung

vor 7 Jahren
Er ist Detektiv, aber kein Polizist, er ist Chemiker, aber er trägt
keinen Kittel. Er macht in Immobilien, ist aber kein Makler. Er hat
eine gute Nase, aber nicht für Rotweine. Er achtet auf Dinge, die
man nicht sehen kann, die aber schwerwiegende Konsequenzen haben
können. Michael Wachotsch ist „Sachverständiger für biologische und
chemische Gebäude- und Innenraumdiagnostik“ und hat darin mehr als
20 Jahre Erfahrung gesammelt, die er heute in unser Gespräch
einbringt. Mit seiner Firma Ököexpert ist er zusammen mit
Diplom-Biologin Jutta Jaeger in Berlin und bisweilen auch
Brandenburg unterwegs Wenn es in Haus und Wohnung riecht, dann ruft
man ihn. Es müssen nicht gleich brennende Augen und Reizungen sein,
Geruch kann einem neben der Gesundheit auch die schönste Immobilie
verhageln. Bei einem Besuch ist Michaels erfahrene Nase das erste
Werkzeug – ansonsten muss das Labor einspringen und Materialien
oder Raumluft untersuchen. Michael gibt uns auch einen Einblick,
wie viele teils absurde Ursachen für Gerüche es geben kann. Da ist
man als Laie schnell überfordert, einige Schadstoffe schaden, aber
nicht riechen. Wie sollte man vorgehen, wenn man eine Immobilie
kauft? Hier hat Michael einige Tipps. Schon am Baujahr kann man
sagen, wie wahrscheinlich Materialien mit Schadstoffen verwendet
wurden. Faustregel: Vor 1920 und ab 2000 ist sehr wahrscheinlich
nicht mit nennenswerten Schadstoffbelastungen zu rechnen. Muss man
also beim Kauf einer Immobilie immer einen Schadstoffgutachter
mitnehmen? Naja: Wie sehen denn Schadstoffe aus? Wo sucht Ihr bei
einer Besichtigung danach? Hier ist Michael Wachotsch gerne „ein
guter Bekannter“, der sich bei einer Besichtigung unauffällig
umsieht. Ob so eine Begleitung unverzichtbar ist, klären wir
natürlich auch. In einem Exkurs erfahren wir ebenso, dass das Thema
„Asbest“ gar nicht ein so uralter Hut und eine längst ausgestandene
Belastung ist – im Gegenteil. Auch spannend: Welche Unterschiede
bestehen eigentlich bei Bauschadstoffen zwischen Ost und West?
Welche Republik hat sich gefährlichere Experimente geleistet? Wer
war blauäugiger im Umgang mit neuartigen Baumaterialien? In fast 80
Minuten tauchen wir in ein packendes Thema ein und erfahren neben
einigen chemischen Fachbegriffen für Kleber und Holzschutzmitteln
(die man auch schnell wieder vergessen darf) interessante
Begebenheiten aus 30 Jahren Berufserfahrung: Von Betten, die wach
machen und Fußböden, die buchstäblich zum Umfallen sind. Wir fragen
außerdem: Gibt es eigentlich Schadstoffe, die heute noch arglos bei
Renovierungen verarbeitet werden und die man besser meiden sollte?
Wir klären sogar, woher mancher Wein einen korkigen Geschmack
bekommen kann. Wer mehr wissen möchte, kann sich auf der
umfangreichen Webseite von unserem Schadstoffsachverständigen
Michael Wachotsch umschauen – und bei Fragen einfach anrufen!
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