Untersuchungen zum Einfluss von Vitamin C und Epigallocatechin Gallat in Kombination mit Lactoferrin auf die Zahngesundheit bei der Katze

Untersuchungen zum Einfluss von Vitamin C und Epigallocatechin Gallat in Kombination mit Lactoferrin auf die Zahngesundheit bei der Katze

vor 21 Jahren
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Beschreibung

vor 21 Jahren
In der vorliegenden Arbeit wurde erstmals der Einfluss von Vitamin
C (in Form von Natrium Ascorbyl Monophosphat) und Epigallocatechin
Gallat (EGCG) in Kombination mit Lactoferrin (LF) auf die
Zahngesundheit der Katze untersucht. Dazu erhielten in einem
verblindeten Fütterungsversuch jeweils 9 Katzen in der ersten
Versuchsphase von 4 Wochen ein mit Vitamin C (50 mg/kg Körpermasse)
bzw. in einer zweiten vierwöchigen Versuchsphase ein mit EGCG in
Kombination mit Lactoferrin (je 6,6 mg/kg Körpermasse) versetztes
Futter. Zum Vergleich wurde jeweils 9 Katzen parallel ein
Kontrollfutter verabreicht. Um die Wirkung des Futters auf die
Zahngesundheit beurteilen zu können, wurde die Gingiva, die Tiefe
des gingivalen Sulcus, die Plaque- und Zahnsteinbildung sowie
Mobilität und Furkation an Zähnen und Parodont mittels Indizes
beurteilt. Weiter wurde die Halitosis gemessen und exemplarisch die
bakterielle Flora der Maulhöhle von je 2 Katzen aus Kontroll- und
Wirkstoffgruppe beurteilt. Zusätzlich wurde die antibakterielle
Wirkung der Substanzen in vitro getestet und alle 4 Wochen der
Einfluss von Vitamin C und EGCG in Kombination mit Lactoferrin auf
den antioxidativen Status der Tiere überprüft. Durch die Fütterung
von Vitamin C konnte im Durchschnitt keine Beeinflussung des
Geruchs der Atemluft, des Gingivitisindex sowie des Mobilitäts- und
Furkationsindex festgestellt werden. Sondierungstiefe und
Zahnsteinindex verbesserten sich nur gerringgradig. Für den
Plaqueindex ergab sich allerdings durch die Fütterung von Vitamin C
eine signifikante Verbesserung im Vergleich zur Kontrollgruppe, die
sich in der deutlich geringeren Plaqueakkkumulation bei der Vitamin
C-Gruppe zeigte. EGCG in Kombination mit Lactoferrin bewirkte keine
Veränderung des Geruchs der Atemluft sowie des Furkations- und
Mobilitätsindex. Plaque- und Zahnsteinindex waren nur geringgradig
niedriger im Vergleich zur Kontrollgruppe. Signifikante
Unterschiede ergaben sich beim Gingivitisindex und der
Sondierungstiefe. Der Gingivitisindex verringerte sich innerhalb
von 4 Wochen deutlich bei der EGCG/LF-Gruppe und die
Sondierungstiefe war im Vergleich zur Kontrollgruppe am Ende der
Versuchsphase des EGCG/LF-Versuchs bei der Wirkstoffgruppe deutlich
niedriger. In der Zusammensetzung der oralen Bakterienflora ergaben
sich innerhalb der 4 Wochen bei keiner der Katzen wesentliche
Veränderungen. Die in vitro-Versuche bestätigten bei allen
Substanzen deutlich ihre antibakterielle Aktivität. Vitamin C sowie
EGCG in Kombination mit Lactoferrin beeinflussten den
antioxidativen Status nicht. In der vorliegenden Studie wurde somit
gezeigt, dass Vitamin C und EGCG in Kombination mit Lactoferrin
einen positiven Effekt auf die Zahngesundheit der Katze ausübten.
Dieser Effekt machte sich bei Vitamin C hauptsächlich durch die
deutlich verminderte Plaqueakkumulation und bei EGCG in Kombination
mit Lactoferrin vor allem durch den verbesserten Zustand der
Gingiva bemerkbar.
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