Charakterisierung von Proteinen und Untersuchung des IGF-Systems im Eberseminalplasma

Charakterisierung von Proteinen und Untersuchung des IGF-Systems im Eberseminalplasma

vor 22 Jahren
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Beschreibung

vor 22 Jahren
Die Vorhersage der Fertilität und die Aufklärung von Zusammenhängen
zwischen der Befruchtungsfähigkeit und Parametern im Organismus ist
in der Reproduktionsmedizin ein zentrales Anliegen, um eine
effizientere Selektion hochfertiler Tiere zu erreichen. Das
Seminalplasma wurde als geeigneter Parameter zur Beurteilung der
Fertilität identifiziert, da die positive Beeinflussung der
Spermienmotilität und die Vorverlegung der Ovulation durch
Seminalplasma nachgewiesen wurde. Diese Arbeit hatte das Ziel
anhand verschiedener Pietrainebergruppen und Hybridebergruppen
einerseits Komponenten des IGF-Systems im Eberseminalplasma zu
identifizieren und ihren Einfluss auf die Fertilität zu überprüfen,
andererseits mittels der Proteomics-Technik das komplexe
Proteingemisch im Eberseminalplasma zu analysieren. Es wurde das
Vorhandensein von IGF-I/II im Eberseminalplasma nachgewiesen, ein
Zusammenhang mit der Fertilität bestand nicht. Die Untersuchung der
IGFBP-Aktivität ergab beim Vergleich der verschiedenen
Pietrainebergruppen signifikante Unterschiede in der relativen
Intensität der IGFBP-Banden, die Hybrideber bestätigten diese
Ergebnisse nicht. Um eine möglichst einfache, nicht radioaktive
Testung dieser IGFBP-Aktivität zu ermöglichen, war es nötig, zu
ermitteln, um welche IGFBPs es sich bei diesen Banden handelte. In
einer Seminalplasmaprobe wurde IGFBP-5 mittels MALDI-MS
identifiziert. Ein Western-Blot mit gegen IGFBP-5 generierten
Antikörpern wäre ein effektives Verfahren zur Ermittlung der
IGFBP-5-Aktivität im Eberseminalplasma. Die Nutzung der
Proteomics-Technik zur Darstellung des Proteinmusters im
Eberseminalplasma erwies sich als problematisch, da eine vertikale
Streifung und die starke Intensität einzelner Spots die
Identifizierung erschwerte. Es wurden mittels MALDI-TOF-TOF PSP-I
und b-Mikroseminoprotein identifiziert.Um möglicherweise von PSP-I
maskierte Proteine geringerer Intensität darstellen zu können, war
es nötig, den PSP-I Gehalt vor der 2D-Gelelektrophorese zu
verringern. Antikörper, die gegen zwei Hauptisoformen des PSP-I
generiert wurden, zeigten hohe Titer gegen PSP-I und waren auch in
der Lage natives PSP-I zu erkennen. Damit ist die
affinitätschromatographische Abreicherung von PSP-I möglich und
dadurch die Verbesserung der Trennleistung, so dass die
2D-Gelelektrophorese zur Identifizierung positiv wirksamer
Proteinkomponenten im Seminalplasmas effizient genutzt werden kann.
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