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  4. Generation Schuldgefühl | Von Roland Rottenfußer
Ein Standpunkt von Roland Rottenfußer.

In einem Vortrag erklärt der Künstler und Buchautor Raymond
Unger, wie eingebildete Handlungsoptionen in der Klimafrage zu
Hypermoralismus führen.

Sich schuldig fühlen — das ist eigentlich eine unangenehme Sache.
Man sollte annehmen, dass Menschen versuchen, dieses Gefühl
möglichst zu vermeiden. Manchmal hat man jedoch den Eindruck,
dass viele Zeitgenossen sich geradezu darum reißen, Schuld zu
übernehmen. Ob es die mit Corona-Patienten überfüllte
Intensivstation ist, der hilflos auf einer Eisscholle treibende
Eisbär, ob es das Leid der ukrainischen Bevölkerung ist oder das
der Opfer lange zurückliegender Taten der Nazis — immer bin „ich“
es, der sich dafür verantwortlich zu fühlen hat. Wo ich nicht
selbst der Täter war, habe ich die Tat vielleicht zugelassen —
oder ich gehöre einem Täterkollektiv an. Speziell innerhalb des
Lagers, das sich grün, links oder woke nennt, ist geradezu eine
Art Schuldhabsucht festzustellen. Zu tun hat dies auch mit der
speziellen seelischen Prägung der Babyboomer-Generation. In
unserer Kindheit lernen wir leider eine Menge nutzloser und
schädlicher Dinge: sich minderwertig fühlen, übermäßige
Identifikation mit Autoritäten oder angemaßte Handlungsoptionen,
die wir in Wahrheit gar nicht haben. Mit der jetzt dominierenden
Generation wurde ein kollektives psychisches Störungsmuster nun
auch politisch zum Problem. Denn natürlich wollen
Nachkriegskinder jene Schuldgefühle, die sie ohne wirkliche
Notwendigkeit auf sich genommen haben, irgendwann auch wieder
loswerden. So werden sie zu Hypermoralisten, zu Chefanklägern
ihrer Mitmenschen. In einem öffentlichen Vortrag legte Raymond
Unger diese destruktive Psychodynamik bloß. Wer sie versteht,
wird künftig nicht mehr so leicht zu manipulieren sein.

... hier weiterlesen:
https://apolut.net/generation-schuldgefuehl-von-roland-rottenfusser

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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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