Hochmoor Mürmes

Hochmoor Mürmes

Ein alter Maarkessel südlich von Schalkenmehren birgt ein einzigartiges Areal einer Natur- und Kulturlandschaft abseits der klassischen Touristenziele der Vulkaneifel. Hier sollte ein jeder hin, der die Vegetation,
3 Minuten

Beschreibung

vor 5 Jahren

Ein alter Maarkessel südlich von Schalkenmehren birgt ein
einzigartiges Areal einer Natur- und Kulturlandschaft abseits der
klassischen Touristenziele der Vulkaneifel. Hier sollte ein jeder
hin, der die Vegetation, die Tiere und die Landschaft der
Vulkaneifel hautnah erleben möchte, ohne einem Menschen zu
begegnen. Der nördliche Zugang über eine Autobahnbrücke der A1
lässt kaum erahnen, dass nur wenige Schritte vom Lärm und Abgas
der Fernstraße, durch einen natürlichen Wall geschützt, diese
atemberaubend stille Landschaft liegt.
Heute zeigt sich eine weite Flachmoorlandschaft, die eine große
Anzahl seltener Pflanzen, wie dem Sonnentau und anderen
Moorpflanzen, eine Heimat bietet. Vögel sind zu beobachten und in
dämmrigen Stunden Rotwild, Wildschwein, Hase u. v. m. Dabei hat
dieser Kessel mehrere Wandlungen hinter sich. Mit Ausgang des
Mittelalters wurde ein Großteil mit einem Damm abgetrennt, um ein
Gewässer aufzustauen, in dem Fische für die Tafeln der Kurfürsten
von Trier gewonnen wurden. Im 19. Jahrhundert gewann man aus den
meterhohen Torfschichten Brennstoff. Erst in jüngerer Zeit wurde
dem Flachmoor wieder Raum gegeben. Der Besucher hat die
Möglichkeit, an einer Plattform mit zahlreichen aufbereiteten
Informationen zu Pflanzen und Tieren möglichst schadlos in die
Landschaft einzutauchen. Aus dem Mürmes speist sich ein Teil des
kleinen, bei Ellscheid entspringenden Mürmesbachs, der zwischen
Udler und Saxler in den Alfbach mündet.


50°09’01.9″N 6°53’51.4″E


(Sie auch Podcast Bäche der Eifel)


Der Beitrag Hochmoor Mürmes erschien zuerst auf Institut
Denkunternehmung.

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