Žižek versus Peterson – Gedanken zu einem intellektuellen Massenevent

Žižek versus Peterson – Gedanken zu einem intellektuellen Massenevent

1 Stunde 48 Minuten
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Beschreibung

vor 5 Jahren
Das meiste ist zur Auseinandersetzung von Slavoj Žižek und Jordan
Peterson gesagt und geschrieben worden. Wir schließen mit einem
Gespräch an. Dabei sind wir zunächst begeistert darüber, wie absurd
idas Format war: Keiner wusste, was das Thema sein sollte. Peterson
durfte deshalb das Kommunistische Manifest widerlegen, um später
herauszufinden, dass Žižek gar kein Marxist ist. Wir versuchen also
zunächst zu rekonstruieren, was das Thema war. Politisch und
philosophisch ließ sich jedenfalls nicht allzu viel Neues lernen.
Faszinierender scheint uns eine fast freundschaftliche Einmütigkeit
zu sein, die sich gegen Ende der verworrenen Debatte einstellte.
Teilen die linke Ideologiekritik und das konservative
Autonomiestreben vielleicht eine Intuition? Lassen sie sich beide
als Kritiker einer Bezugslosigkeit verstehen, die unsere Zeit
prägt? Eine Entfremdung, die dem einen als ideologische
Vereinzelung, dem anderen als larmoyante Verantwortungslosigkeit
erscheint. Und wenn ja, was wäre davon zu halten? Eine zweite Frage
betrifft die boxkampfartige Stimmung während der Diskussion. Ein
aufgeheiztes Publikum, das seine Champions beklatschte, den Gegner
auslachte, dazwischen rief. Erleben wir hier einen Wandel der
Publikumsrolle? Die Rückkehr des vital pöbelnden Zuschauerraums,
der solange von der bürgerlichen Kontemplation unterdrückt wurde?
Für das Gespräch über Gesellschaft bedeutet das immerhin, dass es
wieder um etwas geht. Fortschritt!

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