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SG #170: Kinderbetreuung in Deutschland

SG #170: Kinderbetreuung in Deutschland

Slow German vor 8 Jahren
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In Deutschland werden viele Kinder von klein auf von Erziehern
betreut. Erzieher sind Menschen, die sich beruflich um Kinder
kümmern. Sie haben gelernt, sie zu betreuen, sie zu fördern und sie
zu unterstützen. Viele Kinder in Deutschland haben keine
Geschwister oder nur einen Bruder oder eine Schwester. Daher ist es
gut, wenn sie mit anderen Kindern in Berührung kommen. So lernen
sie, wie wir Menschen miteinander umgehen. Ganz kleine Kinder kann
man in einer Krippe anmelden. Eine Krippe ist für Kinder unter drei
Jahren gedacht. Meistens starten Kinder mit einem Jahr in der
Krippe - manche aber auch schon mit drei Monaten. Wenn ein Baby neu
in die Krippe kommt, gibt es eine Phase der Eingewöhnung. Die
Mutter oder der Vater ist mit dabei. Jeden Tag. Erst nach und nach
verlassen die Eltern den Raum für ein paar Minuten, später länger,
bis sie ganz weggehen. Das ist für beide Seiten oft keine einfache
Sache! Bei mir und meinem Sohn hat es vier Wochen gedauert. Aber
dann hat es uns beiden wirklich gut getan. Wer sein Kind nicht in
eine Krippe geben möchte, kann sich auch eine Tagesmutter suchen.
Das sind Frauen, die bis zu fünf Kinder bei sich zu Hause betreuen.
Sie haben eine spezielle Ausbildung und werden auch kontrolliert.
Ab drei Jahren können Kinder dann in den Kindergarten gehen. Das
letzte Jahr des Kindergartens nennt man Vorschule - hier werden die
Kleinen schon auf die Schule vorbereitet. Es gibt auch
Einrichtungen, die KiTa heißen. Kindertagesstätte. Hier werden
Kinder von 0 bis 6 Jahren betreut.Mit 6 Jahren beginnt die
Schulpflicht - und die ersten Schuljahre sind noch sehr locker. Da
gehen die Kinder pro Tag vier bis fünf Schulstunden in die
Grundschule. Eine Schulstunde dauert 45 Minuten. Es kann also sein,
dass das Kind um halb zwölf schon wieder fertig ist mit der Schule.
Da ist es schwierig, wenn beide Eltern arbeiten! Also gibt es auch
für Schulkinder eine Betreuung. Mein Kind geht beispielsweise in
ein Tagesheim. Diese Einrichtung ist direkt in der Schule
untergebracht. Nach dem Unterricht essen die Kinder zusammen und
spielen, und sie machen Hausaufgaben. Betreut werden sie von
gelernten Erziehern. Die Kinder sind in einer Gruppe mit
Gleichaltrigen untergebracht. Andere Kinder gehen in eine
Mittagsbetreuung, auch hier wird gegessen und gespielt. Betreut
werden sie dann aber meist von anderen Eltern oder von ungelernten
Kräften.Wieder andere Kinder gehen in einen Hort. Dort sind auch
Erzieher für die Betreuung zuständig - aber die Kinder aller
Altersstufen sind zusammen. Wichtig sind solche Einrichtungen auch
für die Ferien. Denn deutsche Kinder haben 14 Wochen Ferien - so
viel Urlaub hat kein Angestellter. Mancherorts gibt es auch
Ganztagsschulen, das ist aber in Deutschland noch nicht sehr
verbreitet. Nur drei Bundesländer haben die Ganztagsschule
eingeführt.Eigentlich klingt das alles sehr gut, oder? Leider ist
es nicht ganz so toll: In München zum Beispiel gibt es kaum Plätze
in Kindergärten oder Horten. Es gibt zu wenige Plätze für zu viele
Kinder. Wir haben 25 Absagen bekommen und sind schließlich aus der
Innenstadt weggezogen, weil es keine Kinderbetreuung gab. Das ist
ein großes Problem für viele Eltern. Die Einrichtungen sind
übrigens zum großen Teil städtisch, sie werden also von der Stadt
bezahlt. Einen Teil zahlen die Eltern pro Monat, das ist vor allem
Geld für das Essen. Für ein Kind sind es ungefähr 150-200 Euro pro
Monat. Es gibt aber auch private Träger. Das sind Firmen, die sich
auf Kinderbetreuung spezialisiert haben. Dort kann ein Platz auch
1300 Euro für ein Kind kosten! Es hat dann aber Yoga und Englisch…
Text der Episode als PDF:
https://slowgerman.com/folgen/sg170kurz.pdf
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„SG #170: Kinderbetreuung in Deutschland“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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