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SG #171: Glashütte Uhren

SG #171: Glashütte Uhren

Slow German vor 8 Jahren
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Heute erzähle ich Euch eine Geschichte, die vor langer Zeit begann.
1845 ging es den Menschen in Sachsen schlecht. Vorher hatten sie
vor allem vom Silber in der Region gelebt - aber es wurde immer
weniger Silber gefunden. Also hatte Ferdinand A. Lange in der Stadt
Glashütte eine Idee: Er gründete ein Uhrenunternehmen. Die Kunst
der Uhrmacherei kannte er aus Frankreich, England und der Schweiz.
Copyright: NOMOS Glashütte Die sächsische Landesregierung half ihm:
Sie ermöglichte den Bergarbeitern und Strohflechtern eine
Ausbildung zum Uhrmacher. Schon bald wurde der Ort Glashütte in
Sachsen berühmt für seine edlen, hochwertigen und vor allem
handgemachten Uhren. So etwas kannte man sonst nur aus der Schweiz.
Glashütte wurde zu einer Uhrenstadt. Während des Zweiten Weltkriegs
mussten Uhrmacher auch Dinge herstellen, die für den Krieg wichtig
waren - also bauten sie zum Beispiel Zeitzünder. Nach dem Krieg
wurden die Uhrenfirmen in Glashütte enteignet und verstaatlicht.
Sie gehörten also fortan dem Staat, denn in der DDR galt der
Sozialismus. Alle Betriebe, die in Ostdeutschland Uhren
herstellten, wurden zu einem großen Betrieb zusammengefasst. Dann
kam 1990 die Wiedervereinigung, und der staatliche Uhrenbetrieb
wurde wieder in die freie Wirtschaft eingegliedert. Verschiedene
Firmen aus Glashütte stehen weiterhin für traditionelles
Uhrhandwerk:"Mühle Glashütte" ist eine Firma, die seit 1869 in
Familienbesitz ist. Gegründet wurde sie von Robert Mühle. Er hatte
in der Uhrmacherschule in Glashütte sein Handwerk gelernt. Der
„Glashütter Uhrenbetrieb" ist das, was vom DDR-Betrieb übrigblieb:
Die Arbeiter schlossen sich zusammen und begannen, die neu-alte
Marke wieder herzustellen. Sie bauten Uhren unter dem Markennamen
"Glashütte Original". Und dann? Dann wurde der "Glashütter
Uhrenbetrieb" von dem Schweizer Unternehmen Swatch gekauft.
Copyright: NOMOS Glashütte "Nomos Glashütte" wurde erst 1990
gegründet und dementsprechend modern sind auch die Uhren.Und was
wurde aus den "A. Lange & Söhne"-Uhren? Sie gibt es heute
wieder, nachdem es 1990 eine Neugründung der Marke gab. Schön ist,
dass die Uhren auch heute noch klassisch aussehen. Natürlich wurden
sie weiterentwickelt, aber es sind edle Uhren, die sich viele
Männer in Deutschland wünschen. Wenn Ihr mal nachschaut werdet Ihr
sehen, dass manche dieser Uhren 150.000 Euro kosten. Würdet Ihr so
viel Geld für eine Uhr ausgeben? Viele Menschen tun das, denn eine
Uhr ist und bleibt ein Statussymbol. Ob es die berühmte Rolex ist
oder eine Glashütte Uhr, das könnte viel über den Träger aussagen,
oder? Egal wie teuer eine Uhr aber ist, eines kann sie nicht: Sie
kann uns nicht mehr Zeit verschaffen für all die Dinge, die wir
noch gerne in unserem Leben tun würden.Text der Episode als PDF:
https://slowgerman.com/folgen/sg171kurz.pdf
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„SG #171: Glashütte Uhren“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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