SG #182: Deutsche Berge und Gebirge
Ich wohne in München. München liegt im Süden von Deutschland. Wenn
ich von hier aus eine Stunde mit dem Auto fahre, bin ich mitten in
den Bergen. Genauer gesagt in den Alpen. Die Alpen sind ein sehr
hohes Gebirge. Es gibt kein Gebirge in Europa,
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Beschreibung
vor 6 Jahren
Ich wohne in München. München liegt im Süden von Deutschland.
Wenn ich von hier aus eine Stunde mit dem Auto fahre, bin ich
mitten in den Bergen. Genauer gesagt in den Alpen. Die Alpen sind
ein sehr hohes Gebirge. Es gibt kein Gebirge in Europa, das höher
ist. Ein Gebirge ist eine Landschaft mit vielen Bergen. Berge
sind sehr hoch. Niedrigere Erhebungen nennt man Hügel. Unterhalb
der hohen Berge befinden sich oft Täler. Ein Tal ist ein tiefer
liegendes Gelände zwischen Bergen oder Hügeln.
Die Alpen sind 1200 Kilometer lang und 150 bis 250 Kilometer
breit. Wer von München aus nach Süden fährt, kommt erst in die
deutschen Alpen, dann in die österreichischen Alpen und
schließlich sogar nach Italien. Und das sind nur drei der acht
Länder, durch die diese Bergkette führt.
Aber bleiben wir bei den deutschen Bergen. Berge haben Gipfel.
Ein Gipfel ist der höchste Punkt des Berges. Auf dem Gipfel steht
fast immer ein Gipfelkreuz, also ein hohes Holzkreuz, das den
höchsten Punkt des Berges markiert. Deutschlands höchster Berg
ist die Zugspitze. Sie ist 2962 Meter hoch. Man kann mit einer
Bahn bis nach oben und natürlich auch wieder nach unten fahren.
Das kostet für eine Familie mit einem Kind 121 Euro. Oben ist es
kalt, man muss also unbedingt eine warme Jacke mitnehmen. Die
Zugspitze ist ein Berg, der genau auf der Grenze zwischen
Österreich und Deutschland liegt. Der höchste Berg, der ganz in
Deutschland liegt, ist der Watzmann. Er ist 2713 Meter hoch.
Hier könnt Ihr kurz mit der Bahn auf die Zugspitze fahren:
https://youtu.be/8tztlrIzlyU
Die höchsten Berge Deutschlands sind alle am südlichen Rand von
Bayern gelegen, also dort wo die Grenze zwischen Deutschland und
Österreich verläuft. Die Gipfel haben teilweise lustige Namen.
Zum Beispiel Biberkopf, Großer Hundstod oder Hochvogel. Wer gerne
in die Berge geht und sie aus sportlichem Interesse besteigt, der
ist ein Bergsteiger. Ein Bergsteiger hat viel Erfahrung und muss
auf dem Berg auch klettern oder manchmal gefährliche Wege gehen.
Wer lieber nur zu Fuß und ohne Gefahr in den Bergen spazieren
geht, der ist ein Bergwanderer.
Manche Gebirge haben eine Hochebene. Das heißt, dass hoch oben
auf dem Berg ein Bereich ist, auf dem man in der Ebene spazieren
gehen kann. Es geht also nicht bergauf und nicht bergab.
Besonders schön finde ich auch Gratwanderungen. Da spaziert man
hoch oben eine Kante entlang. Und das Beste an den Alpen sind
ihre Hütten. Es gibt viele Holzhäuser in den Alpen. Hier kann ich
zum Beispiel ein Bier oder eine Limo trinken und mich vom
Aufstieg erholen. Ich kann einen Kaiserschmarrn oder Würstchen
essen und mich stärken. Es gibt auch Hütten, auf denen ich die
Nacht verbringen kann. Zum Beispiel in einem Matratzenlager. Das
ist ein großer Raum, in dem viele Menschen auf einmal schlafen
können. Diese Hütten sind wichtig, weil das Wetter in den Bergen
oft sehr schnell wechseln kann. Man sagt dann, das Wetter schlägt
um. Es kann sein, dass ein Sturm aufzieht, ein Gewitter. Dann
suchen die Wanderer und Bergsteiger Schutz in einer Hütte und
warten, bis sich das Wetter beruhigt hat.
Die Alpen sind aber nicht die einzigen Gebirge in Deutschland.
Die deutschen Mittelgebirge sind der Harz, das Erzgebirge, das
Fichtelgebirge, der Hunsrück und der Bayerische Wald. Wer sich
eine Karte von Deutschland ansieht, dem wird auffallen, dass die
unteren zwei Drittel, also im Süden, gebirgig sind. Das nördliche
Drittel Deutschlands ist eher flach.
Noch ein paar Sätze zu den Bergsteigern in Deutschland. Die
Zugspitze wurde 1820 zum ersten Mal bestiegen, der Watzmann sogar
schon 1799. Der bekannteste Bergsteiger in Europa ist Reinhold
Messner. Er stammt aus Südtirol. Er war der erste Mensch, der
alle 14 Berge, die über 8000 Meter hoch sind, bestiegen hat –
ohne zusätzlichen Sauerstoff. Den Namen Luis Trenker kennt hier
auch fast jeder. Trenker stammte aus Österreich und drehte viele
schöne Filme über die Alpen. Er ist 1990 verstorben. Noch zwei
Namen: Thomas und Alexander Huber sind Extremkletterer – sie
klettern ohne angeseilt zu sein. Darüber wurde ein toller Film
gedreht, er heißt „Am Limit“:
Text der Episode als PDF:
https://slowgerman.com/folgen/sg182kurz.pdf
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