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Nachhaltigkeit und Klimawandel – SG #202

Nachhaltigkeit und Klimawandel – SG #202

Slow German vor 6 Jahren
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Ich weiß, dass Slow German auf der ganzen Welt gehört wird. Das
freut mich sehr. Du weißt sicher, dass der Klimawandel fast nicht
mehr aufzuhalten ist. Er wird das Leben auf der Erde stark
verändern. Und weil wir alle zusammen nun dafür sorgen müssen, dass
unsere Erde auch für unsere Kinder und Enkel bewohnbar bleibt,
möchte ich heute über die Dinge sprechen, die jeder einzelne von
uns tun kann. Was meinst Du - hast Du Lust, mitzumachen? Überdenke
Dein Leben und versuche eine Kleinigkeit zu verbessern. Das reicht
schon! Fangen wir an mit der Müllvermeidung. Bei uns sind die
Mülltonnen immer sehr voll. Und ich bringe viel Plastikmüll zum
Container. Wie kann ich das ändern? Ich versuche schon beim Einkauf
darauf zu achten, wie Dinge verpackt sind. Ich versuche,
Plastikverpackungen zu vermeiden. Zum Beispiel kaufe ich festes
Shampoo und Zahnputz-Tabletten. Beide sind in Papier verpackt. Ich
kaufe Tomaten unverpackt und nehme meine eigenen kleinen Netze mit,
um sie zu transportieren. Und ich kaufe Dinge im Laden, anstatt sie
mir schicken zu lassen - so wird auch Verpackungsmüll und
Transport-Energie gespart. Ganz wichtig: Nur so viel kaufen, wie
wir auch brauchen. So landen nicht so viele Lebensmittel im Müll.
Denn diese wurden mit viel Energie hergestellt und transportiert,
also sollen sie nicht im Müll landen. Ich habe übrigens immer eine
kleine Stofftasche dabei, wenn ich einkaufen gehe. So vermeide ich
Plastiktüten für den Transport. Nächster Punkt: Der Konsum. Es
macht Spaß, Dinge zu kaufen. Das ist für viele Menschen so. Wir
denken oft nicht darüber nach. Frust in der Arbeit? Shoppen gehen
ist für manche Menschen die Lösung. Das sollte nicht so sein. Wir
sollten überlegen, was wir kaufen. Ich habe begonnen, Dinge wieder
zu reparieren, wenn sie kaputt sind. Früher habe ich sie
weggeworfen. Ich teile mir auch Dinge - zum Beispiel die
Heckenschere. Früher hätte ich meine eigene gekauft. Überlege Dir
vor dem Kauf, ob Du die Dinge wirklich brauchst, und versuche,
weniger zu kaufen. Ist es unbedingt nötig, alle zwei Jahre ein
neues Handy zu haben? Nein. Das hat uns nur die Werbung so gesagt.
Beim Energie sparen macht die Sache schon fast Spaß: Ich versuche
jedes Jahr, weniger Strom zu verbrauchen. Denn in Deutschland kommt
viel Strom noch aus Kohlekraftwerken, und die sind für das Klima
schädlich. Ich beziehe zwar Ökostrom, also Strom der aus
regenerativen Energien wie Wind und Sonne kommt, aber trotzdem geht
es ums Sparen. Mach das Licht aus, wenn Du einen Raum verlässt.
Kaufe Dir LED-Lampen, die viel weniger Strom brauchen als
Glühbirnen. Und wenn Du das nächste Mal einen Kühlschrank oder ein
anderes Gerät kaufst achte darauf, dass es wenig Strom verbraucht.
Vielleicht kannst Du auch Deine Wäsche in der Wohnung oder im
Garten aufhängen, anstatt einen Trockner zu benutzen. Das spart
sehr viel Strom! Gehe durch Deine Wohnung und überprüfe, wo Strom
verschwendet wird. Zum Beispiel durch Standby-Geräte. Viele Geräte
sind nie ganz aus, sondern auf Standby. Auch das verbraucht Strom.
Bei uns hängen diese Geräte an einer abschaltbaren Steckerleiste.
Wenn sie aus sind, sind sie aus. Auch der Computer wird
ausgeschaltet, statt die ganze Nacht auf Standby zu sein. Am
schwierigsten finde ich es, mein Verhalten zu ändern, was den
Verkehr angeht. Aber genau hier geht es um die sogenannte
CO2-Bilanz und den Klimawandel. Wir sollten weniger unterwegs sein.
Vor allem weniger fliegen. Ich werde versuchen, dieses Jahr gar
nicht zu fliegen - oder sehr wenig. Ich werde mehr mit der Bahn
fahren. Auch versuche ich, seltener mit dem Auto zu fahren. Kleine
Strecken gehe ich zu Fuß oder fahre mit dem Fahrrad, auch wenn das
länger dauert und bei schlechtem Wetter unbequem ist. Ich versuche,
öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Kannst Du das auch
probieren? Kannst Du versuchen, weniger zu fliegen oder weniger mit
dem Auto zu fahren? Das wäre toll! Drei Punkte habe ich noch für
Dich. Einer davon sind Bio-Produkte. Ich weiß nicht, wie es in
Deinem Land ist, aber in Deutschland kann man mittlerweile überall
Bio-Produkte kaufen. Darüber gab es auch eine Slow German-Episode.
Bei der Herstellung von Bio-Produkten werden keine Pestizide und
kein Kunstdünger eingesetzt. Das ist nicht nur besser für die
Umwelt und das Klima, sondern auch für Deine Gesundheit! Genauso
wichtig finde ich es, regional zu kaufen und saisonal. Das bedeutet
für mich hier in Deutschland: Im Winter esse ich keine Erdbeeren,
weil sie von weit her mit dem Flugzeug gebracht werden müssen. Ich
kaufe die Dinge, die es hier gerade gibt. Natürlich nicht nur, denn
sonst wäre die Ernährung im Winter schlimm in den kalten Ländern.
Aber wenn ich die Wahl habe zwischen Zwiebeln aus Deutschland und
Zwiebeln aus Ägypten oder Kolumbien, nehme ich die aus Deutschland,
weil sie nicht so einen weiten Weg hatten. Und der letzte Punkt:
Wir sollten alle weniger Fleisch essen. Für viele Deutsche ist es
normal, jeden Tag Fleisch und Wurst zu essen. Aber genau das ist
schlecht, weil die Herstellung von Fleisch besonders viel Energie
braucht. Vom Wohl der Tiere ganz zu schweigen. Daher versuchen wir
in der Familie, nur noch 2 Mal pro Woche Fleisch zu essen, und dann
auch nur wenig und von guter Qualität. Wir genießen es. Ansonsten
essen wir vegetarisch. Na, was meinst Du: Kannst Du irgendetwas von
diesen Dingen in Deinem Leben umsetzen? Es muss kein vollständiger
Wandel sein. Du sollst auch weiter Dinge genießen. Aber versuche
nachzudenken. Was kannst Du in Deinem Leben ändern, damit es für
die Erde besser ist? Tu es! Auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist.
Wir müssen zusammenhalten. Vielleicht hast Du noch mehr Ideen?
Schreib gerne in die Kommentare! Text der Episode als PDF:
https://slowgerman.com/folgen/sg202kurz.pdf
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„Nachhaltigkeit und Klimawandel – SG #202“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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