Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche
  1. Startseite
  2. Podcasts
  3. Slow German Podcast
  4. Corona / Covid-19 in Deutschland – SG #208
Corona / Covid-19 in Deutschland – SG #208

Corona / Covid-19 in Deutschland – SG #208

Slow German vor 6 Jahren
Zu Sammlung hinzufügen

Du hast noch keine Sammlungen.

Herunterladen (rechte Maustaste) Teilen Fundstellen Kommentare
0:00
10:56
Ende Januar wurde ein Mann in München krank. Es war ein 33-jähriger
Mann der bei der Firma Webasto arbeitete. Dieser Mann war der erste
bestätigte Fall von Covid-19 in Deutschland. Danach wurden weitere
Mitarbeiter dieser Firma getestet - viele landeten im Krankenhaus.
Die Firma wurde geschlossen und alle Mitarbeiter mussten zwei
Wochen in Quarantäne. München war also der erste Hotspot der neuen
Krankheit in Deutschland. Eine Frau aus China hatte die Mitarbeiter
bei einer Schulung angesteckt. Man kann in der deutschen Sprache
übrigens das Virus sagen und der Virus. Aber weiter in der kleinen
Chronologie. Ende Februar waren nur so wenige Menschen erkrankt,
dass die Gesundheitsämter eine gute Strategie anwenden konnten: Sie
isolierten alle Menschen, die mit einem Kranken in Kontakt gekommen
waren. So breitete sich die Krankheit erstmal nicht aus. Aber dann
passierte etwas in Deutschland. Und zwar der Fasching. Jedes Jahr
im späten Winter feiern die Menschen Fasching. Und diejenigen, die
Fasching blöd finden, freuen sich dennoch über die Faschingsferien.
Dann fahren sie zum Beispiel gerne nach Österreich oder Italien zum
Skifahren. Fasching und Skifahren - zwei Situationen, in denen
viele fremde Menschen sehr eng aufeinandertreffen. Nach den
Faschingsferien jedenfalls gab es viele neu angesteckte Patienten,
vor allem in Bayern und Nordrhein-Westfalen. Freitag der 13. März:
Die Schulen werden geschlossen An Freitag den 13. März erinnere ich
mich noch gut. Das passt, denn Freitag der 13. gilt als Tag voller
Pech und Unglück. An diesem Tag gab der bayerische
Ministerpräsident Markus Söder eine Pressekonferenz. Und er
verkündete: Die Schulen und Kindergärten in Bayern werden
geschlossen. Dazu musst Du eines wissen: In Deutschland gibt es das
sogenannte föderale System. Die Bundesländer dürfen viele Dinge
selbst entscheiden. Daher ist es auch in Sachen Corona so, dass es
in jedem Bundesland anders ist. Das ist für die Bürgerinnen und
Bürger oft schwer zu akzeptieren. Hier in Bayern ist es also nun
so: Wir durften zwei Monate lang das Haus nur aus triftigen Gründen
verlassen. Also nur um zum Beispiel zum Einkaufen oder in die
Arbeit zu gehen. Wir durften keine Menschen treffen, die nicht zu
unserem eigenen Haushalt gehörten. Also auch keine Oma, keine
Freunde, keinen Onkel. Alle Großveranstaltungen wie Konzerte oder
Theaterveranstaltungen sind bis Ende August abgesagt. Die Grenzen
waren geschlossen. Beim Einkaufen galt Maskenpflicht und nur
wichtige Läden wie Supermärkte waren offen - alles andere war
geschlossen. Auch Hotels und Restaurants. Ich sage das in der
Vergangenheit, denn wir haben Glück: Da sich die Krankheit nicht
weiter ausgebreitet hat, wurden viele Maßnahmen wieder gelockert.
Manche Kinder dürfen wieder in die Schule gehen, zum Beispiel die
Erstklässler. Die Geschäfte haben wieder geöffnet. Und die
Biergärten freuen sich auch wieder über Gäste. Wie das alles
gesteuert wurde und wird kann ich auch noch kurz erklären. In
Deutschland gibt es das RKI, das Robert-Koch-Institut. Es ist die
Bundesbehörde für Infektionskrankheiten. Ihre Aufgabe ist es, die
Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten und auch zu
forschen. Dieses RKI muss nun also auch Corona im Blick behalten.
Jeden Tag hat es am Anfang der Epidemie über die neuen Zahlen
informiert. Wissenschaftler informieren in Podcasts Weil die
Menschen natürlich verängstigt waren, haben zum Glück auch einige
Wissenschaftler sich dazu bereit erklärt, uns zu informieren und
uns damit die Angst etwas zu nehmen. Zwei Virologen sind
mittlerweile so bekannt wie Popstars: Christian Drosten von der
Charité in Berlin und Alexander Kekulé von der
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Beide sind regelmäßig
in Podcasts zu hören und beantworten dort Fragen zum Virus. Die
Podcasts:Das Coronavirus-Update mit Christian DrostenKekulés
Corona-Kompass Wie gehen die Menschen in Deutschland nun mit der
neuen Situation um? Viele leiden vor allem wirtschaftlich, denn sie
können entweder gar nicht mehr arbeiten oder viel weniger. Ihnen
werden Hilfen vom Staat angeboten, aber es bleibt natürlich eine
Unsicherheit, wie es in Zukunft weitergeht. Schwierig ist auch,
Homeoffice und Homeschooling zu verbinden. Da die Kinder nicht in
die Schule gehen, müssen die Eltern den Unterricht übernehmen.
Videokonferenzen werden von sehr wenigen Schulen angeboten,
Deutschland ist noch nicht sehr digital, was die Bildung angeht.
Auch psychisch ist es natürlich schwer, mit der Situation
klarzukommen. Viele Menschen sind einsam, sie vermissen die
sozialen Kontakte. Es gibt zum Glück viele Hilfsangebote für
Risikopatienten, was zum Beispiel Einkäufe angeht. Manche Menschen
haben tolle Ideen, wie sie die Corona-Zeit nutzen können, um Neues
zu lernen oder anderen zu helfen. Menschen demonstrieren gegen die
Maßnahmen Immer mehr Menschen demonstrieren allerdings auch gegen
die Entscheidungen der Regierung. Sie fühlen ihre Grundrechte
eingeschränkt und wollen nicht länger akzeptieren, dass sie ihr
Leben nicht mehr normal weiterführen können. Als kleine
Einschätzung von mir kann ich sagen: Ich bin gerade sehr froh, in
Deutschland zu leben. Unsere Kanzlerin Angela Merkel ist selbst
Physikerin, sie ist sehr sachlich und lässt sich von
Wissenschaftlern beraten, anstatt auf ihr Gefühl zu hören und
Unwahrheiten zu verbreiten. Die Krankenhäuser haben einen tollen
Job gemacht. Ich finde es wichtig, dass wir vor allem die
Risikopatienten schützen, indem wir selbst dafür sorgen, dass die
Krankheit sich nicht verbreitet. Ich bin froh, dass ich selber
weiterhin arbeiten kann und Geld verdiene - ich habe zum Glück
keine finanziellen Sorgen. Es geht mir gut. Auch wenn durch die
ausgefallene Schule leider kaum Zeit für Slow German bleibt. Ich
hoffe, Du hast Verständnis dafür. Noch kurz die Zahlen: Mitte Mai
gab es in Deutschland insgesamt 175.000 bestätigte Covid-19-Fälle.
150.000 davon sind schon wieder gesund. 7928 Menschen sind an der
Krankheit gestorben. Es ist noch lange nicht vorbei - aber ich
hoffe, es wird immer besser. Wie alle anderen Menschen auf der Welt
warten wir nun auf einen Impfstoff. Ich hoffe, Du bist gesund und
es geht Dir gut. Text der Episode als PDF:
https://slowgerman.com/folgen/sg208kurz.pdf Normalerweise dürfen
diese Sachen nur Premium-Abonnenten sehen - aber bei dieser Folge
mache ich eine Ausnahme. Ich möchte, dass alle das Material sehen
können und damit arbeiten können. Bitte schön, mein kleines
Corona-Geschenk für Dich: Lernmaterial zu dieser Folge
herunterladen Schneller gesprochen? Bitte schön:
Episode melden

„Corona / Covid-19 in Deutschland – SG #208“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

Teilen

Mein Archiv

Deine Privatkopie der Folgen, die du nicht verlieren willst.

Podcast-Folgen verschwinden. Feeds werden auf die letzten Episoden gekürzt, Hoster räumen alte Dateien ab, Formate wechseln den Anbieter und lassen ihr Archiv zurück. Mit „Mein Archiv“ sichert podcast.de die Folgen deiner Podcasts für dich — angefangen bei den ältesten, denn die sind zuerst weg.

  • Deine gesicherten Folgen bleiben hörbar, auch wenn das Original offline geht.
  • Auch Folgen, die im heutigen Feed gar nicht mehr stehen — podcast.de kennt sie noch.
  • Herunterladen bleibt möglich, solange die Folge beim Podcaster liegt. Der zählt seine Abrufe wie bisher.
Startet bald

Sei beim Start von Mein Archiv dabei

Mein Archiv ist fast fertig. Trag dich ein, dann bekommst du eine E-Mail, sobald es losgeht – und bist von Anfang an dabei. Wir schreiben dir nur zum Start, keine Werbung, keine Weitergabe deiner Daten.

Du bekommst zuerst eine Bestätigungsmail. Abmelden geht jederzeit. Datenschutz