Der Humorist Loriot – SG #263
Ich möchte Dir heute etwas erzählen über einen der bekanntesten
Humoristen Deutschlands. Er wäre jetzt 100 Jahre alt, daher ist das
doch eine gute Idee, an ihn zu erinnern, oder?
7 Minuten
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vor 2 Jahren
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Ich möchte Dir heute etwas erzählen über einen der bekanntesten
Humoristen Deutschlands. Er wäre jetzt 100 Jahre alt, daher ist
das doch eine gute Idee, an ihn zu erinnern, oder?
Loriot, eigentlich Bernhard-Viktor genannt „Vicco“ Christoph-Carl
von Bülow, war ein deutscher Humorist, Cartoonist, Regisseur und
Schauspieler. Er wurde am 12. November 1923 in Brandenburg an der
Havel geboren und verstarb am 22. August 2011 am Starnberger
See.
Die Geschichte von Loriot begann in einer Zeit, als Deutschland
sich vom Zweiten Weltkrieg erholte. Er wuchs in bürgerlichen
Verhältnissen auf und entwickelte schon früh eine Leidenschaft
für Humor und Kunst. Nach dem Abitur studierte er Malerei und
Grafik an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg.
Loriots Durchbruch erfolgte in den 1970er- und 1980er-Jahren
durch seine Fernsehsketche und -filme. Die Sketche von Loriot
zeichneten sich durch subtilen, oft absurden Humor aus, der
Alltagssituationen auf eine komische und leicht überspitzte Weise
darstellte.
Ein charakteristisches Merkmal von Loriots Werken war seine
Fähigkeit, die Untiefen der menschlichen Kommunikation und die
Komik des Alltags herauszuarbeiten. Seine Sketche nahmen häufig
zwischenmenschliche Missverständnisse, soziale Eigenheiten und
bürokratische Absurditäten aufs Korn. Aufs Korn nehmen bedeutet
übrigens sich darüber lustig machen.
Seine Figuren, wie der tollpatschige Herr Müller-Lüdenscheidt
oder das humorvolle Ehepaar Hoppenstedt, wurden zu Kultfiguren im
deutschen Fernsehen. Auch heute noch hört man oft Redewendungen
im Alltag, die von Loriot stammen. Zum Beispiel „Früher war mehr
Lametta“ oder „Das Bild hängt schief“.
https://www.youtube.com/watch?v=ztZyU1J83EA
Loriot war nicht nur ein begabter Komiker, sondern auch ein
versierter Cartoonist. Seine Cartoons erschienen in Magazinen und
Zeitungen, und er erlangte damit auch außerhalb des Fernsehens
große Popularität. Seine Zeichnungen zeigten oft skurrile
Situationen des täglichen Lebens und waren geprägt von einer
unverwechselbaren, feinen Ironie. Er zeichnete zum Beispiel eine
ganze Serie von Bildern, in denen Hunde und Menschen die Rollen
tauschten.
Neben seiner Arbeit im Bereich Humor war Loriot auch als
Regisseur erfolgreich. Er führte Regie bei Filmen wie „Ödipussi“
und „Pappa ante Portas“, die zu den erfolgreichsten deutschen
Filmkomödien gehören. Sein Talent als Regisseur spiegelte sich in
seinen detailreichen Inszenierungen und dem Gespür für
komödiantisches Timing wider.
Loriot erhielt zahlreiche Auszeichnungen für sein künstlerisches
Schaffen, darunter den Adolf-Grimme-Preis, das
Bundesverdienstkreuz und den Bayerischen Filmpreis. Sein Werk hat
Generationen von Menschen in Deutschland geprägt und seinen Platz
in der deutschen Popkultur gefestigt.
In Erinnerung bleibt Loriot nicht nur als Meister des deutschen
Humors, sondern auch als Künstler, der mit subtiler Ironie und
feinem Gespür für das Komische das tägliche Leben auf
unterhaltsame Weise beleuchtete. Sein Erbe lebt in seinen
zeitlosen Sketchen, Cartoons und Filmen fort, die auch heute noch
Menschen jeden Alters zum Lachen bringen. Schaut Euch doch mal
auf YouTube einige seiner Arbeiten an – ich werde
versuchen, auf slowgerman.com auch einige Videos einzubinden,
wenn das rechtlich möglich ist. Wenn nicht, dann wenigstens ein
paar Links, denn da Loriot gerade 100 Jahre alt geworden wäre,
gab es viele Fernsehsendungen zu seinen Ehren. Ich bin gespannt,
ob Du seinen Humor lustig findest. Schreib gerne in die
Kommentare! Und ich freue mich natürlich sehr, wenn Du diesen
Podcast abonnierst.
Hier findest Du viele Videos zu Loriot:
https://www.ardmediathek.de/sendung/100-geburtstag-loriot/Y3JpZDovL3JhZGlvYnJlbWVuLmRlLzg5NzkxNjJhLTAzNWQtNGNjMy1iNmMwLTViZGNjNjUxZjBjNA
Text der Episode als PDF:
https://slowgerman.com/folgen/sg263kurz.pdf
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