Polizei 3.0: Predictive Policing und Precrime – Rechtsbelehrung Folge 27 (Jura-Podcast)
Mit Facebookfahndung, Twitternutzung und datengestützten
Strafbarkeitsvorhersagen geht auch die Polizei mit der Zeit. Wir
klären auf, wo die Gefahren und die Grenzen moderner
Ermittlungsmethoden liegen.
1 Stunde 16 Minuten
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 10 Jahren
In dieser Folge widmen wir uns zuerst der „Polizei
2.0„, womit die Nutzung von Social Media durch
Polizeibehörden bezeichnet wird. Dazu gehören insbesondere die
kontrovers diskutierte Facebook-Fahndung, als auch die
Informations- und Imagepflege via Twitter. Ebenso gehen wir auf
das Vorhaben, Polizei mit so genannten „Bodycams“ auszurüsten
ein.
Wir halten uns jedoch nicht in der Gegenwart auf und Blicken in
die „Big Data„-Zukunft einer durch algorithmischen
Vorhersagen gestützten „Polizei 3.0„.
Während in Deutschland bereits eine als „Predictive Policing“
bezeichnete Vorhersage von Krisenherden oder Einbruchsfällen
in der Praxis erprobt wird, ist man in den USA schon weiter. Dort
werden in „Precrime„-Vorhersagen nicht nur potentielle
Straftäter ausfindig gemacht, sondern auch
Bewährungsentscheidungen beeinflusst.
Für die fachmännische Unterstützung bedanken wir uns bei Jan Dirk
Roggenkamp (Twitter), der an der Polizeiakademie
Niedersachsen als Professor Rechtswissenschaften lehrt. Er
erklärt uns inwieweit Predictive Policing und Precrime rechtlich
umsetzbar sind, und ob wir tatsächlich mit Zuständen wie in dem
Film „Minority Report“ rechnen müssen.
Selfie mit unserem Pocastgast, Jan Dirk Roggenkamp, Prof. an
der Polizeiakademie Nds sowie @monoxyd und dessen „portablem“
Aufnahmeequipment. Thema Polizei 2.0, 3.0, #PredictivePolicing
und #Precrime. http://rechtsbelehrung.com #bigdata #prediction
#police #bodycam #minorityreport #podcast #Rechtsbelehrung
Ein von Thomas Schwenke (@tschwenke) gepostetes Foto am 26. Aug
2015 um 9:05 Uhr
Viel Spaß beim Zuhören und wir freuen uns immer über
Themenvorschläge an @RBL_rfm.
Inhalte des Podcasts:
00:00:00 – Vorstellung unseres Gastes Jan Dirk
Roggenkamp (Professor an der Polizeiakademie Niedersachsen).
00:04:52 – Was bedeuten die Begriffe Polizei 2.0
und Polizei 3.0?
00:06:39 – Ist eine Fahndung via Facebook erlaubt?
Dürfen Bürger der Polizei „helfen“ und private
Fahndungsaufrufe starten oder vermisste Personen mit Hilfe
sozialer Medien suchen?
00:18:00 – Beeinträchtigen Tweets der Polizei von einer Demo
die Grundrechte der Demonstrationsteilnehmer?
00:24:00 – Was ist von „Bodycams“ zu halten, die von der
Polizei zur Deeskalation und Sicherheit der Polizeibeamten
eingesetzt werden? Haben die Bürger ein Recht sich zu wehren und
zurück zu filmen (sog. Sousveillance)?
00:34:00 – Wie nah ist die Verbrechensbekämpfung mittels Big
Data an „Minority Report“ dran?
00:41:00 – Inwieweit sollte sich die Polizei
bei Gefahrenabwehr und
Strafverfolgung auf Statistiken und Korrelationen,
statt auf Erfahrung und Bauchgefühl verlassen? Sind Computer
nicht neutraler als Menschen?
00:59:30 – Kann polizeiliches und richterliches
Erfahrungswissen algorithmisch objektiviert von Computern
umgesetzt werden?
01:08:30 – Wenn Straftaten anhand von Big Data
vorbestimmt werden, werden wir dann frei von Schuld sein?
Neben den folgenden Links empfehlen wir als Hörtipp ganz
besonders „Social Media Podcast Episode 31: Thomas-Gabriel
Rüdiger über die Polizei in den sozialen Medien“ von Social
Genius, die sich vertieft mit der Polizeipräsenz in sozialen
Medien beschäftigt.
Links zur Folge
Offen, transparent, verfassungswidrig – Kritik von Dr. Felix
Hanschmann an der Twitternutzung der Polizei bei Zeit Online.
Tödlicher Schuss auf einen verwirrten Mann – Zur „Tragödie im
Neptunbrunnen“ in der Zeit Online
Fahndung auf Facebook – was ist eigentlich erlaubt? –
WAZ
Private Fahndungsaufrufe bei Facebook und im Internet –
Fahndung 2.0 mit Hetzgarantie – Gulden Rötter Rechtsanwälte
Cop-Culture auf Twitter und Facebook: Polizeien von Bund und
Ländern erörtern Nutzung Sozialer
Netzwerke – netzpolitik.org
Der „Brokdorf-Beschluss“ zum Demonstrationsrecht
Auch Niedersachsen experimentiert mit polizeilicher
Vorhersagesoftware, zum Zuge kommt diesmal
IBM – netzpolitik.org
Hamburger Polizei testet Einsatz von Schulterkameras auf St.
Pauli heise Online
Body Cam – Eine Erfolgsgeschichte nimmt ihren Lauf – Polizei
Praxis
PredPol: Predict Crime & Predictive Policing
Software – Website des Anbieters
Precobs – Predictive Policing made in Germany – Website des
Anbieters (Institut für musterbasierte Prognosetechnik)
IBM’s Blue CRUSH – Vorstellung in
Zusammenarbeit mit Memphis PD
„Precob“: Polizei will Einbrüche per Software vorhersagen –
SPIEGEL ONLINE
Predictive Tools for Public Safety – Data-Smart City
Solutions
Don’t even think about it – The Economist
Stopping crime before it starts – Los Angeles Times
The minority report: Chicago’s new police computer predicts
crimes, but is it racist? – The Verve
Ted Talk: Why smart statistics are the key to fighting
crime – Anne Milgram
„Unbeteiligte geraten ins Kontrollraster“ – Kritik an
Predictive Policing in der Süddeutschen Zeitung
Precrime per Predictive Policing: Das Internet der Dinge im
Zeugenstand – bei heise Online
Precobs – Polizeiarbeit zwischen Fähnchenabstecken und
Minority Report – Dennis-Kenji Kipker bei EAID
Themenvorschläge, Anregungen, Kritiken, aber auch
Komplimente sind in den Beiträgen zu den Folgen oder per
Twitter sehr willkommen: @RBL_rfm
(Podcast-Account), @monoxyd (Marcus Richter),
@thsch (Thomas Schwenke).
Der Beitrag Polizei 3.0: Predictive Policing und Precrime –
Rechtsbelehrung Folge 27 (Jura-Podcast) erschien zuerst auf
Rechtsbelehrung.
Weitere Episoden
1 Stunde 21 Minuten
vor 1 Monat
1 Stunde 33 Minuten
vor 1 Monat
1 Stunde 15 Minuten
vor 2 Monaten
1 Stunde 4 Minuten
vor 3 Monaten
1 Stunde 44 Minuten
vor 4 Monaten
In Podcasts werben
Kommentare (0)