Schnäppchen? im Osten gabs das nicht

Schnäppchen? im Osten gabs das nicht

vor 5 Jahren
In der dritten Folge widmen sich Doreen Jonas und Mario Köhne dem Schwerpunkt "Einkaufen". Wie war das mit Lebensmitteln in der DDR? Was kostete ein Brötchen im Westen? Auch dort standen die Menschen manchmal Schlange.
44 Minuten
0
0 0 0

Beschreibung

vor 5 Jahren
Kein Shopping-Fan: Ab 01:13 Minuten Mario Köhne
berichtet davon, dass es im Westen eigentlich immer alles zu kaufen
gab. Doreen Jonas erzählt im Gegenzug, wie es ist, sich anstellen
zu müssen, weil es mal wieder Wassermelonen gibt. Oder, weil der
Händler gefütterte Winterschuhe bekommen hat. Ob sie davon geprägt
wurde? "Ich bin keine Schnäppchenjägerin. Ich bin da relativ
unaufgeregt", sagt sie heute. Das liegt aber auch daran, dass es
Schnäppchen in der DDR einfach nicht gab. Das lag schon an den
vorgegebenen Einheitspreisen. Und: "Es gab im Osten nur Jäger nach
Dingen, die es nicht gab." Dederon-Beutel, Netze und
Wäschekörbe für den Einkauf: Ab 14:03 Minuten Notgedrungen
war die DDR in mindestens einem Punkt der Zeit voraus: Plastiktüten
gab es beim Einkauf nicht. "Wir hatten Körbe, Dederon-Beutel oder
Netze", erzählt Jonas. Aber auch bei Mario Köhne im Westen wurde
selten mit Plastiktüten eingekauft. Wenn ein Großeinkauf gemacht
wurde, standen im Kofferraum Wäschekörbe bereit. Dort wurden die
Lebensmittel verpackt und konnten so einfach ins Haus gebracht
werden. Klamotten von Älteren auftragen: ab 22:21
Minuten Das gab es tatsächlich in beiden deutschen
Staaten: Die jüngeren Geschwister oder Cousinen und Cousins mussten
die Kleidungsstücke der Älteren auftragen. Aber auch da gibt es
einen Unterschied zwischen den beiden Staaten. Köhne fühlte sich
mit solchen Klamotten eher unwohl. Jonas dagegen freute sich
riesig: "Meine Cousinen hatten immer hippe Sachen aus West-Berlin."
Auch lange Hemden ihres Onkels hat sie aufgetragen. Zur Not wurde
umgenäht oder gekürzt. Und heute?: ab 35:46
Minuten Köhne meint, Menschen aus dem Osten wertschätzen
es das heutige Angebot viel mehr. Jonas sagt: "Heute genieße ich
es, wenn ich weiß: Das kann ich jetzt bekommen." Das liege aber
auch daran, dass man keine großen Geldsorgen habe. Und die Folge
endet - ganz im Klischee - mit einer Bananen-Geschichte.
15
15
Close