Von Tankstellengeruch, Impfungen und der "Ferkeltaxe"

Von Tankstellengeruch, Impfungen und der "Ferkeltaxe"

vor 5 Jahren
In der 6.Folge "Von drüben und drüben" sprechen Doreen Jonas und Mario Köhne über Gerüche, medizinische Versorgung und Mobilität. Sie entdecken dabei viele Gemeinsamkeiten aber auch wieder einige Unterschiede.
44 Minuten
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Beschreibung

vor 5 Jahren
So riechen Ost und West: ab 01:12 Minuten "Für
mich gibt es keinen typischen Westgeruch", erklärt Mario Köhne zu
Beginn der 6. Folge. Aber einen Ostgeruch habe er mittlerweile
ausgemacht: "Wenn in alten Gebäuden der Fußboden aus DDR-PVC ist,
das riecht man bis heute", berichtet er. Zuhause wehte dagegen
manchmal der Gestank einer Tierkörperbeseitigungsanlage aus dem
Nachbarort herüber. Doreen Jonas kennt den Geruch des DDR-PVC sagt
aber auch: "Ganz typisch war der Geruch nach Kohle, weil alle mit
Kohle geheizt haben". Bist Du eigentlich geimpft? ab 14:38
Minuten "Ärzte kamen regelmäßig zu uns in die Schule",
erzählt Jonas aus ihrer Kindheit. Dabei wurde nicht nur geimpft.
Die Kinder wurden auch in regelmäßigen Abständen untersucht.
Schluckimpfung gab es in Ost und West. Aber ansonsten waren
Arztbesuche für Köhne immer Privatsache. Und während Jonas im Osten
für Fachärzte in die Nachbar-Kreisstadt Haldensleben fahren musste,
gab es in Köhnes Heimatstadt im Westen alle Fachärzte. Die waren im
Osten meist in Polikliniken angesiedelt - dieses Konstrukt gibt es
inzwischen auch im Westen, dort heißt es nur anders. 
Fahrrad, Moped, Ferkeltaxi und (k)ein Auto: ab 30:40
Minuten Im abschließenden Teil dieser Folge geht es um
Mobilität in Ost und West. Anfangs gibt es viele Übereinstimmungen:
bei beiden ist das Fahrrad erste Wahl für die Mobilität. Im Osten
waren bei der Jugend die Mopeds sehr beliebt: Schwalbe und Simson
sind da die Stichworte. Bei Köhne dagegen haben nur wenige Freunde
einen Roller. Beim Auto ist das anders: Denn das war im Westen viel
verbreiteter als im Osten. Auch um Bus und Bahn geht es. Gerade das
Bahnfahren war im Osten deutlich günstiger als in der BRD -
hochsubventioniert auch das. Es gab ein dichtes Streckennetz - und
viele Orte waren an den Bahnverkehr angebunden. Auf eher kleinen
Strecken fuhren meist nur Triebwagen, im Volksmund auch
"Ferkeltaxe" genannt. 
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