Von Gameboy und Jungpionieren

Von Gameboy und Jungpionieren

vor 5 Jahren
In der vierten Folge sprechen Doreen Jonas und Mario Köhne über Freizeitaktivitäten. Im Westen geht's um kirchliche Jugendgruppen und Gameboys. Im Osten um Kreisspartakiaden und West-Radio.
41 Minuten
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Beschreibung

vor 5 Jahren
Spartakiade oder Bundesjugendspiele? Ab 02:07 Minuten "In der DDR
war es so, dass auch viel auf Leistung trainiert wurde", erzählt
Doreen Jonas aus ihrem Sportunterricht. Gemessen wurden die
Leistungen dann bei einer Kreisspartakiade. Im Westen gab es mit
den Bundesjugendspielen eine ähnliche Veranstaltung. Darüber kann
Mario Köhne berichten. Für die Spiele gab es einen Tag schulfrei.
Im Mittelpunkt stand Leichtathletik. Das gab es bei der Spartakiade
auch. Während im Emsland mit Bällen geworfen wurde, mussten die
Nachwuchssportler im Osten mit nachgebauten Handgranaten werfen.
West-Radio oder MTV: Ab 14:10 Minuten? Für die jungen Leute in
Oebisfelde war das West-Radio das Non-Plus-Ultra, wenn es um Musik
ging. Wie Jonas erzählt, haben viele Jugendliche mit der Kassette
Songs aus dem Radioprogramm aufgenommen: "Und wehe der Moderator
hat auf die Musik gequatscht!" Bei Köhne war die Zeit dann schon
etwas weiter. MTV und VIVA haben als Musik-Fernsehsender die
Jugendjahre geprägt. Und was für die Jugendlichen im Osten die
Hitparade im West-Radio war, waren für Köhne und seine Freunde die
"European Top 20" von MTV. Reiten und Pioniernachmittage oder
Fußball und kirchliche Jugendarbeit? Ab 21:50 Minuten Reiten war
ein Hobby Jonas, erzählt sie in der 4. Folge. Außerdem haben sich
die Jugendlichen in der Bibliothek in Oebisfelde getroffen oder bei
gutem Wetter in der Badeanstalt. Jonas war Jungpionier,
Thälmannpionier und auch in der FDJ. "Da gab es
Pioniernachmittage", erinnert sie sich. In der katholischen Region
Emsland leistet vielerorts die Kirche die Jugendarbeit. Die Gruppen
treffen sich meist unter der Woche nachmittags, erzählt Köhne aus
seiner Vergangenheit. Mit Schule oder staatlichen Vorgaben hatte
das aber nichts zu tun. Kino für eine Mark oder zwei Kinos zur
Auswahl? Ab 31:24 Minuten Oebisfelde hatte zu DDR-Zeiten ein Kino.
Weil nicht viel los war, seien alle immer ins Kino gegangen,
erinnert sich Jonas: "Ich bin mit Louis de Funes, Gerard Depardieu
und Winnetou groß geworden", erzählt sie lachend. Köhnes erster
Film im Kino war Disneys Dschungelbuch. In seiner Heimatstadt gab
es damals zwei Kinos. Eines ist heute noch als Programmkino
erhalten. Die großen Filme laufen seit einigen Jahren in einem
modernen Multiplex-Kino. Ferienprogramm im DDR-Fernsehen oder
Gameboy? Ab 34:50 Minuten Er sei mit Privatfernsehen Konsolen groß
geworden, erinnert sich Mario Köhne. Als allererstes sei da der
Gameboy gewesen. Welches Spiel sein Favorit gewesen sei, fragt
Jonas. "Super Mario Land natürlich", lautet die direkte Antwort.
Den Gameboy musste er aber mit seinem Bruder und den Eltern teilen.
Das Privatfernsehen konnten die Menschen auch in Oebisfelde
empfangen. Jonas erinnert sich an eine Zeit, in der die "Antennen
in der Stadt noch zwei Meter höher geschoben wurden", um die neuen
Sender besser empfangen zu können. Auf eines können sich die beiden
aber einigen: der beliebteste Märchenfilm war in Ost und West "Drei
Haselnüsse für Aschenbrödel".
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