Beschreibung
vor 2 Jahren
Vor gut drei Jahren hat der damalige Bundesgesundheitsminister Jens
Spahn die „Weltneuheit“ verkündet: Deutschland ist das erste Land,
in dem es Apps auf Rezept gibt - die DiGA. Und wo stehen wir heute?
Viele Ärzte sind beim Verschreiben von DiGA weiterhin
zurückhaltend. Prof. Martin Möckel, Vorsitzender der
DGIM-Arbeitsgruppe Digitale Gesundheitsanwendungen / KI in
Leitlinien, sagt: Ärzte brauchen die Möglichkeit, DiGA zu testen
und kennenzulernen, um sie sicher verordnen und anwenden zu können.
Die DGIM hat einen Kriterienkatalog entwickelt und die Hersteller
aufgefordert, kurze Schulungsvideos mit verschiedenen Aspekten
ihrer Produkte bereitzustellen. Ein Haupthindernis ist nach Ansicht
von Prof. Möckel auch, dass sich die digitalen Anwendungen noch
nicht in einen übergeordneten Therapieplan integrieren lassen. Das
werde sich aber mit Medizinprodukten höherer Risikoklasse ändern.
Insbesondere im Bereich Diabetes und Herzinsuffizienz erwartet der
Internist viel Dynamik. Schon jetzt gebe es Anwendungen, die über
Wearables Biosignale empfangen und verarbeiten können. Hier sieht
er einen Mehrwert für die Telemedizin. Und auch so könnte die
Zukunft aussehen: Symptom-Checker, die auf KI basieren, kommen in
der Notaufnahme eines Krankenhauses zum Einsatz. Ein Roboter
registriert per Handschlag Körpertemperatur, Blutdruck,
Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung. Er holt die
Identifizierungsdaten in der Sprache des Patienten ein und
informiert die diensthabende Ärztin. Sie entscheidet aufgrund der
Daten und Grundeinschätzung über die nächsten Schritte. Zum
Folgen-Überblick: www.medical-tribune.de/o-ton-innere-medizin
Spahn die „Weltneuheit“ verkündet: Deutschland ist das erste Land,
in dem es Apps auf Rezept gibt - die DiGA. Und wo stehen wir heute?
Viele Ärzte sind beim Verschreiben von DiGA weiterhin
zurückhaltend. Prof. Martin Möckel, Vorsitzender der
DGIM-Arbeitsgruppe Digitale Gesundheitsanwendungen / KI in
Leitlinien, sagt: Ärzte brauchen die Möglichkeit, DiGA zu testen
und kennenzulernen, um sie sicher verordnen und anwenden zu können.
Die DGIM hat einen Kriterienkatalog entwickelt und die Hersteller
aufgefordert, kurze Schulungsvideos mit verschiedenen Aspekten
ihrer Produkte bereitzustellen. Ein Haupthindernis ist nach Ansicht
von Prof. Möckel auch, dass sich die digitalen Anwendungen noch
nicht in einen übergeordneten Therapieplan integrieren lassen. Das
werde sich aber mit Medizinprodukten höherer Risikoklasse ändern.
Insbesondere im Bereich Diabetes und Herzinsuffizienz erwartet der
Internist viel Dynamik. Schon jetzt gebe es Anwendungen, die über
Wearables Biosignale empfangen und verarbeiten können. Hier sieht
er einen Mehrwert für die Telemedizin. Und auch so könnte die
Zukunft aussehen: Symptom-Checker, die auf KI basieren, kommen in
der Notaufnahme eines Krankenhauses zum Einsatz. Ein Roboter
registriert per Handschlag Körpertemperatur, Blutdruck,
Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung. Er holt die
Identifizierungsdaten in der Sprache des Patienten ein und
informiert die diensthabende Ärztin. Sie entscheidet aufgrund der
Daten und Grundeinschätzung über die nächsten Schritte. Zum
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