Das Kapitel 20 (JavaScript und Ajax) des IT-Handbuch für
Fachinformatiker* ist das Thema der siebzigsten Episode des
Anwendungsentwickler-Podcasts. TL;DR Für deine IT-Ausbildung
gehören die Grundlagen von JavaScript, das Document Object Model
(DOM) und AJAX zum Webwissen, auch wenn du im Betrieb andere
Aufgaben bearbeitest. Für die Prüfung empfehle ich dir, die
Eigenschaften der Sprache und den Ablauf asynchroner Serveranfragen
zu verstehen sowie deren Vor- und Nachteile erklären zu können. Das
besprochene Buchkapitel zeigt außerdem, wie du JavaScript in HTML
einbindest und mit jQuery DOM-Zugriffe oder AJAX-Anfragen
vereinfachst. Kapitelmarken [00:00:01] Einstieg in den Buchclub
[00:01:34] Kapitel 20: JavaScript und AJAX [00:02:29] Webwissen und
Erwartungen in der Prüfung [00:06:39] JavaScript als eigenständige
Sprache [00:07:52] Dynamische und schwache Typisierung [00:09:55]
Programmierparadigmen und First-Class Functions [00:10:49]
Objektorientierung mit Prototypen [00:12:44] Interaktive
HTML-Seiten mit JavaScript [00:14:10] JavaScript einbinden und
externe Dateien verwenden [00:15:15] Sprachgrundlagen, Arrays und
Objekte [00:16:34] Funktionen für Praxis und Prüfung [00:17:27]
Datum, Uhrzeit und Bilder [00:18:09] Browser-History und
Single-Page-Apps [00:19:08] Pop-ups und störende Fenster [00:20:17]
DHTML und das Document Object Model [00:21:53] DOM-Zugriffe und
eindeutige HTML-IDs [00:24:47] DOM-Inhalte ergänzen und AJAX
vorbereiten [00:25:30] AJAX als Prüfungsthema [00:26:11] AJAX und
asynchrone Serveranfragen [00:27:59] XML und JSON als
Austauschformate [00:30:11] JavaScript-Abhängigkeit und zusätzliche
Requests [00:31:27] AJAX-Beispiele mit JavaScript und PHP
[00:32:38] jQuery als Bibliothek für DOM und AJAX [00:35:35]
Rückblick auf die prüfungsrelevanten Grundlagen [00:37:19]
Literaturtipps und Callback-Hell [00:38:51] Shownotes und
Pflichtenheft als Abschlussprojekt [00:39:39] Programmieraufgaben
als Arbeitsprobe im Bewerbungsprozess Inhalt AJAX sollte jeder
Anwendungsentwickler für die Prüfung kennen. JavaScript ist zwar
eine sehr wichtige Programmiersprache in der Praxis, wird in der
Prüfung aber wohl eher keine große Rolle spielen. Falls dein
Abschlussprojekt eine Webanwendung ist, wirst du aber definitiv
nicht drumherum kommen. JavaScript und Ajax JavaScript Im Frontend
gibt es keine Alternative zu JavaScript. Daher sollte jeder
(Web-)Entwickler JavaScript kennen. Spezielle
programmiersprachenspezifische Fragen werden aber in der Prüfung
eher nicht gestellt. Die grundlegenden Eigenschaften von JavaScript
sollten bekannt sein: dynamisch und schwach typisiert,
objektorientiert (aber prototypbasiert und klassenlos) bzw.
Multiparadigmensprache (prozedural, funktional, objektorientiert).
JavaScript hat nichts mit Java zu tun. JavaScript im HTML-Dokument
Formulare und Event Handler Events sind ein wichtiges Konstrukt in
der Programmierung, das jedem Entwickler bekannt sein sollte.
Datums- und Uhrzeit-Funktionen Manipulation von Bildern Sehr
speziell, eher wenig relevant für die Prüfung. Browser- und
Fensteroptionen Sehr praxisrelevant. DHTML und DOM Das DOM und die
Arbeit damit sollte jeder Entwickler kennen. Ajax AJAX ist eine
verbreitete Technologie heutzutage und jeder (Web-)Entwickler
sollte sich auf Fragen dazu in der Prüfung - mindestens im
Fachgespräch - einstellen. jQuery Für die Prüfung wohl
uninteressant, aber für die Praxis unerlässlich.
Literaturempfehlungen *(direkt beim Rheinwerk-Verlag bestellen*)
Die JavaScript-Bibel ist natürlich JavaScript: The Good Parts* von
Douglas Crockford: * Links Permalink zu dieser Podcast-Episode
RSS-Feed des Podcasts JavaScript – Wikipedia Typisierung
(Informatik) – Wikipedia Douglas Crockford - Wikipedia, the free
encyclopedia Zusammenfassung JavaScript in deiner IT-Ausbildung Mit
Kapitel 20 des Handbuchs für Fachinformatiker:innen von Sascha
Kersken setze ich meinen Buchclub fort. Als IT-Azubi lernst du
darin JavaScript und AJAX für die Webentwicklung kennen. JavaScript
führt im Browser auf dem Client die Logik einer Webanwendung aus.
Zur Ausbildung als Fachinformatiker:in Anwendungsentwicklung gehört
für mich, dass du dich mit dieser Plattform beschäftigst, auch wenn
du im Betrieb beispielsweise Embedded Software entwickelst. Dazu
reichen zunächst die grundlegenden Eigenschaften der Sprache und
einige Codebeispiele. Bei Prüfungen rechne ich vor allem mit Fragen
zu allgemeinen Konzepten und zum Ablauf einer Webanwendung.
Einzelne Funktionsnamen oder sprachspezifische Parameter auswendig
zu lernen, halte ich dafür für wenig sinnvoll. Bei
Programmieraufgaben steht Pseudocode im Mittelpunkt. Wenn du eine
Webanwendung als Abschlussprojekt entwickelst, solltest du die
darin eingesetzten Technologien im Fachgespräch erklären können.
Eigenschaften von JavaScript Anhand der Sprache kannst du mehrere
grundlegende Begriffe aus der Softwareentwicklung nachvollziehen:
Dynamische Typisierung: Eine Variable kann während der Laufzeit
Werte verschiedener Datentypen aufnehmen, beispielsweise zunächst
eine Zahl und später einen String. Schwache Typisierung: Die
Sprache wandelt Datentypen implizit um. Ein Zahlenwert kann etwa
als Wahrheitswert ausgewertet werden. Programmierparadigmen:
JavaScript erlaubt prozedurales Programmieren. Auch funktional und
objektorientiert kannst du damit arbeiten. First-Class Functions:
Funktionen lassen sich in Variablen speichern. Du kannst sie
außerdem als Parameter übergeben oder als Ergebnis einer anderen
Funktion zurückgeben. Prototypen: Die im Kapitel beschriebene
Objektorientierung arbeitet klassenlos mit Prototypen. Ein
vorhandenes Objekt dient dabei als Grundlage für weitere Objekte;
über Prototypen lässt sich auch Vererbung umsetzen. JavaScript ist
eine eigenständige Programmiersprache. Der ähnliche Name zu Java
geht laut der Episode auf dessen damalige Bekanntheit zurück. Die
Syntax enthält C-ähnliche Elemente wie geschweifte Klammern.
JavaScript und HTML Wenn du auf einen Button klickst oder mit einem
Formular arbeitest, kann JavaScript darauf reagieren und Code
ausführen. HTML zeichnet die Inhalte einer Seite aus; JavaScript
ergänzt das Verhalten und ermöglicht beispielsweise Schleifen oder
Verzweigungen. Du kannst JavaScript direkt in HTML-Elemente
schreiben oder innerhalb des HTML-Dokuments einbinden. Ich empfehle
dir externe JavaScript-Dateien, damit du die Logik unabhängig vom
HTML bearbeiten kannst. Externe CSS-Dateien enthalten das Layout,
während das HTML die Bedeutung der Inhalte beschreibt. Das Kapitel
führt unter anderem durch folgende Themen: Vergleiche und Schleifen
Arrays und Objekte Funktionen sowie das Arbeiten mit Strings Datum
und Uhrzeit Bilder Browser- und Fensterfunktionen Auf Eigenschaften
eines Objekts kannst du auch mit eckigen Klammern zugreifen,
wodurch der Zugriff einer Array-Syntax ähnelt. Für die Praxis
helfen dir die konkreten Beispiele, etwa zu substring oder indexOf.
Für die Prüfung solltest du die dahinterstehenden Prinzipien
erklären können. Über Browserfunktionen kannst du die History
beeinflussen. Das spielt bei Single-Page-Apps eine Rolle, wenn
Vorwärts- und Zurücknavigation innerhalb einer Seite funktionieren
sollen. Häufig geöffnete Pop-ups und blockierende Fenster stören
Anwender:innen bei der Arbeit. Für eigene Anwendungen empfehle ich
dir, Inhalte innerhalb der Seite zu präsentieren. Das Document
Object Model Wenn du per JavaScript einen eingegebenen Text
auslesen möchtest, brauchst du Zugriff auf das entsprechende
HTML-Element. Dafür steht dir das Document Object Model, kurz DOM,
zur Verfügung. Es bildet ein Dokument als Baum im Speicher ab und
stellt eine Programmierschnittstelle bereit. Über diese
Schnittstelle kannst du Elemente und ihre Attribute lesen. Ebenso
kannst du Inhalte verändern oder neue Elemente ergänzen. Das
Konzept begegnet dir bei HTML und XML und gehört für mich zum
Grundwissen als Anwendungsentwickler:in. Das Buch zeigt
beispielsweise getElementById und getElementsByTagName. Eine ID
muss innerhalb eines HTML-Dokuments eindeutig sein, damit du damit
gezielt auf ein Element zugreifen kannst. Valides, semantisch
korrektes HTML erleichtert dir das Arbeiten mit JavaScript und CSS.
Die ausführlichen Codebeispiele zeigen auch, wie du den
Dokumentenbaum durchläufst oder ausgibst. Wenn du JavaScript
praktisch einsetzt, empfehle ich dir, diese Beispiele
auszuprobieren. AJAX: Ablauf und Prüfungswissen Bei einem typischen
AJAX-Ablauf liest JavaScript einen Wert aus einem Formularfeld aus
und schickt ihn an den Server. Sobald dessen Antwort eintrifft,
verarbeitet JavaScript das Ergebnis und ergänzt damit den DOM. Die
gesamte Seite muss dabei nicht neu geladen werden. AJAX steht für
Asynchronous JavaScript and XML. Durch die asynchrone Anfrage
bleibt die Anwendung während der Wartezeit bedienbar. Sobald die
Antwort vorliegt, kann eine Callback-Funktion sie verarbeiten. Das
ist besonders bei langsamen Verbindungen relevant. Ursprünglich
wurden die Daten dabei als XML übertragen. In der Episode
beschreibe ich JSON als inzwischen vorherrschendes Format. JSON
bedeutet JavaScript Object Notation und lässt sich in JavaScript
mit wenig Code verarbeiten. Für dieselben Inhalte fällt häufig
weniger Datenvolumen an, weil die wiederholten öffnenden und
schließenden XML-Tags entfallen. Für deine Prüfung solltest du auch
die Bedingungen und Folgen des Einsatzes kennen: JavaScript muss
aktiviert sein, damit die AJAX-Funktion im Browser ausgeführt
werden kann. Viele einzelne Anfragen können den Server stärker
beanspruchen. Wenn jedes Feld eines Formulars separat geprüft wird,
entstehen entsprechend viele Requests. Die übertragene Datenmenge
kann sinken, weil nur benötigte Inhalte ausgetauscht werden.
Komprimierte Antworten sind ebenfalls zu berücksichtigen, wenn du
die Datenmenge und die Zahl der Requests bewertest. Fragen zum
Ablauf sowie zu Vor- und Nachteilen von AJAX kamen bereits in
schriftlichen Prüfungen vor....
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