Um den Aufbau von URLs geht es in der einhundertsechsunddreißigsten
Episode des Anwendungsentwickler-Podcasts. TL;DR Am Beispiel einer
Adresse im Browser führe ich dich in die Netzwerkkommunikation ein.
Du erfährst, was Website und Homepage bedeuten und wie dein Browser
Inhalte vom Webserver sichtbar macht. Im Mittelpunkt stehen URLs:
Ihr Aufbau bestimmt, welche Ressource du ansprichst, welche
Parameter du übergibst und welchen Abschnitt der Browser anzeigt.
Diese Grundlagen gehören zum Prüfungsstoff deiner IT-Ausbildung.
Kapitelmarken [00:00:20] Einstieg in die Netzwerkkommunikation
[00:02:48] Eine Website im Browser aufrufen [00:03:53] Website und
Homepage [00:06:03] HTML und Rendern im Browser [00:07:17] Client
und Server [00:07:51] Internet und Intranet [00:09:28] URLs und
ihre Aufgabe [00:11:51] Eine Beispieladresse zerlegen [00:13:11]
Schema und Protokoll [00:14:58] Domain und Top-Level-Domain
[00:19:48] Domainnamen auswählen und registrieren [00:22:34]
Subdomains und Hostnamen [00:25:24] Die Rolle von www [00:27:46]
Mehrere Anwendungen auf einem Server [00:30:17] Pfad und Dateiname
[00:31:36] PHP und dynamische Inhalte [00:35:03] Parameter als
Schlüssel-Wert-Paare [00:38:07] Fragmente und Sprünge innerhalb
einer Seite [00:39:39] Hash und Hashtag [00:41:41] URL-Aufbau und
Zugangsdaten [00:43:21] Rückblick und Prüfungsrelevanz [00:45:50]
Literatur zu Netzwerkgrundlagen Inhalt Use Case Was passiert
technisch, wenn der Browser eine Website anzeigt? Übrigens:
Unterschied Website/Homepage: Eine Website ist die Gesamtheit an
Inhalten des Anbieters, während die Homepage lediglich die
Startseite des Angebots bezeichnet. Der Client ruft eine Adresse im
Browser auf und der Server liefert HTML zurück, das der Browser
rendert (in eine grafische Darstellung umwandelt) und auf dem
Client darstellt. Übrigens: Intranet vs. Internet: Der
grundsätzliche Vorgang ist derselbe, nur der Webserver steht im
internen Netz bzw. ist nur aus dem internen Netz heraus erreichbar.
URLs Woher wissen Client und Server, wohin sie ihre Daten schicken
müssen? Der Client muss zunächst die Zieladresse kennen. Dies ist
meistens ein URL wie z.B. www.google.com URL steht für Uniform
Resource Locator. Wie sind URLs aufgebaut? Beispiel:
http://blog.macke.it/posts/post.php?id=123#comments Der erste Teil
ist das sogenannte Schema oder Protokoll. Davon gibt es mehrere,
nicht nur http, sondern z.B. auch noch ftp oder mailto
(Pseudo-Protokoll). Die Domain ist hierarchisch von rechts nach
links absteigend aufgebaut. Die Top Level Domain ist z.B. de oder
com. Danach kommt die eigentliche Domain mit ggfs. Subdomain und
Hostname. Das www ist übrigens der Hostname (übliche Bezeichnung
des Webservers) und nicht verpflichtend in einem URL! Danach kommt
der Pfad, der vergleichbar mit einem Pfad und einer Datei auf einer
Festplatte ist. Das php steht für die Programmiersprache PHP, mit
der Websites entwickelt werden können. Nach dem Dateinamen können
Parameter als Schlüssel/Wert-Paare angegeben werden, um z.B. mit
einer physikalischen Datei unterschiedliche Artikel in einem
Warenkorb anhand ihrer ID anzeigen zu können. Zuletzt ist noch ein
Abschnitt möglich, über den man z.B. direkt auf eine Überschrift
mitten auf der aktuellen Seite springen kann. Das Zeichen # heißt
übrigens "Hash" und nicht "Hashtag". Benutzername und Passwort zum
Zugriff auf die Ressourcen können ebenfalls angegeben werden. Sie
werden vor die Domain geschrieben:
http://benutzer:passwort@macke.it. Literaturempfehlungen Im guten
alten IT-Handbuch für Fachinformatiker* werden in Kapitel 4
Netzwerkgrundlagen die meisten hier genannten Inhalte ausführlich
erläutert. In meinem Buchclub gehe ich auf die Inhalte auch noch
einmal im Detail ein. * Links Permalink zu dieser Podcast-Episode
RSS-Feed des Podcasts Website Homepage Uniform Resource Locator
Domain (Internet) Zusammenfassung Vom Browser zum Webserver Für den
Einstieg in die Netzwerkkommunikation greife ich eine Situation
auf, die du aus dem Alltag kennst: Du gibst eine Adresse im Browser
ein und rufst eine Website auf. Dahinter arbeiten verschiedene
Komponenten zusammen, damit die Inhalte auf deinem Gerät ankommen
und sichtbar werden. Die Reihe soll diesen Weg bis zu HTML und CSS
verfolgen. Dazu gehören später auch DNS und DHCP sowie IP-Adressen,
Routing und Network Address Translation. Zum Einstieg stehen die
grundlegenden Begriffe und der Aufbau von URLs im Mittelpunkt.
Website und Homepage Damit du dich als IT-Azubi präzise ausdrücken
kannst, brauchst du passende Begriffe: Website: Sie umfasst alle
Inhalte eines Webauftritts, die ein Webserver bereitstellt. Dazu
gehören einzelne Webseiten und weitere Dateien, etwa die
MP3-Dateien meines Podcasts. Homepage: Sie ist die Startseite eines
Webauftritts. Du erreichst sie üblicherweise, wenn du dessen
Adresse ohne eine bestimmte Unterseite aufrufst. Wie der Browser
Inhalte sichtbar macht Beim Aufruf einer Webseite erhält der
Browser üblicherweise HTML vom Webserver. Diese
Auszeichnungssprache beschreibt, welche Rolle die Inhalte haben.
Ein Text kann beispielsweise als Überschrift ausgezeichnet sein; an
einer anderen Stelle soll ein Bild erscheinen. Der Browser
verarbeitet HTML zusammen mit CSS und stellt daraus die sichtbare
Seite dar. Dieses Verfahren heißt Rendern. Dabei erscheinen Bilder
an der vorgesehenen Stelle und Text wird entsprechend dargestellt.
Für den weiteren Weg verwende ich zwei Begriffe: Mit Client meine
ich das Gerät, an dem du sitzt, beispielsweise deinen Laptop oder
dein Smartphone. Der Server ist hier der Webserver, der die
angefragten Inhalte liefert. Internet und Intranet Über das
weltumspannende Internet können Rechner miteinander kommunizieren.
Ein Intranet befindet sich üblicherweise innerhalb eines
Unternehmens und stellt dort Inhalte für Mitarbeiter:innen bereit.
Der Zugriff auf interne Firmendaten wird vom öffentlichen Internet
getrennt. Für die hier behandelte Kommunikation gelten in beiden
Netzen dieselben grundlegenden Verfahren. Auch die Protokolle und
die Inhalte in HTML und CSS kommen in beiden Umgebungen vor. Wozu
eine URL dient URL steht für Uniform Resource Locator. Eine URL
beschreibt nach einem einheitlichen Aufbau, wo eine Ressource
erreichbar ist. Beim Aufruf einer Webseite benennt sie das Ziel und
kann genauer festlegen, welchen Inhalt du erhalten möchtest. Als
Beispiel verwende ich die Bestandteile dieser Adresse:
http://blog.macke.it/posts/post.php?id=123#comments Schema Ganz
links steht das Schema, hier http. Es legt fest, wie der Client mit
der Adresse umgehen soll. http und https stehen für den Zugriff auf
Webinhalte. HTTPS ist die verschlüsselte Variante. mailto: zusammen
mit einer E-Mail-Adresse kann das E-Mail-Programm öffnen, damit du
eine Nachricht schreiben kannst. ftp steht für das File Transfer
Protocol und gehört zum Übertragen von Dateien. Ein Schema kann ein
Protokoll bezeichnen. Bei mailto beschreibt es eine Aktion für das
passende Programm. In der Beispieladresse trennt :// das Schema vom
folgenden Teil. Browser ergänzen HTTP oder HTTPS häufig
automatisch, wenn du eine Adresse ohne Schema eingibst. Domain Mit
blog.macke.it wird das Ziel benannt. Hinter einer Domain können
auch mehrere Server stehen, die Anfragen bearbeiten. Die Hierarchie
liest du von rechts nach links: Top-Level-Domain: Im Beispiel ist
das it. Domainname: macke steht vor der Top-Level-Domain. Subdomain
oder Hostname: Links davon steht hier blog. Zu den länderbezogenen
Top-Level-Domains gehören etwa .de für Deutschland und .it für
Italien. .tv ist die Länderkennung von Tuvalu. Solche Endungen
können auch wegen ihres Namens gewählt werden; meine Domain
macke.it greift beispielsweise die Abkürzung für
Informationstechnologie auf. Für manche Länderendungen gelten
Vorgaben, etwa zum Wohnsitz. Generische Top-Level-Domains sind
keinem bestimmten Land zugeordnet. Beispiele sind .com und .net;
hinzu kommen Endungen wie .versicherung oder .auto. Neue
Top-Level-Domains müssen beantragt und genehmigt werden, wobei hohe
Kosten entstehen. Wenn du eine Domain registrieren möchtest, muss
die Kombination aus Domainname und Top-Level-Domain noch frei sein.
Sie wird eindeutig vergeben. Für die deutschen .de-Domains ist die
DENIC zuständig. Bei der Wahl eines Namens spielen auch
Markenrechte eine Rolle. Subdomain und Hostname Nachdem du eine
Domain registriert hast, kannst du links davon weitere Namen
festlegen. Eine Subdomain unterteilt die Domain und kann mehrere
Rechner umfassen. Ein Hostname bezeichnet einen konkreten Rechner
innerhalb der Domain. Welche Rolle ein Name hat, ergibt sich aus
dem jeweiligen Netzwerkaufbau. www ist ein historisch verbreiteter
Name für Server, die Webinhalte bereitstellen. Ob eine Website
unter diesem Namen erreichbar ist, legt der/die Betreiber:in fest.
Für meine Websites richte ich www ein und leite die Anfragen auf
die kürzere Adresse weiter, damit Besucher:innen die Seite auch mit
diesem Zusatz erreichen. Verschiedene Namen können außerdem mehrere
Anwendungen auf einem Server erreichbar machen. Unter blog.macke.it
kann beispielsweise WordPress laufen, während wiki.macke.it ein
Wiki bereitstellt. Auch unterschiedliche Pfade wie /blog und /wiki
können Anwendungen voneinander trennen. Pfad und Dateiname Nach der
Domain folgt im Beispiel /posts/post.php. Der Slash / trennt die
Teile des Pfads. Damit wird die gewünschte Ressource auf dem Server
genauer bezeichnet. Ein solcher Pfad kann einem Verzeichnis und
einer Datei auf der Festplatte entsprechen. Bei dynamischen
Websites kommen auch virtuelle Pfade vor, die durch Programmcode
verarbeitet werden. Der/die Betreiber:in legt fest, wie der
Webserver die Adresse behandelt. PHP ist eine verbreitete
Programmiersprache für Webanwendungen. Ein PHP-Skript kann Inhalte
aus einer Datenbank lesen und daraus HTML erzeugen, das der Browser
anschließend darstellt. So lässt sich in einem Blog jeweils der
neueste Beitrag anzeigen. Der Pfad dient dabei dazu,...
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