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Aufbau und Ablauf der IHK-Abschlussprüfung in den IT-Berufen – IT-Berufe-Podcast #180

Aufbau und Ablauf der IHK-Abschlussprüfung in den IT-Berufen – IT-Berufe-Podcast #180

IT-Berufe-Podcast vor 3 Jahren
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Um den Aufbau und den Ablauf der Abschlussprüfung in den IT-Berufen
geht es in der einhundertachzigsten Episode des IT-Berufe-Pocasts.
Inhalt Die Teile der Abschlussprüfung sollten allen Auszubildenden
und Ausbilder:innen geläufig sein, da die drei Jahre der Ausbildung
hauptsächlich auf diese Prüfung hinarbeiten. Der Aufbau der
Abschlussprüfung ist für alle IT-Berufe identisch, die Inhalte
unterscheiden sich aber natürlich. Insbesondere die Dauer und die
Inhalte der Projektarbeit sind berufsspezifisch. Es gibt insgesamt
7 verschiedene IT-Berufe. Fachinformatiker:in Anwendungsentwicklung
Systemintegration Daten- und Prozessanalyse Digitale Vernetzung
IT-System-Elektroniker:in Kauf­mann/Kauffrau für
Digitalisierungsmanagement Kaufmann/Kauffrau für
IT-System-Management Der Großteil (60%) der Inhalte der
schriftlichen Prüfung (GAP Teil 1 und WiSo) ist für alle Berufe
gleich. Achtung: Die IHK-Prüfungen sind bundesweit einheitlich,
aber in Baden-Württemberg laufen sie anders als in den übrigen 15
Bundesländern. Die folgenden Ausführungen gelten daher ggfs. nicht
für Prüfungen in Baden-Württemberg. Aufbau der Abschlussprüfung Wer
es ganz genau wissen will, schaut am besten in die jeweilige
Berufsverordnung: Fachinformatiker:in Anwendungsentwicklung
Fachinformatiker:in Systemintegration Fachinformatiker:in Daten-
und Prozessanalyse Fachinformatiker:in Digitale Vernetzung
IT-System-Elektroniker:in Kauf­mann/Kauffrau für
Digitalisierungsmanagement Kaufmann/Kauffrau für
IT-System-Management Die folgenden Zitate stammen aus der FIAusbV.
Teil 1 (der gestreckten Abschlussprüfung) Teil 1 der gestreckten
Abschlussprüfung findet im Prüfungsbereich Einrichten eines
IT-gestützten Arbeitsplatzes statt. Dieser Prüfungsteil ist für
alle IT-Berufe identisch. Im Prüfungsbereich Einrichten eines
IT-gestützten Arbeitsplatzes hat der Prüfling nachzuweisen, dass er
in der Lage ist, 1. Kundenbedarfe zielgruppengerecht zu ermitteln,
2. Hard- und Software auszuwählen und ihre Beschaffung einzuleiten,
3. einen IT-Arbeitsplatz zu konfigurieren und zu testen und dabei
die Bestimmungen und die betrieblichen Vorgaben zum Datenschutz,
zur IT-Sicherheit und zur Qualitätssicherung einzuhalten, 4. Kunden
und Kundinnen in die Nutzung des Arbeitsplatzes einzuweisen und 5.
die Leistungserbringung zu kontrollieren und zu protokollieren.
(FIAusbV §9 Abs. 2) Teil 1 der Prüfung ist eine schriftliche
Prüfung über 90 Minuten, die nach 18 Monaten der Ausbildung
absolviert werden muss. Inhalt sind alle im Ausbildungsrahmenplan
(Teil der oben verlinkten Ausbildungsverordnung) und Rahmenlehrplan
(für die Berufsschulen) bis zu diesem Zeitpunkt zu vermittelnden
Inhalte. Rahmenlehrplan für die Ausbildungsberufe Fachinformatiker
und Fachinformatikerin sowie IT-System-Elektroniker und
IT-System-Elektronikerin Rahmenlehrplan für die Ausbildungsberufe
Kaufmann für IT-System-Management, Kauffrau für
IT-System-Management Kaufmann für Digitalisierungsmanagement sowie
Kauffrau für Digitalisierungsmanagement Das Ergebnis des ersten
Prüfungsteils geht zu 20% in die Abschlussnote ein. Tipps zur
Vorbereitung auf die Prüfung gibt es in meinen entsprechenden
Podcast-Episoden, z.B. Prüfungsvorbereitung auf Teil 1 der
gestreckten Abschlussprüfung der IT-Berufe. Und hier habe ich eine
große Liste mit allen potentiellen Prüfungsthemen für dich
zusammengestellt: Mögliche Themen von Teil 1 der gestreckten
Abschlussprüfung (GAP) in den IT-Berufen. Teil 2 (der gestreckten
Abschlussprüfung) In Teil 2 der Prüfung sollen die bereits in Teil
1 abgefragten Inhalte nicht explizit erneut abgefragt werden, sie
werden aber als bekannt vorausgesetzt. Teil 2 der Prüfung teilt
sich in vier konkrete Prüfungsteile auf: Projektarbeit Zwei
fachspezifische schriftliche Prüfungen Wirtschaft- und Sozialkunde
Betriebliche Projektarbeit Die betriebliche Projektarbeit ist in
allen IT-Berufen durchzuführen. Sie unterscheidet sich aber je nach
Beruf und Fachgebiet. Für die Umsetzung stehen 40 Stunden zur
Verfügung, aber Anwendungsentwickler:innen haben 80 Stunden. Der
Prüfling hat eine betriebliche Projektarbeit durchzuführen und mit
praxisbezogenen Unterlagen zu dokumentieren. Vor der Durchführung
der betrieblichen Projektarbeit hat er dem Prüfungsausschuss eine
Projektbeschreibung zur Genehmigung vorzulegen. In der
Projektbeschreibung hat er die Ausgangssituation und das
Projektziel zu beschreiben und eine Zeitplanung aufzustellen. Die
Prüfungszeit beträgt für die betriebliche Projektarbeit und für die
Dokumentation mit praxisbezogenen Unterlagen höchstens 80 Stunden.
(FIAusbV §12 Abs. 2) Zusätzlich zur Umsetzung der Projektarbeit und
ihrer Dokumentation muss ein Prüfling in diesem Prüfungsteil
nachweisen, dass er/sie in der Lage ist... die Arbeitsergebnisse
adressatengerecht zu präsentieren und seine Vorgehensweise bei der
Durchführung der betrieblichen Projektarbeit zu begründen (FIAusbV
§12 Abs. 3) Das heißt, es werden eine Projektpräsentation und ein
anschließendes Fachgespräch durchgeführt. Dabei gilt: Die
Prüfungszeit beträgt insgesamt höchstens 30 Minuten. Die
Präsentation soll höchstens 15 Minuten dauern. (FIAusbV §12 Abs. 3)
Die Gewichtung der einzelnen Prüfungsteile sieht so aus:
Projektdokumentation: 50% Projektpräsentation und Fachgespräch: 50%
(nur eine gemeinsame Note ohne Unterscheidung der beiden Teile)
Fachspezifische schriftliche Prüfung Dieser Prüfungsteil ist für
alle IT-Berufe unterschiedlich und fachspezifisch. Es werden zwei
schriftliche Prüfungen zu je 90 Minuten geschrieben. Die
Themengebiete für die einzelnen Berufe sind: Fachinformatiker:in
Anwendungsentwicklung Planen eines Softwareproduktes Entwicklung
und Umsetzung von Algorithmen Fachinformatiker:in Systemintegration
Konzeption und Administration von IT-Systemen Analyse und
Entwicklung von Netzwerken Fachinformatiker:in Daten- und
Prozessanalyse Durchführen einer Prozessanalyse Sicherstellen der
Datenqualität Fachinformatiker:in Digitale Vernetzung Diagnose und
Störungsbeseitigung in vernetzten Systemen Betrieb und Erweiterung
von vernetzten Systemen IT-System-Elektroniker:in Installation von
und Service an IT-Geräten, IT-Systemen und IT-Infrastrukturen
Anbindung von Geräten, Systemen und Betriebsmitteln an die
Stromversorgung Kauf­mann/Kauffrau für Digitalisierungsmanagement
Entwicklung eines digitalen Geschäftsmodells Kaufmännische
Unterstützungsprozesse Kaufmann/Kauffrau für IT-System-Management
Einführen einer IT-Systemlösung Kaufmännische
Unterstützungsprozesse Beide Prüfungen werden mit jeweils 10% in
die Endnote eingerechnet. Die Aufgaben sind schriftlich zu
beantworten und werden manuell von Prüfer:innen korrigiert.
Wirtschaft- und Sozialkunde (WiSo) Im letzten Prüfungsteil soll der
Prüfling nachweisen, dass er in der Lage ist... allgemeine
wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und
Arbeitswelt darzustellen und zu beurteilen. (FIAusbV §15 Abs. 1)
Diese schriftliche Prüfung dauert 60 Minuten und geht zu 10% in die
Abschlussnote ein. Die Aufgaben sind durch Ankreuzen oder Eintragen
von Zahlen zu beantworten und werden automatisiert korrigiert.
Gewichtung der Prüfungsteile Die obigen Prüfungsteile gehen mit
folgenden Gewichtungen in die Endnote ein (siehe FIAusbV §16 Abs.
1) Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes (GAP Teil 1): 20%
Betriebliche Projektarbeit: 50% Davon 50% für die
Projektdokumentation und 50% gemeinsam für Projektpräsentation und
Fachgespräch Fachspezifische schriftliche Prüfung: jeweils 10%
Wirtschafts- und Sozialkunde: 10% Somit zählen alle schriftlichen
Prüfungen zusammen 50% der Abschlussnote und das Projekt auch 50%.
Die Hälfte der Punkte liegt damit in der Hand der Prüflinge, da sie
ihr Abschlussprojekt selbst auswählen, planen und durchführen
können. Nicht-Bestehen der Prüfung Die Abschlussprüfung ist
bestanden, wenn die genannten Prüfungsleistungen wie folgt bewertet
worden sind (siehe FIAusbV §16 Abs. 2): im Gesamtergebnis von Teil
1 und Teil 2 mindestens "ausreichend" (also 50%) im Ergebnis von
Teil 2 mindestens "ausreichend" (also 50%) in mindestens drei
Prüfungsbereichen von Teil 2 mindestens "ausreichend" (also 50%) in
keinem Prüfungsbereich von Teil 2 "ungenügend" (also mind. 30%) Das
heißt, dass man quasi in Teil 1 der Prüfung nicht "durchfallen"
kann (sofern man die Note mit Teil 2 ausgleichen kann). Ggfs.
kannst du ein schlechtes Ergebnis im schriftlichen Teil 2 der
Prüfung durch eine mündliche Ergänzungsprüfung ausgleichen. Es gibt
einen hervorragenden Notenrechner für die IT-Abschlussprüfung
(AO2020). Ablauf der Abschlussprüfung Es gibt für Teil 1 der
Prüfung eine Prüfung im Frühjahr und eine im Herbst, sowie für Teil
2 eine Sommer- und eine Winterprüfung. Die weitaus meisten
Prüflinge nehmen an der Frühjahrs- bzw. Sommerprüfung teil.
Auszubildende mit verkürzter Ausbildungszeit, duale Studierende
oder Umschüler nehmen meist an der Herbst- bzw. Winterprüfung teil.
Die folgenden Termine sind grobe Richtwerte. Nur die Termine der
schriftlichen Prüfungen werden deutschlandweit (bis auf
Baden-Württemberg) einheitlich von der Aufgabenstelle für
kaufmännische Abschluss- und Zwischenprüfungen festgelegt. Die
anderen Termine bestimmen die örtlichen IHKen individuell. Meist
werden die Noten den Prüflingen nicht vom Prüfungsausschuss
mitgeteilt, sondern sie werden nach der Prüfung durch die IHK per
Post versendet. Termine (Vgl. Termine der schriftlichen
Abschlussprüfungen) Teil 1: Februar/März (Frühjahr) bzw.
September/Oktober (Herbst) Teil 2: April/Mai (Sommer) bzw.
November/Dezember (Winter) Mündliche Prüfung
(Präsentation/Fachgespräch): Mai/Juni/Juli (Sommer) bzw.
Dezember/Januar (Winter) Betriebliche Projektarbeit Abgabe des
Antrags: Februar (Sommer) bzw. September (Winter) Bearbeitungszeit:
ab Genehmigung des Antrags durch den Prüfungsausschuss (meist
einige Wochen nach Antragsstellung)
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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