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Beschreibung
vor 5 Jahren
...Die Sicht der Betroffenen, ob sich die Gesellschaft entschlossen
gegen Antisemitismus und Rassismus stellt – ab 03:42 Minuten Viele
Betroffene von Antisemitismus (44%) überlegen, ob sie lieber aus
Deutschland auswandern sollten. Christina Feist war zum Zeitpunkt
des Anschlags in der Synagoge. Für sie ist eine Rückkehr nach
Deutschland unvorstellbar. Sie hat in Deutschland kein Gefühl der
Sicherheit. Conrad Rößler ist Überlebender des Angriffs auf den
Kiez-Döner. Er ist der Meinung, dass dieses Attentat nicht
besonders viel verändert hat. Die Leute die vorher rechts waren,
sind es weiterhin. Das Gleiche gilt für Leute, die sich eher als
links bezeichnen würden. Die Gedenkfeier in der Ulrichskirche wurde
von vielen Betroffenen kritisiert. So wurden manche von ihnen erst
auf Nachfrage eingeladen, wie die Schwerverletzten von Wiedersdorf.
Auch um den Zeitpunkt gab es Irritationen. Denn das
Abschlussgedenken war recht spät angesetzt, kurz vor Beginn des
Sabbats. ...Wie Ministerpräsident Reiner Haseloff den 9. Oktober
2019 erlebt hat – ab 16:22 Minuten Auch heute noch beschäftigt
Haseloff das Geschehen vom Anschlag in Halle sehr. Er war zu dem
Zeitpunkt auf dem Weg nach Brüssel und kehrte sofort um, als er von
dieser Nachricht gehört hat. Als bekannt war, dass die Synagoge im
Fokus des Attentäters stand, war Haseloff klar, dass es ein
antisemitischer Anschlag ist, weil er auch den jüdischen Kalender
gut kennt und wusste, dass Jom Kippur ist. In einer Rede nach dem
Anschlag hat Haseloff gesagt, dass er im Prinzip immer mit so einem
Anschlag gerechnet hat. Dass das in Sachsen-Anhalt möglich war,
macht ihn sehr betroffen. ...Wie zeigt sich der durchaus vorhandene
politische Wille zur Bekämpfung des Antisemitismus in den
Sicherheitsbehörden? – ab 29:18 Minuten Nach dem Halle-Attentat gab
es noch einen weiteren rassistischen Anschlag, nämlich den von
Hanau. Aber die Sicherheitsbehörden konnten seitdem auch vermutlich
zwei weitere Anschläge verhindern. Einer dieser mutmaßlichen
Angreifer gehört zur Organisation "Feuerkriegsdivision. Darüber
gibt es auch mehr Infos im Film "Der Terror der Einsamen Wölfe".
Diese verhinderten Taten sind ein Hinweis darauf, dass die Behörden
mittlerweile erfolgreicher im Internet ermitteln. Der
Verfassungsschutz von Sachsen-Anhalt will im Jahr 2021 zehn neue
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen, die ausschließlich im
Netz ermitteln sollen. ...Wo steht Deutschland beim Thema
Antisemitismus? – ab 35:33 Minuten Im Juni 2020 haben Unbekannte
Hakenkreuze aus Papier vor dem jüdischen Gemeindezentrum in Halle
abgelegt. Ein Polizist trat auf eines davon und erklärte
anschließend, er habe nichts finden können. Gegen ihn wird
mittlerweile wegen Strafvereitelung ermittelt. Auch der Angriff in
Hamburg, wo ein Mann einen Juden mit einem Klappspaten angriff,
zeigt, dass das Attentat von Halle sich einreiht, in eine
furchtbare Tradition antisemtitischer Angriffe. Politik und
Gesellschaft haben nach dem Anschlag von Halle reagiert: So wurde
noch im Oktober 2019 ein Maßnahmepaket gegen Hass und Hetze
verabschiedet. Und auch die Sicherheit für jüdische Einrichtungen
wurden verstärkt. Währenddessen steigen die Zahlen antisemitischer
Straftaten bundesweit weiter an. Der Antisemitismus ist heutzutage
in Deutschland wieder sehr unverblümt zu sehen. Das war über viele
Jahre nicht in dieser Deutlichkeit zu erkennen. ...Noch einmal
zurück zu den Betroffenen – ab 01:00:11 Minuten Die Grundaussage
ist, dass im Rahmen des Attentats an die Betroffenen der Tat
gedacht wird, darüber hinaus aber kaum Aufarbeitung stattfindet.
Einen gesellschaftlichen Wandel sehen sie kaum. Tatsächlich ist
unsere Gesellschaft insgesamt aber so offen und liberal wie nie.
Das ist ein Paradox zu den vielen Erfahrungsberichten von
Antisemitismus und Rassismus. Diese Welle an solchen Taten wertet
der Rechtsextremismusforscher Matthias Quent als Rückzugs
gegen Antisemitismus und Rassismus stellt – ab 03:42 Minuten Viele
Betroffene von Antisemitismus (44%) überlegen, ob sie lieber aus
Deutschland auswandern sollten. Christina Feist war zum Zeitpunkt
des Anschlags in der Synagoge. Für sie ist eine Rückkehr nach
Deutschland unvorstellbar. Sie hat in Deutschland kein Gefühl der
Sicherheit. Conrad Rößler ist Überlebender des Angriffs auf den
Kiez-Döner. Er ist der Meinung, dass dieses Attentat nicht
besonders viel verändert hat. Die Leute die vorher rechts waren,
sind es weiterhin. Das Gleiche gilt für Leute, die sich eher als
links bezeichnen würden. Die Gedenkfeier in der Ulrichskirche wurde
von vielen Betroffenen kritisiert. So wurden manche von ihnen erst
auf Nachfrage eingeladen, wie die Schwerverletzten von Wiedersdorf.
Auch um den Zeitpunkt gab es Irritationen. Denn das
Abschlussgedenken war recht spät angesetzt, kurz vor Beginn des
Sabbats. ...Wie Ministerpräsident Reiner Haseloff den 9. Oktober
2019 erlebt hat – ab 16:22 Minuten Auch heute noch beschäftigt
Haseloff das Geschehen vom Anschlag in Halle sehr. Er war zu dem
Zeitpunkt auf dem Weg nach Brüssel und kehrte sofort um, als er von
dieser Nachricht gehört hat. Als bekannt war, dass die Synagoge im
Fokus des Attentäters stand, war Haseloff klar, dass es ein
antisemitischer Anschlag ist, weil er auch den jüdischen Kalender
gut kennt und wusste, dass Jom Kippur ist. In einer Rede nach dem
Anschlag hat Haseloff gesagt, dass er im Prinzip immer mit so einem
Anschlag gerechnet hat. Dass das in Sachsen-Anhalt möglich war,
macht ihn sehr betroffen. ...Wie zeigt sich der durchaus vorhandene
politische Wille zur Bekämpfung des Antisemitismus in den
Sicherheitsbehörden? – ab 29:18 Minuten Nach dem Halle-Attentat gab
es noch einen weiteren rassistischen Anschlag, nämlich den von
Hanau. Aber die Sicherheitsbehörden konnten seitdem auch vermutlich
zwei weitere Anschläge verhindern. Einer dieser mutmaßlichen
Angreifer gehört zur Organisation "Feuerkriegsdivision. Darüber
gibt es auch mehr Infos im Film "Der Terror der Einsamen Wölfe".
Diese verhinderten Taten sind ein Hinweis darauf, dass die Behörden
mittlerweile erfolgreicher im Internet ermitteln. Der
Verfassungsschutz von Sachsen-Anhalt will im Jahr 2021 zehn neue
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen, die ausschließlich im
Netz ermitteln sollen. ...Wo steht Deutschland beim Thema
Antisemitismus? – ab 35:33 Minuten Im Juni 2020 haben Unbekannte
Hakenkreuze aus Papier vor dem jüdischen Gemeindezentrum in Halle
abgelegt. Ein Polizist trat auf eines davon und erklärte
anschließend, er habe nichts finden können. Gegen ihn wird
mittlerweile wegen Strafvereitelung ermittelt. Auch der Angriff in
Hamburg, wo ein Mann einen Juden mit einem Klappspaten angriff,
zeigt, dass das Attentat von Halle sich einreiht, in eine
furchtbare Tradition antisemtitischer Angriffe. Politik und
Gesellschaft haben nach dem Anschlag von Halle reagiert: So wurde
noch im Oktober 2019 ein Maßnahmepaket gegen Hass und Hetze
verabschiedet. Und auch die Sicherheit für jüdische Einrichtungen
wurden verstärkt. Währenddessen steigen die Zahlen antisemitischer
Straftaten bundesweit weiter an. Der Antisemitismus ist heutzutage
in Deutschland wieder sehr unverblümt zu sehen. Das war über viele
Jahre nicht in dieser Deutlichkeit zu erkennen. ...Noch einmal
zurück zu den Betroffenen – ab 01:00:11 Minuten Die Grundaussage
ist, dass im Rahmen des Attentats an die Betroffenen der Tat
gedacht wird, darüber hinaus aber kaum Aufarbeitung stattfindet.
Einen gesellschaftlichen Wandel sehen sie kaum. Tatsächlich ist
unsere Gesellschaft insgesamt aber so offen und liberal wie nie.
Das ist ein Paradox zu den vielen Erfahrungsberichten von
Antisemitismus und Rassismus. Diese Welle an solchen Taten wertet
der Rechtsextremismusforscher Matthias Quent als Rückzugs
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