Trina aus Kalifornien hat viele Ideen für neue Episoden von Slow
German. Sie möchte zum Beispiel gerne mehr über Zoos erfahren. Zoo
ist die Abkürzung für Zoologischer Garten. Wir sagen auch
Tiergarten oder Tierpark dazu – darunter könnt Ihr Euch sicher
etwas vorstellen, oder? Die Menschen haben verschiedene Tiere in
Zoos gehalten, und das aus unterschiedlichen Gründen. Zum Beispiel
sind die Menschen vor über 100 Jahren noch nicht viel gereist, sie
hatten natürlich auch noch keinen Fernseher, sie wussten also
nicht, wie ein Löwe oder Tiger in der Natur aussieht. Im Zoo
konnten diese Menschen exotische Tiere betrachten. Die Tiere wurden
auch von Wissenschaftlern untersucht und beobachtet. Und auch heute
noch steht ein weiterer Gedanke oft in Verbindung zu Zoos: Seltene
Tiere werden hier vor Schaden bewahrt und gezüchtet. Zoos dienen
also der Arterhaltung, das heißt, sie sorgen dafür, dass seltene
Tiere nicht aussterben. In Deutschland gibt es einige sehr bekannte
Tierparks. Zum Beispiel Hagenbecks Tierpark in Hamburg. Er wurde
von Carl Hagenbeck 1896 gegründet. Dieser Mann hatte eine
außergewöhnliche Idee: Einen Zoo ohne Gitter. Er wollte Tiere nicht
in Käfige einsperren. Durch Wassergräben oder steile Felsen wurden
Gehege gebaut, aus denen die Tiere zwar nicht flüchten können, in
denen sie sich aber dennoch nicht eingesperrt fühlen sollen. Die
meisten Zoos halten sich heute an diese gitterlose Tierhaltung. In
Stuttgart ist die Wilhelma sehr bekannt, in München gibt es den
Tierpark Hellabrunn. Der Zoologische Garten Berlin ist sogar der
artenreichste Zoo der Welt, hier leben also besonders viele
verschiedene Tiere. Jede größere Stadt in Deutschland hat einen
Zoo. Meistens erstrecken die Tierparks sich über große Flächen, sie
sehen aus wie große Parks, in denen Tiere gehalten werden. Viele
Familien gehen am Wochenende gemeinsam in den Zoo, hier gibt es
natürlich auch Restaurants und oft auch Spielplätze für die Kinder.
Man kann also leicht einen ganzen Tag dort verbringen. So schön die
Idee eines Zoos auch ist – es gibt immer wieder Kritiker, die ihre
Abschaffung fordern. Tierschützer weisen darauf hin, dass viele
Tiere nicht artgerecht gehalten werden können. Wildtiere zum
Beispiel wie Tiger haben in der Freiheit ein großes Revier, das
sich über mehrere hundert Kilometer erstreckt. Im Tierpark müssen
sie auf einer sehr kleinen Fläche leben. Außerdem werden oft noch
wilde Tiere für die Haltung in Zoos gefangen. In Deutschland
versuchen die meisten Tierparks, die Tiere möglichst gut zu
behandeln und ihnen viel Platz zu geben. Sehr beliebt sind
regelmäßige Sendungen im Fernsehen, bei denen man hinter die
Kulissen eines Tierparks schauen kann. In diesen Sendungen werden
Tierpfleger bei ihrer Arbeit gezeigt, oder wie es ist, wenn der
Tierarzt einen Elefanten untersucht. Große Schlagzeilen in den
Zeitungen gibt es auch immer wieder, wenn im Zoo ein Tier geboren
wird. Zum Beispiel wurde in München gerade ein kleiner Elefant
geboren. Noch berühmter war ein kleiner Eisbär, der in Berlin
geboren wurde: Knut. Er wurde von einem Menschen aufgezogen und
alle liefen in den Zoo, um den süßen Knut zu sehen. Es gab sogar
Merchandising von Knut, kleine Stoff-Eisbären für die Kinder zum
Beispiel. Leider ist Knut aber mittlerweile tot. Was haltet Ihr von
Tierparks? Gibt es in Eurer Heimat auch Tierparks? Schreibt gerne
in die Kommentarfunktion auf slowgerman.com oder auf Facebook. Bis
zum nächsten Mal, Eure Annik. Text der Episode als PDF:
https://slowgerman.com/folgen/sg69kurz.pdf
Kommentare (0)
Melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben.