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Beschreibung
vor 5 Jahren
Kinderbetreuung mit unterschiedlichen Zielen: ab
01:32 "Dass man jetzt früh als Kleinkind irgendwo in der
Krippe ist, das habe ich nicht mitgemacht" - mit etwa fünf Jahren
ging es für Mario Köhne zum ersten Mal für mehrere Stunden von zu
Hause weg – in den Kindergarten, so zwei Jahre vor der Einschulung.
In den 80er-Jahren – und noch weit darüber hinaus – gehörte in
Bundesrepublik die Kinderbetreuung fest in die Hand der Mütter, die
dann logischerweise zu Hause blieben und nicht arbeiteten. Ganz
anders bei Doreen Jonas – "in der DDR war man die große Ausnahme,
wenn man gar nicht im Kindergarten war", erzählt sie. Jede und
jeder sollte, vielmehr musste, arbeiten, schlichtweg auch, um die
Wirtschaft am Laufen zu halten. Und mit der Kinderbetreuung von
frühen Jahren an hatte der Staat natürlich auch die Möglichkeit der
direkten Einflussnahme – Erziehung im Sinne des Sozialismus.
Honecker Porträt versus Christus-Kreuz: ab 16:48
Minuten In der DDR war Schule staatlich – und damit
politisch, verbunden mit einem starken Personenkult. Es hing zwar
nicht in jedem Klassenraum ein Honecker-Porträt, erinnert sich
Jonas, aber doch in den wichtigsten Räumen. Für Köhne
unvorstellbar, zu seinen Schulstationen gehörte neben staatlichen
Einrichtungen auch eine katholische, in der Orientierungsstufe in
der fünften und sechsten Klasse. "Da hing auch in jedem Klassenraum
ein Kreuz", erzählt der Emsländer. Auch Gottesdienste gehörten zum
Alltag. Jonas hingegen wuchs mit dem Fahnenappell auf – alle
Schülerinnen und Schüler der Klassen standen blockweise angeordnet
auf dem Schulhof – erlebten öffentliches Lob und auch Tadel. Und
unzählige Ansprachen im Sinne des Sozialismus.
Klassenfahrten – Harz und Münsterland, Prag und London: ab
40:26 Minuten Bei Klassenfahrten ist Ost und West sicher
der Spaß und die Abenteuerlust gemein. Wobei es zunächst ja eher in
die Natur ging, Gemeinschaftsbildung gefördert wurde. Für Doreen
Jonas ging es in den Harz, für Köhne ins Münsterland. In den
höheren Klassenstufen wuchsen die Unterschiede: In der achten
Klasse ging es für Jonas nach Weimar, auf den Ettersberg. Der
Besuch des Konzentrationslagers Buchenwald stand für alle
14-jährigen der DDR fest auf der Liste. Auch nach Berlin führte
eine Reise, Jonas in die Hauptstadt der DDR, Köhne nach Westberlin.
International wurde es für beide: sie nach Prag und er nach
Frankreich, später dann auch nach London.
01:32 "Dass man jetzt früh als Kleinkind irgendwo in der
Krippe ist, das habe ich nicht mitgemacht" - mit etwa fünf Jahren
ging es für Mario Köhne zum ersten Mal für mehrere Stunden von zu
Hause weg – in den Kindergarten, so zwei Jahre vor der Einschulung.
In den 80er-Jahren – und noch weit darüber hinaus – gehörte in
Bundesrepublik die Kinderbetreuung fest in die Hand der Mütter, die
dann logischerweise zu Hause blieben und nicht arbeiteten. Ganz
anders bei Doreen Jonas – "in der DDR war man die große Ausnahme,
wenn man gar nicht im Kindergarten war", erzählt sie. Jede und
jeder sollte, vielmehr musste, arbeiten, schlichtweg auch, um die
Wirtschaft am Laufen zu halten. Und mit der Kinderbetreuung von
frühen Jahren an hatte der Staat natürlich auch die Möglichkeit der
direkten Einflussnahme – Erziehung im Sinne des Sozialismus.
Honecker Porträt versus Christus-Kreuz: ab 16:48
Minuten In der DDR war Schule staatlich – und damit
politisch, verbunden mit einem starken Personenkult. Es hing zwar
nicht in jedem Klassenraum ein Honecker-Porträt, erinnert sich
Jonas, aber doch in den wichtigsten Räumen. Für Köhne
unvorstellbar, zu seinen Schulstationen gehörte neben staatlichen
Einrichtungen auch eine katholische, in der Orientierungsstufe in
der fünften und sechsten Klasse. "Da hing auch in jedem Klassenraum
ein Kreuz", erzählt der Emsländer. Auch Gottesdienste gehörten zum
Alltag. Jonas hingegen wuchs mit dem Fahnenappell auf – alle
Schülerinnen und Schüler der Klassen standen blockweise angeordnet
auf dem Schulhof – erlebten öffentliches Lob und auch Tadel. Und
unzählige Ansprachen im Sinne des Sozialismus.
Klassenfahrten – Harz und Münsterland, Prag und London: ab
40:26 Minuten Bei Klassenfahrten ist Ost und West sicher
der Spaß und die Abenteuerlust gemein. Wobei es zunächst ja eher in
die Natur ging, Gemeinschaftsbildung gefördert wurde. Für Doreen
Jonas ging es in den Harz, für Köhne ins Münsterland. In den
höheren Klassenstufen wuchsen die Unterschiede: In der achten
Klasse ging es für Jonas nach Weimar, auf den Ettersberg. Der
Besuch des Konzentrationslagers Buchenwald stand für alle
14-jährigen der DDR fest auf der Liste. Auch nach Berlin führte
eine Reise, Jonas in die Hauptstadt der DDR, Köhne nach Westberlin.
International wurde es für beide: sie nach Prag und er nach
Frankreich, später dann auch nach London.
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