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gut in Beziehung Archiv

80 Episoden
10 Minuten
Eltern sein und gleichzeitig als Paar verbunden bleiben – das klingt selbstverständlich, fühlt sich im Alltag aber oft schwer umsetzbar an. Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen gemeinsamen Abend? Wer passt auf die Kinder auf? Und wie realistisch ist das eigentlich mit kleinen Kindern? Ich stelle in dieser Episode drei Strategien vor, mit denen Paare Babysitter-Lösungen finden und Zweisamkeit konkret planen können. Ich spreche darüber, warum weniger oft mehr ist, wie man ein Netzwerk für gegenseitige Kinderbetreuung aufbaut und was bei der ersten Erfahrung mit einem fremden Babysitter hilft. Die Episode gibt keine Patentrezepte, aber klare Orientierung für Paare, die sich in der Phase junger Elternschaft nicht aus den Augen verlieren möchten. Thematisch angebunden an die Frage, wie viel Paarzeit wirklich nötig ist – und wie man diese Zeit qualitativ gut gestaltet.
15 Minuten
Bindung und Autonomie – hinter diesen beiden Begriffen steckt eine der grundlegendsten Dynamiken in Partnerschaften. Wieviel Nähe, wieviel Freiraum: Das Verhältnis dieser beiden Pole prägt, wie ich mich in meiner Beziehung fühle, wie ich denke und wie ich handle. In dieser Folge erkläre ich das Konzept, zeige anhand von Beispielen aus meiner therapeutischen Praxis, was ein veränderter Blick auf Nähe und Distanz bewirken kann, und beleuchte die besondere Bedeutung für Paare mit Kindern. Studien belegen: Bindung und Autonomie sind der entscheidende Schutzfaktor, um als Paar auch nach der Geburt eines Kindes zusammenzuwachsen, statt sich zu entfremden. Zwei O-Ton-Passagen aus einem Berliner Stadtpark und ein Reflexionsimpuls für den Alltag runden die Episode ab. Ich begleite Paare im Raum Teupitz, Dahme-Spreewald und südlich von Berlin.
12 Minuten
Irgendwann verfliegen die Schmetterlinge. Was bleibt, ist oft Unsicherheit: Stimmt etwas nicht mit uns? Sind wir das falsche Paar? In dieser Folge erkläre ich, warum das, was viele Paare als Krise erleben, zum normalen Verlauf jeder Partnerschaft gehört. Der Paartherapeut Roland Weber hat fünf Beziehungsphasen beschrieben, die alle Paare durchlaufen – unabhängig von Herkunft, Lebensstil oder Familienform. Ich nehme euch mit durch jede dieser Phasen: von der Verliebtheit über die Irritation und Konflikte bis hin zur Neuorientierung und schließlich einer reifen, tiefen Liebe. Ich erkläre, was in jeder Phase typisch ist, wo die Stolperstellen liegen und was euch helfen kann, gemeinsam weiterzuwachsen. Besonders dann, wenn beide Partner nicht in derselben Phase sind, braucht es Orientierung. Diese Folge gibt euch genau das.
11 Minuten
Viele Ratgeber zur Kommunikation beschreiben, wie man Stimmlage, Körpersprache und Augenkontakt gezielt einsetzen soll – und machen Gespräche dabei komplizierter als sie sein müssen. Dabei steckt gutes Miteinander-Reden im Kern in etwas viel Einfacherem: in Authentizität. Virginia Satir, eine der bedeutendsten Familientherapeuten des 20. Jahrhunderts, nannte das Kongruenz – die Übereinstimmung von dem, was wir denken, fühlen und sagen. Wer kongruent kommuniziert, begegnet seinem Gegenüber auf Augenhöhe, ist offen und verletzlich, ohne sich zu verbiegen. In dieser Episode stelle ich Satirs vier nicht-kongruente Kommunikationsmuster vor: den Beschwichtiger, den Ankläger, den Rationalisierer und den Ablenker. Vielleicht erkennst du dich in einem davon. Vielleicht erkennst du jemanden, den du gut kennst. Und vielleicht wird dir nach dieser Folge klarer, in welchen Situationen du nicht ganz du selbst bist – und was es brauchte, um es zu sein.
10 Minuten
Es sind die kleinen Randbemerkungen, der Scherz über ein paar Kilos, die Anmerkung zur Frisur – Sätze, die häufig fallen, ohne dass dem Gegenüber ihre Wirkung bewusst ist. Die Botschaft dahinter ist aber immer dieselbe: Du bist nicht okay, so wie du bist. In dieser Episode schaue ich mir an, warum Bodyshaming in Paarbeziehungen so häufig unterschätzt wird, welche Bedürfte dahinter stecken können und wann es Zeit ist, klar Grenzen zu ziehen. Drei häufige Motive: der Wunsch nach Macht, die Suche nach Selbstbestätigung über den anderen und die Sehnsucht nach der frühen Verliebtheitsphase. Wer sich fragt, ob das eigene Erleben schon Bodyshaming ist – oder wer selbst Kommentare macht, ohne deren Wirkung zu kennen – findet hier Orientierung. Ich arbeite als Paartherapeut und begleitet Paare im südlichen Raum von Berlin.
12 Minuten
Beziehungen brauchen keine grossen Gesten – aber gelegentlich brauchen sie Abwechslung. In dieser Folge stelle ich zehn Ideen vor, wie du deinen Lieblingsmenschen überraschen kannst, ohne stundenlang planen zu müssen. Einige Ideen sind kreativ, andere sehr einfach umsetzbar, eine ist sogar für Paare gedacht, die gerade in einem Streit stecken. Alle Ideen entstammen echter persönlicher Lust am Ausprobieren – und genau das merkt man ihnen an. Vielleicht ist auch für dich etwas dabei.
16 Minuten
Eifersucht gehört zu den belastendsten Gefühlen in Beziehungen. Sie entsteht oft aus Angst, Selbstzweifeln oder früheren Verletzungen. Eifersucht kostet Kraft . Und weil sie so viel Energie bindet, lohnt es sich, genauer hinzuschauen: Was löst Eifersucht aus? Wann ist sie noch normal, wann braucht sie Aufmerksamkeit? Und was kann man tun, wenn sie überhandnimmt? In dieser Folge spreche ich über die emotionalen Wurzeln von Eifersucht, über die vier häufigsten Ursachen aus paartherapeutischer Perspektive – und über praktische Möglichkeiten, den eigenen Selbstwert zu stärken, Transparenz herzustellen und Eifersucht gemeinsam als Paar anzugehen. Ich arbeite unter anderem im südlichen Raum von Berlin und begleite dort Paare, für die Eifersucht ein zentrales Beziehungsthema ist.
11 Minuten
Was passiert in uns, wenn wir im Wald sind? Und was hat das mit unserer Beziehung zu tun? In dieser Episode spreche ich darüber, warum ich Paartherapiesitzungen in die Natur verlege, was dabei anders wird – und warum ich glaube, dass es mehr Menschen guttun würde, öfter rauszugehen. Natur verändert uns messbar: Herzfrequenz und Blutdruck sinken, Stresshormone gehen zurück, das Immunsystem wird aktiver. Psychologisch gewinnen wir Erdung, Vertrauen und Beziehungsfähigkeit. Paare, die gemeinsam draußen unterwegs sind, kommen schneller in einen Zustand, in dem echte Gespräche möglich werden. Ich erkläre, wie ich den Wald für mein eigenes Psychohygiene nutze, warum ich ihn als therapeutischen Raum schätze – und ich gebe euch das Brückenmodell mit auf den Weg: Eine Übung in drei Schritten, die beim Gehen funktioniert und euch hilft, gemeinsam zu klären, was ihr festhalten wollt, was ihr loslassen möchtet und wohin ihr euch als Paar entwickeln wollt.
13 Minuten
Recht haben und glücklich sein – beides gleichzeitig geht meistens nicht. Ich beschreibe, warum wir in Beziehungen so viel stärker auf dem eigenen Standpunkt beharren als in anderen Lebensbereichen, und was das mit dem hat, was uns wirklich wichtig ist. Im Zentrum steht das Bild zweier Landkarten: Jeder Partner sieht die Realität anders – und erst wenn beide Karten nebeneinander gelegt werden, lassen sich gemeinsame Lösungen finden. Anhand der Aufgabenverteilung im Alltag zeige ich, wie das 50/50-Denken zwar gerechter klingt als frühere Rollenmodelle, aber eine innere Kontrollschleife erzeugt, die auf Dauer zermürbt. Das Gegenmodell: die 80/80-Regel von Kalyn und Kyle Benson, die den Blick weg vom Defizit und hin zur Möglichkeit des Geb
10 Minuten
Viele Paare erleben Phasen, in denen Lust und Sexualität aus der Beziehung verschwinden. Oft liegt das nicht nur an Stress oder Alltag, sondern an inneren Überzeugungen über Sexualität. Wer mit vielen Regeln rund um das Thema Sexualität aufgewachsen ist, trägt oft ein umfangreiches inneres Regelwerk mit sich – bewusst oder unbewusst. In der Paartherapie begegnen mir Paaren, bei denen genau dieses Wertesystem zur entscheidenden Blockade wird. Das Lustsystem – das unbewusste Begehren – lässt sich nicht direkt steuern. Das Wertesystem schon. Und genau da liegt die Möglichkeit: Glaubenssätze prüfen, einkochen, gezielt verändern – und damit wieder Raum für Lust zu schaffen, die meistens gar nicht wirklich verschwunden ist. Diese Folge richtet sich besonders an Menschen, die merken, dass ihr Kopf ihrer Sexualität im Weg steht. Mit einem konkreten Impuls zum Schluss: aufschreiben, was das eigene Wertesystem im Bereich Sexualität ausmacht – und ob es noch hilfreich ist. Praxis in Teupitz für Paare aus dem Dahme-Spreewald und dem südlichen Raum Berlin.
12 Minuten
Beziehungskrisen entstehen selten plötzlich. Häufig entwickeln sie sich über längere Zeit durch unerfüllte Bedürfnisse, Missverständnisse oder belastende Lebensphasen. Ich erkläre, wie Beziehungskrisen sich ankündigen, was sie von Familiendynamiken unterscheidet, und warum der Gedanke 'Du bist schuld' keine Lösung bringt. Stattdessen stelle ich das Konzept der dyadischen Krisenbewältigung vor: die Überzeugung, dass Krisen immer gemeinsam entstehen und nur gemeinsam aufgelöst werden können. Dabei sind zwei Schlüsselfaktoren wichtig: emotionale Verbundenheit (Cohesion) und Anpassungsfähigkeit (Adaption). Ich beschreibe, warum die Extreme – zu wenig oder zu viel von beiden – Krisen verschlimmern können, und was einen gesunden Mittelweg ausmacht. Krisen sind keine Katastrophen. Sie sind Momente, in denen Beziehungen die Möglichkeit haben, auf ein neues Niveau zu wachsen. Ich bin Paartherapeut in Teupitz, südlich von Berlin.
11 Minuten
Rollenverteilung in Paarbeziehungen ist ein Thema, das fast jedes Paar früher oder später beschäftigt. Einer ist immer derjenige, der an Geburtstage denkt. Einer ist immer derjenige, der redet. Einer ist immer derjenige, der den Müll rausbringt. Ich zeige in dieser Episode, dass hinter solchen Mustern meist keine böse Absicht steckt, sondern ein systemisches Prinzip: Das Paar-Mobilie sucht immer die Balance. Wenn ein Partner einen Pol besetzt, entsteht auf der anderen Seite automatisch der Gegenpol – auch ohne bewusste Entscheidung. Das wird zum Problem, wenn sich jemand in diese Gegenrolle gedrängt fühlt, wenn der Vorwurf in einem Konflikt genau dort trifft, wo man am wenigsten hinschauen möchte – auf der eigenen Schattenseite. Dann gehen wir besonders schnell in den Widerstand. Der Ausweg: Raum schaffen. Vom Monopol abgeben. Den anderen in die eigene Rolle einladen – und damit das Wir stärken, anstatt das Ich zu verteidigen. Eine Episode über Systemdynamik, Konfliktentstehung und praktische Veränderung.
12 Minuten
Wenn Grenzen in der Beziehung nicht gewahrt werden, erzeugt das Frust - auf beiden Seiten. Dabei ist es dem anderen häufig gar nicht bewusst, dass er über eine Grenze geht. In dieser Episode nehme ich drei Bereiche unter die Lupe: territoriale Orte in der Wohnung, Rollen und Aufgaben in der Partnerschaft sowie Werte und Vorstellungen, die jeder mit in die Beziehung bringt. Ich erkläre, warum es wichtig ist, zuerst die eigenen Grenzen zu kennen, bevor man sie kommunizieren kann - und warum gerade bei Werten eine ehrliche Auseinandersetzung mit dem, was verhandelbar ist und was ein klares No-Go darstellt, so entlastend sein kann. Grenzen zu setzen bedeutet nicht Kontrolle oder Enge, sondern gegenseitige Wertschätzung. Ich begleite Paare aus der Region Dahme-Spreewald und dem südlichen Raum von Berlin in meiner Praxis.
12 Minuten
Wenn ein Partner depressiv ist, verändert sich oft die gesamte Dynamik der Beziehung. Gespräche werden schwieriger, Nähe geht verloren und der nicht betroffene Partner fühlt sich häufig hilflos. Viele Paare fragen sich in dieser Situation, wie sie miteinander umgehen können, ohne sich selbst zu verlieren. In dieser Folge geht es darum, wie Depression Beziehungen beeinflusst – und welche Wege Paare finden können, um mit dieser Belastung konstruktiv umzugehen. Eine Studie des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung zeigt: Das Trennungsrisiko verdoppelt sich innerhalb von zwei Jahren, sobald ein Partner an einer psychischen Erkrankung wie Depression oder Burnout leidet. Körperliche Erkrankungen haben diesen Effekt nicht. In dieser Episode spreche ich darüber, was das konkret für Paare bedeutet – und was ihr tun könnt, um nicht in dieses Risiko hineinzurutschen. Ich teile dabei auch meine eigene Geschichte: Mit 19 Jahren erkrankte ich an Depression und erlebte selbst, wie schwer es ist, in einer depressiven Phase in Kommunikation zu bleiben und dem Partner gegenüber klar zu benennen, was man braucht. Ein zentraler Ansatz, der entlastet: Symptom und Symptomträger voneinander trennen. Nicht "ich und mein kranker Partner", sondern "wir – und die Depression als eigenständige Kraft in unserem System". Diese systemische Perspektive schafft Raum, den Partner wieder als Person zu sehen – jenseits der Erkrankung. Ich erkläre außerdem, wann begleitende Paartherapie sinnvoll ist, warum zuerst der erkrankte Partner professionelle Unterstützung braucht und welche Alternativen es gibt, wenn Paartherapie (noch) nicht der richtige Schritt ist. Ich arbeite als Paartherapeut im Raum Teupitz und Dahme-Spreewald südlich von Berlin.
10 Minuten
Warum fällt es manchen Menschen leicht, sich in einer Beziehung zu öffnen – während andere instinktiv auf Abstand gehen oder sich ängstlich klammern? Eine Antwort darauf liefert die Bindungstheorie. In dieser Episode erkläre ich, was Bindungstypen sind, wie sie entstehen und wie sie sich in deiner heutigen Partnerschaft zeigen. Die Bindungserfahrungen, die wir als Kinder machen – vor allem mit unserer Hauptbezugsperson – hinterlassen tiefe Spuren. Sie beeinflussen, wie wir uns selbst wahrnehmen, wie viel Vertrauen wir anderen entgegenbringen und wie wir auf Nähe, Konflikte und Verlustangst reagieren. Rund 60 bis 70 Prozent der Menschen sind sicher gebunden. Die anderen drei Typen – unsicher-vermeidend, unsicher-ambivalent und desorganisiert – bringen spezifische Muster mit, die Beziehungen belasten können. Die gute Nachricht: Bindungstypen sind keine Schicksalsurteile. Wer die eigenen Muster erkennt, kann beginnen, sie zu verändern.
gut in Beziehung

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Systemische Impulse für bewusste Paarbeziehungen