Land.Schafft.Wissen.

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Der Podcast des Zukunftszentrums Holzminden-Höxter
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Episoden

Dörfer in Westfalen-Lippe – Bestandsaufnahme und Situationsanalyse
15.06.2026
1 Stunde 11 Minuten
Was macht ein Dorf heute eigentlich aus? Und wie zukunftsfähig sind die Dörfer in Westfalen-Lippe? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die 13. Folge des Podcasts Land.Schafft.Wissen. des Zukunftszentrums Holzminden-Höxter (ZZHH).


Im Mittelpunkt steht die wissenschaftliche Studie „Dörfer in Westfalen-Lippe – Bestandsaufnahme und Situationsanalyse“ der HAWK in Göttingen. Die Studie wurde in den Jahren von 2022 bis 2025 im Auftrag der Geographischen Kommission für Westfalen durchgeführt und durch die LWL-Kulturstiftung und die Stiftung Sparkasse Münsterland Ost gefördert.


Es wurde erstmals umfassend untersucht, wie viele Dörfer es in Westfalen-Lippe überhaupt gibt, wie sich die Dörfer der Region entwickeln – insbesondere seit der kommunalen Gebietsreform im Jahr 1975 in Nordrhein-Westfalen -, welche Herausforderungen sie prägen – und warum sie auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen werden.


Die aktuelle Podcast-Folge zeigt, dass Dörfer in Westfalen-Lippe keineswegs „Auslaufmodelle“ sind. Im Gegenteil: 3,2 Millionen Menschen, also 38 % der Bevölkerung, leben in dörflich geprägten Strukturen. Gleichzeitig stehen viele Orte vor großen Herausforderungen – vom demografischen Wandel über Mobilität bis hin zu Überlegungen, wie Gemeinschaft und Ehrenamt langfristig erhalten werden können.


Im Gespräch wird deutlich, dass die wissenschaftliche Forschung inzwischen differenzierter auf ländliche Räume blickt als noch vor einigen Jahren. Statt einfacher Klischees vom „sterbenden Dorf“ zeichnen die Forschenden ein vielschichtiges Bild: manche Dörfer wachsen und entwickeln neue Ideen, andere kämpfen mit Leerständen oder Infrastrukturproblemen. Gerade deshalb, so die Botschaft der Podcast-Folge, lohnt sich ein genauer Blick auf die Entwicklung des ländlichen Raums. Eine wesentliche Erkenntnis der Studie ist, dass Dörfer die Chance bieten, „den Krisen unserer Zeit von ganz unten an der Basis etwas entgegenzusetzen“ (Harteisen). Damit verbunden ist ein eindeutiger Appell an die Politik, die Menschen in den Dörfern kontinuierlich zu unterstützen.
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Projekt Seesonar: Forschungsreise nach Venda in Südafrika
04.03.2026
31 Minuten
In der zwölfte Folge fragt die bekannte Moderatorin Katrin Degenhardt die Forscher Prof. Klaus Maas und Prof. Christian Jolk von der Th OWL: „Welche Win-Win-Situation ergibt sich aus der gemeinsamen Forschung der TH OWL und der Universität Venda in Südafrika für den Umgang mit unser wichtigsten Ressource Wasser? Was können beide Seiten voneinander lernen?“


Die beiden Wissenschaftler geben Einblicke in das Projekt Seesonar und die Vermessung von See- und Flussgründen mit Hilfe eines dafür entwickelten Wasserultraschallgerätes, einer sogenannten Wasserdrohne.


Das Ziel ist die Generierung von Daten zur Optimierung des Wassermanagements in den untersuchten Gebieten. Prof. Maas und Prof. Jolk berichten von den Messungen im Kreis Höxter und von denen im Nord-Osten Südafrikas während ihres Forschungsaufenthaltes und sie beschreiben die Unterschiede und Herausforderungen bei ihrer Arbeit in diesen unterschiedlichen Regionen. Beide betonen die Wichtigkeit solcher internationalen Kooperationen - sowohl für die Forschungsergebnisse, ihren gemeinsamen Nutzen und das Von-einander-Lernen als auch für die Studierenden, die dabei wertvolle Erfahrungen für ihre berufliche Zukunft machen können.


Shownotes


https://www.th-owl.de/forschung/transfer/trinnovation-owl/formate/impulsprojekte/seesonar/


https://www.wbgu.de/de/publikationen/publikation/eu-wasserpolitik


https://www.unesco.de/themen/wissenschaft/wasser-und-ozeane/weltwasserbericht/


https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/fluesse/ueberwachung-bewertung/wie-wird-der-hydromorphologische-zustand-bewertet#undefined


https://www.umweltbundesamt.de/monitoring-zur-das/handlungsfelder/wasserhaushalt#zur-bedeutung-des-handlungsfelds
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Co-Creation: Gestaltungsmacht „von unten“!
10.12.2025
1 Minute
Die elfte Folge vermittelt vielseitige Einblicke in den Prozess Co-Creation, der das gemeinsame und demokratische, aber auch systematische Gestalten von Veränderungen in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik fördern kann. Im Gespräch mit  Moderatorin Katrin Degenhardt sind diesmal die Wissenschaftlerinnen Professorin Dr. Alexandra Engel und Dr. Agnes Kriszan von der HAWK und die Autorin Katrin Elster. Gemeinsam ist Ihnen das Anliegen, die Gestaltungsmacht der engagierten Akteure des gelingenden Alltags – egal ob in Wirtschaft, Verein oder Kommunalpolitik – zu stärken.


In einem spannenden Gespräch gehen die Wissenschaftlerinnen Prof. Dr. Alexandra Engel und Dr. Agnes Kriszan, die Autorin Katrin Elster und die Moderatorin Katrin Degenhardt der Frage nach, warum etablierte Partizipationsformate heute nicht mehr ausreichen, um die komplexen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer heutigen Zeit zu bewältigen und wie Co-Creation echte Teilhabe aller Menschen unserer Gesellschaft ermöglichen kann.


Als geeigneten Ansatz erläutert Katrin Elster die Bedeutung und die Dimensionen von Co-Creation: systematisches und gemeinsames Gestalten von Lösungen und Veränderungen über disziplinäre, hierarchische und kulturelle Grenzen hinweg durch die Verteilung von Gestaltungsmacht auf alle Beteiligten. Sie zeigt auf, welche Wertvorstellungen für Co-Creation erforderlich sind, wie die Vorgehensweise in co-kreativen Prozessen ist und dass eine methodische Unterstützung zu ihrem Gelingen unerlässlich ist.


Dr. Agnes Kriszan gewährt daran anknüpfend Praxiseinblicke in aktuelle Forschungsarbeiten und erklärt, dass Co-Creation durch erweiterte Teilhabemöglichkeiten und Perspektivwechsel für die Bewältigung von Herausforderungen in ländlichen Räumen ein vielsprechender Lösungsansatz sein kann. Der spannenden Darstellung von Co-Creation aus verschiedenen Blickrichtungen folgt das gemeinsame Fazit, dass für co-kreative Veränderungen die Auseinandersetzung mit dem Begriff Macht, die Bereitschaft zur Machtabgabe und nicht zuletzt finanzielle Ressourcen für die methodische Begleitung erforderlich sind.
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Berufswahl-Unterstützung für junge Menschen: Projekt ReBiNet - Regionale Bildungslandschaften aus Netzwerkperspektive
17.09.2025
48 Minuten
In einem spannenden Gespräch gehen Katrin Degenhardt (Moderation) und Heike Gumz dem Einfluss lokaler Netzwerke auf die Bildungsqualität und auf die individuellen Bildungsverläufe von Jugendlichen vor dem Hintergrund räumlicher Ungleichheiten nach. Heike Gumz (Diplom-Sozialpädagogin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am ZZHH; Zukunftszentrum Holzminden-Höxter) berichtet über ihre Forschung und zeigt auf, wie Berufswahlprozesse gut unterstützt werden können und welche Rolle Netzwerke dabei für junge Menschen spielen. Zentral sind unter anderem die richtigen Settings, ein guter und individueller Dialog vor dem Schreiben der Bewerbungen, eine Offenheit für die Ideen der Jugendlichen oder kreative methodische Ideen, die Jugendliche fördern, ihre Ideen zu äußern. Die Ergebnisse der Studie sprechen dafür, sehr frühzeitig Räume zu eröffnen, in denen Jugendliche fernab von Schulkontext und Leistungsorientierung ausprobieren und entwickeln können.


Die regionalen Netzwerke sind dabei förderlich, benötigen jedoch eine verlässliche Finanzierung und Arbeitsteilung. Dabei müssen Jugendliche selbst oder Berufsgruppen, die sie vertreten, beteiligt sein.
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Projekt FAkuBi: Zwischen Rahmen, Zugängen und Lücken. Akteur*innen der kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche in ländlichen Räumen
02.06.2025
1 Stunde 45 Minuten
In der neunten Folge der Podcastreihe LAND.SCHAFFT.WISSEN. stellt Katrin Degenhardt die Frage: "Welche Zugänge, aber auch Lücken entstehen aus den Rahmenbedingungen für Akteurinnen und Akteure, die kulturelle Bildung für Kinder und Jugendliche in ländlichen Räumen gestalten – und welche Konsequenzen hat das?"


Die drei Forscherinnen Dr. Katja Drews (HAWK), Heike Gumz (Uni Kassel/BTU) und Claudia Arndt (BTU) stellen die Ergebnisse ihrer regionalvergleichenden Studie über Arrangements, Praxis und Praktiken kultureller Bildung in Einrichtungen, Projekten, Vereinen und Initiativen in drei ausgewählten ländlichen Räumen vor: dem Weserbergland, dem Südwestvorharz und der Lausitz.


Die Forschungsergebnisse beleuchten zudem, warum in Regionen mit einem geringen Angebot und erschwerten Bedingungen für kulturelle Bildungsarbeit auch das Risiko steigt, dass undemokratische Kräfte leichter Zugang zu Jugendlichen finden.
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Über diesen Podcast

Ländliche Räume nicht nur zu erforschen, sondern Transformationsprozesse und die Zukunftsfähigkeit ländlicher Räume zu begleiten und mitzugestalten ist der Anspruch des Zukunftszentrums Holzminden-Höxter (ZZHH). Als länderübergreifende Forschungseinrichtung der niedersächsischen Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst HAWK und der nordrhein-westfälischen Technischen Hochschule OWL forscht das ZZHH zu Themen ländlicher Räume und entwickelt im inter- und transdisziplinären Dialog zukunftsfähige Lösungen für ihre Entwicklung. In diesem Podcast möchte das ZZHH Einblick in aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse geben und diese mit Forscher*innen und Akteur*innen des ländlichen Raums diskutieren, um gemeinsam Transfermöglichkeiten, Potentiale und Zukunftschancen zu identifizieren und auszuarbeiten. Weitere Informationen sowie Begleitmaterial zu den einzelnen Folgen finden Sie unter www.das-zukunftszentrum.de. Da das ZZHH von der Idee getragen wird, dass Zukunft nur gemeinsam gestaltet werden kann, freut sich das Redaktionsteam auf Rückmeldungen, Ideen und Austausch unter info@das-zukunftszentrum.de Herausgebende: Prof.in Dr. Alexandra Engel Prof. Dr. Ulrich Harteisen Prof. Dr. Klaus Maas Moderation: Katrin Degenhardt Musik und technische Bearbeitung: André Föller, Audionaut Tonstudio Grafikdesign: Angelika Pierenkemper Redaktion und Schnitt: Saskia Dreier - saskia.dreier@th-owl.de
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Projekt FAkuBi: Zwischen Rahmen, Zugängen und Lücken. Akteur*innen der kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche in ländlichen Räumen
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