Podcaster
Episoden
04.01.2026
37 Minuten
Man müsste mal … darum kämpfen, einen Stadtteilpark auch für die
Generationen zu erhalten!
Die Fläche eines öffentlichen Stadtteilparks mit einem Spielplatz
in Schwerin Lankow soll verkauft werden. Für die Redaktion der
Online-Zeitung „SCHWERIN.NEWS“ wurde der erste Schritt bereits
2020 gemacht. „Damals beschloss der Hauptausschuss der
Landeshauptstadt Schwerin im nichtöffentlichen Teil, das Gelände
des Stadtteilparks Lankow zu verkaufen. Nichtöffentlich heißt in
diesem Zusammenhang nicht nur „ohne Zuschauer“. Es bedeutet:
keine öffentliche Tagesordnung, keine öffentliche Diskussion,
keine Möglichkeit für Bürgerinnen und Bürger, überhaupt zu
erfahren, dass gerade über ihren öffentlichen Raum entschieden
wird.“ Und genau darin sehen die Initiatoren des Bürgerentscheids
das Problem.
Es sei legitim, Dinge in nicht-öffentlicher Sitzung zu
besprechen, meint Klaus-Michael Rothe, der sich für den Erhalt
des Parks einsetzt. „Aber es ist im höchsten Maße unanständig,
auch drum herum keine Öffentlichkeit stattfinden zu lassen“, sagt
er.
Claudia Reinke wohnt seit 26 Jahren in Lankow. Ihre Tochter hat
im Park gespielt und sie selber ist immer wieder gerne dort.
Beide sind sich sicher, dass eine öffentliche Debatte über den
möglichen Verkauf des Stadtteilparks einen spannenden Verlauf
genommen hätte, denn der Stadtteilpark und der Spielplatz sollen
Parkplätzen, Arztpraxen, Verkaufs- und Gewerbeflächen und einigen
wenigen Wohnungen weichen. Alles in der Hand eines privaten
Investors.
Das macht aus Sicht von Anwohnern und Kritikern keinen Sinn. Ihre
zahlreichen Argumente haben sie zusammengetragen und nach einem
Weg gesucht, den Park samt Spielplatz zu erhalten. Ihre Antwort
ist ein Griff in die Werkzeugkiste der Demokratie: Bürgerbegehren
und Bürgerentscheid und sehr viel Engagement.
Im Sommer 2025 bringen sie in nur wenigen Wochen in der ganzen
Stadt fast 4.400 gültige Stimmen für den Erhalt des Parks im
Rahmen eines Bürgerbegehrens zusammen. Damit bremsen sie den
bereits beschlossenen Verkauf zunächst erfolgreich aus und
ermöglichen einen Bürgerentscheid. Nun sind 78.523
Schwerinerinnen und Schweriner an der Reihe. Sie haben die
Möglichkeit bis zum 25. Januar 2026 abzustimmen. Eine seltene
Möglichkeit der direkten demokratischen Beteiligung.
„Sind Sie dafür, dass das Grundstück Kieler Straße
(Flurstück 313/4, Flur 3, Gemarkung Lankow), Stadtteilpark/
Spielplatz im Eigentum der Stadt verbleibt, nicht verkauft wird
und der Spielplatz und Park an diesem Standort erhalten
bleiben?“ lautet die Frage. Die Antwort kann nur lauten:
JA oder NEIN.
19.631 JA-Stimmen sind nötig, um den Erhalt des Stadtteilparks
und des Spielplatzes zu sichern. Wer mehr zum Hintergrund des
ersten Schweriner Bürgerentscheids und zur Motivation von Claudia
Reinke und Klaus-M. Rothe wissen und sich Klarheit über die
Abstimmung zum Bürgerentscheid verschaffen möchte, hat diese
Möglichkeit in dieser Folge vom Podcast „Man müsste mal …“ mit
Andreas Lußky und Claus Oellerking.
Diese Folge haben wir am 30.12.2025 aufgenommen.
Mehr
21.12.2025
1 Minute
Man müsste mal...mit anderen Augen auf den Dreesch schauen!
Der Dreesch. Im Südwesten des Schweriner Sees. Hier entstand seit
den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts die größte
Plattenbausiedlung Norddeutschlands.
Die WBS 70-Plattenbauten waren modern und gut ausgestattet. Rund
60.000 Einwohner hatten hier vor der 1989 ihr Zuhause. Schulen,
Kaufhallen, Poliklinik, Schwimmhalle, Tankstelle und die
Straßenbahn, den Schweriner See, den Zoo und viel Wald vor der
Haustür. Heute unterteilt man den Dreesch nach seinen
Bauabschnitten in die drei Ortsteile Großer Dreesch, Neu
Zippendorf und Mueßer Holz.
Hier leben und engagieren sich Steffi Uhl und Michael Löwe. Nach
1989 sank die Einwohnerzahl auf etwa 25.000. Große Betriebe
verschwanden aus der Region. Gut ausgebildete Fachkräfte verloren
den einst sicheren Arbeitsplatz. Viele verließen die Stadt. Das
soziale Gefüge zerbrach. Hoffnungslosigkeit und Enttäuschung,
Arbeitslosigkeit, Armut und Kriminalität nahmen zu. Aus der
sozialistischen Bilderbuch-Siedlung wird ein sozialer Brennpunkt.
Steffi Uhl und Michael Löwe kennen die weniger schönen Ecken und
sie wissen auch, was an tollen Dingen so läuft. Stadtverwaltung
und Stadtpolitik haben längst erkannt, dass hier etwas geschehen
muss. Und es passiert eine ganze Menge. Abriss, Sanierung,
Neubau.
Für die Neugestaltung des Keplerplatzes – ein zentraler
Treffpunkt - macht sich die Initiative „Aktion Keplerplatz!
gemeinsam. neu. gestalten.“ stark. Mit dabei sind Steffi Uhl und
Michael Löwe. Und aus dieser Initiative heraus bilden sie die
„Dreeschkindflotte“.
Rund 20 Leute aus dem Stadtteil gehören zum harten Kern der
„Dreeschkindflotte“. Sie sind fast überall dabei, wenn im
Stadtteil etwas läuft.
Wer erfahren möchte, was Steffi Uhl und Michael Löwe am Dreesch
so gut gefällt und wer einmal mit ihren Augen auf den Dreesch
schauen möchte, kann das in dieser Folge vom Podcast „Man müsste
mal …“ mit Andreas Lußky und Claus Oellerking zumindest schon mal
akustisch tun. Hinzufahren und sich mit den Dreeschkindern zu
treffen, wäre natürlich deutlich besser.
Webseite https://manmuesstemal.jimdofree.com/
Facebook https://www.facebook.com/manmuesstemal/
Podcast https://www.podcast.de/podcast/822137/
Spotify https://open.spotify.com/show/3G2Sici6xfKtmX4h5GJC6W
iTunes
https://podcasts.apple.com/de/podcast/man-m%C3%BCsste-mal/id1518142952
Instagram https://www.instagram.com/mmm.manmuesstemal/?hl=de
Wir sind eine Arbeitsgruppe des Vereins Miteinander - Ma‘an e.V.
Wir werden unterstützt von der Online-Zeitung „Schwerin-Lokal“.
Wir werden unterstützt durch die Stiftung für Ehrenamt und
bürgerschaftliches Engagement M-V
Mehr
07.12.2025
1 Minute
Man müsste mal...Musik als Waffe benutzen!
Ein Akkordeon, ein Bass und viel Haltung: das ist „Kutterscholle
mit Speckstippe“, das sind Robert Höller und Raphael Käding. Sie
bringen ehrliche Lieder zwischen Folk, Punk und Theater auf die
Bühne. Beide leben in Mecklenburg-Vorpommern – einer Gegend, die
eher für Ruhe als für Rebellion bekannt ist.
Humor haben beide. Und Standpunkte haben sie auch. Für einen
Auftritt im Schweriner „werk3“, der kleinen, feinen Bühne in der
Friedrichstraße 11, stellen Robert und Raphael ein „politisches
Liederprogramm“ zusammen. Und während der Arbeit daran entstand
die Idee, eine Band zu gründen.
Zwischen Shanty, Speckstippe und Systemkritik stellt sich das Duo
klar und deutlich gegen Rechts. Mit ihren eigenen Liedern und
Coversongs von Rio Reiser, Gundermann, Bettina Wegner, Dota Kehr
und anderen sind sie im Norden auf Tour. Allein in diesem Jahr
sind es gut 40 Konzerte. „Damit haben wir wirklich nicht
gerechnet. Aber irgendwie haben wir mit unserem Programm wohl
einen Nerv getroffen. Das ist wirklich schön“, sind sich die
beiden einig.
„In unseren Liedern geht es immer wieder um eingeschränkte
Freiheiten und mit dem Programm „Zauberland ist abgebrannt“
stellen wir uns auch der Zerstörung des Idealbildes ewig goldener
Zeiten mit Wachstum, individueller auch wirtschaftlicher
Sicherheit“, so Raphael Käding.
In dieser Podcast-Folge geht es um Musik mit Meinung, Humor ohne
Zeigefinger – oder doch ein bisschen – und um Musik für „Rentner
und Raver“ und die Frage, warum man vielleicht mal Roland Kaiser
covern sollte. Robert Höller und Raphael Käding lassen bitten.
Willkommen zur Folge 143 von „Man müsste mal …“ mit Andreas Lußky
und Claus Oellerking.
Diese Folge haben wir am 24. Oktober 2025 aufgenommen.
Mehr Infos zur Band: https://kutterscholle.com/
Webseite https://manmuesstemal.jimdofree.com/
Facebook https://www.facebook.com/manmuesstemal/
Podcast https://www.podcast.de/podcast/822137/
Spotify https://open.spotify.com/show/3G2Sici6xfKtmX4h5GJC6W
iTunes
https://podcasts.apple.com/de/podcast/man-m%C3%BCsste-mal/id1518142952
Instagram https://www.instagram.com/mmm.manmuesstemal/?hl=de
Wir sind eine Arbeitsgruppe des Vereins Miteinander - Ma‘an e.V.
Wir werden unterstützt von der Online-Zeitung „Schwerin-Lokal“.
Wir werden unterstützt durch die Stiftung für Ehrenamt und
bürgerschaftliches Engagement M-V
Mehr
23.11.2025
39 Minuten
Man müsste mal...den Austausch wagen und anderen den Weg
erleichtern!
Abgegeben. In den 1950-er Jahren errichtete die DDR landesweit
Wochenkrippen und Wochenheime, in denen die Säuglinge und
Kleinkinder ab der sechsten Lebenswoche von Montag bis
Freitag/Samstag mit Übernachtung betreut wurden. Am Wochenende
waren die Kinder dann wieder bei den Eltern untergebracht. Die
Einrichtungen, in denen die wochenweise Betreuung stattfand,
hießen für das Alter von 0-3 Jahren Wochenkrippen und für das
Alter 3-7 Jahre Wochenheime.
Abgeben wurden auch Andrea Hlubek (1970) und Dörte Kiprowski
(1969). Ab ihrer sechsten bzw. siebten Lebenswoche verbrachten
sie als kleine Kinder die Wochentage einige Jahre in der Krippe
und später im Wochenheim. Beide Frauen sind heute Mitglieder der
Selbsthilfegruppe "MeckPomm-Wochenkinder" in Schwerin.
Vorwürfe macht Dörte Kiprowski ihren Eltern nicht. Für die Eltern
war es eine Lösung zur Kinderbetreuung. Diese galt obendrein als
große sozialistische Errungenschaft.
Die Betreuung der „Wochenkinder“ wurde von Kinderpsychologen
relativ schnell als schädlich erkannt. Die Kinder waren öfter
krank, hatten Entwicklungsverzögerungen und als Folge der
vorschnellen und wiederkehrenden Trennung von der Mutter, große
emotionale Defizite. Trotzdem wurden diese Betreuungsformen bis
in die achtziger Jahre in der DDR aufrechterhalten.
Wer erfahren möchte, in welcher Weise die Selbsthilfegruppe
"Wochenkinder" den Betroffenen eine Unterstützung im Alltag der
Erwachsenen „Wochenkinder“ bietet, erfährt diese in dieser Folge
vom Podcast „Man müsste mal …“ mit Andreas Lußky und Claus
Oellerking.
Diese Folge haben wir am 2. Oktober 2025 aufgenommen.
Webseite https://manmuesstemal.jimdofree.com/
Facebook https://www.facebook.com/manmuesstemal/
Podcast https://www.podcast.de/podcast/822137/
Spotify https://open.spotify.com/show/3G2Sici6xfKtmX4h5GJC6W
iTunes
https://podcasts.apple.com/de/podcast/man-m%C3%BCsste-mal/id1518142952
Instagram https://www.instagram.com/mmm.manmuesstemal/?hl=de
Wir sind eine Arbeitsgruppe des Vereins Miteinander - Ma‘an e.V.
Wir werden unterstützt von der Online-Zeitung „Schwerin-Lokal“.
Wir werden unterstützt durch die Stiftung für Ehrenamt und
bürgerschaftliches Engagement M-V
Wer: Selbsthilfegruppe "MeckPomm-Wochenkinder" für ehemalige
DDR-Wochenkinder.
Wann: Jeden letzten Sonntag im Monat von 14:00 bis 16:00 Uhr.
Wo: Hybrid (in Präsenz und online); der genaue Ort wird bei
Anmeldung per E-Mail bekannt gegeben.
Kontakt: Anmeldung per E-Mail an meckpomm@wochenkinder.de.
Kosten: Die Teilnahme ist kostenlos.
Mehr
09.11.2025
43 Minuten
Man müsste mal...als afrikanische Frau aus Kenia sich stark und
selbstständig machen!
„Hakuna Matata!“ so heißt nicht nur ein Ohrwurm sondern auch der
kleine Laden von Kerry Türk in Schwerin. Im Oktober 2024 hat sie
die Türen zu ihrem Geschäft in der Wittenburger Straße 31
geöffnet. Hier bietet sie einen besonderen Service: Afrikanische
Hairstyles.
„Ich flechte Braids und Rastas oder Cornrows. Wer mag, bekommt
Tressen oder eine Verlängerung oder Verdichtung der natürlichen
Haare. Unserer Haare sind anders als die Haare der Menschen von
hier. Und da es hier in der Region keine Friseure gibt, die sich
mit unseren Haaren auskennen, fahren die Leute nach Hamburg, um
sich dort die Haare machen zu lassen. Vor meiner Hochzeit 2012
bin ich auch nach Hamburg gefahren. Das war anstrengend und
teuer. Das muss doch nicht sein!“, sagt sie mit Überzeugung.
Die afrikanischen Hairstyles hat Kerry Türk von ihrer Mutter
gelernt und schon mit ihren Schulfreundinnen praktiziert und
verfeinert. Ihre Kunden kommen nicht nur aus der afrikanischen
Community in Mecklenburg-Vorpommern. In ihrem Geschäft finden
ihre Kunden auch Kleidung in kräftigen Farben und mit
traditionellem Muster. Es gibt Taschen, Schmuck und zahlreiche
andere Dinge aus Kerrys Heimat Kenia und den ostafrikanischen
Ländern Uganda und Tansania.
Völlig sorgenfrei war das Leben von Kerry Türk ganz sicher nicht.
In dieser Podcast-Folge von „Man müsste mal …“ mit Andreas Lußky
und Claus Oellerking gibt Kerry Türk einen spannenden Einblick in
ihren Lebensweg, erklärt nicht nur die besonderen
Herausforderungen der Haarpflege. Sie lässt auch durchblicken,
was sie nächstes Jahr vorhat.
Webseite https://manmuesstemal.jimdofree.com/
Facebook https://www.facebook.com/manmuesstemal/
Podcast https://www.podcast.de/podcast/822137/
Spotify https://open.spotify.com/show/3G2Sici6xfKtmX4h5GJC6W
iTunes
https://podcasts.apple.com/de/podcast/man-m%C3%BCsste-mal/id1518142952
Instagram https://www.instagram.com/mmm.manmuesstemal/?hl=de
Wir sind eine Arbeitsgruppe des Vereins Miteinander - Ma‘an e.V.
Wir werden unterstützt von der Online-Zeitung „Schwerin-Lokal“.
Wir werden unterstützt durch die Stiftung für Ehrenamt und
bürgerschaftliches Engagement M-V
https://www.facebook.com/HMafroshopschwerin
https://www.instagram.com/hakunamatataafro
Mehr
Über diesen Podcast
Man müsste mal... ist ein Podcast für Sichselbst- und
Weltverbesserer und solche, die es werden möchten. Für diejenigen
die nicht bei "man müsste mal" stehenbleiben sondern da erst
anfangen. Die davon hören möchten, welche Arten des freiwilligen
Engagements es gibt. Wir erzählen hauptsächlich von Beispielen in
unserem Einzugsbereich. Das sind Schwerin und der Westen
Mecklenburg-Vorpommerns, aber auch andere Regionen - lasst Euch
überraschen! Wir möchten von unseren Gästen erfahren und selbst
erzählen, was jeder und jede ohne allzu großen Aufwand selbst tun
kann, um die Welt ein kleines Bisschen besser zu machen.
Kommentare (0)