Claudia Reinke & Klaus-M. Rothe - einen Stadtteilpark retten
Man müsste mal … darum kämpfen, einen Stadtteilpark auch für die
Generationen zu erhalten!
37 Minuten
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Beschreibung
vor 6 Tagen
Man müsste mal … darum kämpfen, einen Stadtteilpark auch für die
Generationen zu erhalten!
Die Fläche eines öffentlichen Stadtteilparks mit einem Spielplatz
in Schwerin Lankow soll verkauft werden. Für die Redaktion der
Online-Zeitung „SCHWERIN.NEWS“ wurde der erste Schritt bereits
2020 gemacht. „Damals beschloss der Hauptausschuss der
Landeshauptstadt Schwerin im nichtöffentlichen Teil, das Gelände
des Stadtteilparks Lankow zu verkaufen. Nichtöffentlich heißt in
diesem Zusammenhang nicht nur „ohne Zuschauer“. Es bedeutet:
keine öffentliche Tagesordnung, keine öffentliche Diskussion,
keine Möglichkeit für Bürgerinnen und Bürger, überhaupt zu
erfahren, dass gerade über ihren öffentlichen Raum entschieden
wird.“ Und genau darin sehen die Initiatoren des Bürgerentscheids
das Problem.
Es sei legitim, Dinge in nicht-öffentlicher Sitzung zu
besprechen, meint Klaus-Michael Rothe, der sich für den Erhalt
des Parks einsetzt. „Aber es ist im höchsten Maße unanständig,
auch drum herum keine Öffentlichkeit stattfinden zu lassen“, sagt
er.
Claudia Reinke wohnt seit 26 Jahren in Lankow. Ihre Tochter hat
im Park gespielt und sie selber ist immer wieder gerne dort.
Beide sind sich sicher, dass eine öffentliche Debatte über den
möglichen Verkauf des Stadtteilparks einen spannenden Verlauf
genommen hätte, denn der Stadtteilpark und der Spielplatz sollen
Parkplätzen, Arztpraxen, Verkaufs- und Gewerbeflächen und einigen
wenigen Wohnungen weichen. Alles in der Hand eines privaten
Investors.
Das macht aus Sicht von Anwohnern und Kritikern keinen Sinn. Ihre
zahlreichen Argumente haben sie zusammengetragen und nach einem
Weg gesucht, den Park samt Spielplatz zu erhalten. Ihre Antwort
ist ein Griff in die Werkzeugkiste der Demokratie: Bürgerbegehren
und Bürgerentscheid und sehr viel Engagement.
Im Sommer 2025 bringen sie in nur wenigen Wochen in der ganzen
Stadt fast 4.400 gültige Stimmen für den Erhalt des Parks im
Rahmen eines Bürgerbegehrens zusammen. Damit bremsen sie den
bereits beschlossenen Verkauf zunächst erfolgreich aus und
ermöglichen einen Bürgerentscheid. Nun sind 78.523
Schwerinerinnen und Schweriner an der Reihe. Sie haben die
Möglichkeit bis zum 25. Januar 2026 abzustimmen. Eine seltene
Möglichkeit der direkten demokratischen Beteiligung.
„Sind Sie dafür, dass das Grundstück Kieler Straße
(Flurstück 313/4, Flur 3, Gemarkung Lankow), Stadtteilpark/
Spielplatz im Eigentum der Stadt verbleibt, nicht verkauft wird
und der Spielplatz und Park an diesem Standort erhalten
bleiben?“ lautet die Frage. Die Antwort kann nur lauten:
JA oder NEIN.
19.631 JA-Stimmen sind nötig, um den Erhalt des Stadtteilparks
und des Spielplatzes zu sichern. Wer mehr zum Hintergrund des
ersten Schweriner Bürgerentscheids und zur Motivation von Claudia
Reinke und Klaus-M. Rothe wissen und sich Klarheit über die
Abstimmung zum Bürgerentscheid verschaffen möchte, hat diese
Möglichkeit in dieser Folge vom Podcast „Man müsste mal …“ mit
Andreas Lußky und Claus Oellerking.
Diese Folge haben wir am 30.12.2025 aufgenommen.
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