Interne Revision – souverän, kollegial und wirksam
Der Podcast von Silvia Puhani zu Revisionsthemen
Podcaster
Episoden
01.03.2026
15 Minuten
"Alle haben es gewusst.“ „Man hat nur nicht hinschauen wollen.“
„Sehr häufig bestimmte die Sorge um den Ruf [...] das Handeln
[...]“ "Der Ruf [...] – er ist offenbar häufig das schützenswertere
Gut." Ja, es geht um einen Skandal - nicht aber um die MaRisk oder
sonstige Regulatorik. Es geht um sexuelle Übergriffe von Lehrern
auf Schülerinnen an einem Erfurter Gymnasium. In diesem Podcast
schildere ich einen Fall einer jungen Frau von der Deutschen Bank,
der ähnliches widerfahren war. Die Betroffene selbst hatte in einem
Vortrag über ihren Fall der sexualisierten Gewalt ihr gegenüber
berichtet. Sie ging gegen die Deutsche Bank vor Gericht. Ich
bezweifle, dass viele Frauen so mutig sind. Diese junge Frau hatte
Glück, weil sich aufgrund der Presseberichterstattung die Ehefrau
eines Top-Managers aktiv eingeschaltet hat. Dieses aktive
"wegschauen", weil man um den Ruf besorgt ist, kann es nicht sein.
Zwar ist auf den ersten Blick die Organisation nicht direkt von
sexuellen Übergriffen betroffen, aber indirekt ist die Organisation
betroffen. Denn die aus diesem Verhalten entstehende
Unternehmenskultur wird dies zeigen. Auch wenn eine Kultur nicht
wirklich greifbar ist, entfaltet sie eine große Wirkung in das
Unternehmen hinein und darüber hinaus. So gesehen halte ich es für
sehr naiv, eine Kultur, die sexuelle Übergriffe zulässt, zu
akzeptieren. Denn diese schadet einer Organisation – und ganz
besonders ihrem Ruf. Im Vergleich zu Geld sollte die Menschenwürde
immer das schützenswertere Gut sein. Ich wünsche Ihnen erfolgreiche
Prüfungsprozesse!
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22.02.2026
13 Minuten
In dieser Folge geht es erneut um einen der größten Skandale in der
Geschichte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks: die Vorkommnisse
beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Nach mehr als drei Jahren
Ermittlungsarbeit hat die Staatsanwaltschaft nun Anklage gegen die
ehemalige Intendantin Patricia Schlesinger erhoben. - Wie konnte es
zu dieser "organisierten Verantwortungslosigkeit" kommen? - Warum
konnten Kontrollmechanismen versagen? - Wo haben sie von vornherein
gefehlt? - Welche Lehren kann die Interne Revision aus diesem Fall
ziehen? Basis ist der Artikel „Anklage, also doch“ von Aurelie von
Blaszekovic (SZ, 12.12.2025) Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim
Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!
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15.02.2026
8 Minuten
Manchmal wird man in der Internen Revision unter Druck gesetzt.
Druck kann verschieden aussehen: knappe Zeit, anstehende Termine,
fällige Entscheiden, echte oder zugeschobene Verantwortung,
Aufzeigen möglicher Konsequenzen, ... Die Liste ließe sich beliebig
fortsetzen. Der Druck manifestiert sich auch im Körper: Atemnot,
einem Gefühl der Enge oder einer Last auf den Schultern,
verkrampfte Muskulatur, usw. Das ist nicht schön. Der eigene Körper
signalisiert hier: Moment mal, da stimmt was nicht. Wer die Signale
seines Körpers hört, kann diese nutzen, um sich aus so einer
Drucksituation zu befreien. In diesem Podcast schildere ich eine
Situation, in der auf mich Druck ausgeübt wurde und wie ich mich
aus dieser Drucksituation befreit habe. Ich wünsche Ihnen viel Spaß
beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!
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08.02.2026
10 Minuten
In diesem Podcast teile ich folgenden katastrophalen Gesprächsstart
mit Ihnen: Der Prüfungsleiter hat mit dem Revisionspartner einen
Termin für die Ergebnisbesprechung vereinbart und den
Berichtsentwurf vorab zur Verfügung gestellt. Inhaltlich geht es um
nichts Dramatisches. Es sind einige Kleinigkeiten, die zum Teil
sogar schon während der Prüfung behoben wurden. Die Interne
Revision wird von einer vollkommen aufgelösten Assistenz in Empfang
genommen: "Also der Termin, ja das wird wohl nichts werden. Der
Chef hat mich angerufen und mir gesagt, dass er heute auf keinen
Fall besprechen könne. Er müsse sich da zuerst mit seiner
Abteilungsleiterin dazu abstimmen. Und außerdem ist er jetzt gar
nicht da." Wie würden Sie in dieser Situation reagieren? Der
Podcast zeigt Ihnen einen möglichen Weg aus dieser Misere - trotz
katastrophalem Start. Was immer helfen kann: - auf die „Metaebene“
gehen. - Ruhe bewahren: Nicht provozieren lassen, sondern mit
Gelassenheit reagieren. - Pragmatismus: Die Situation mit einem
„Aha“ quittieren und den Termin stattdessen konstruktiv mit den
anwesenden Personen (z.B. der ebenfalls eingeladenen
Abteilungsleiterin) durchführen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim
Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!
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01.02.2026
1 Stunde 4 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Torben Hilbertz über eine Rolle,
die oft erst dann im Rampenlicht steht, wenn es brennt: Der Vorsitz
des Prüfungsausschusses (Audit Committee Chair). Torben Hilbertz
räumt mit dem Vorurteil auf, dass es in dieser Position nur um das
Abnicken von Berichten und das Lesen von Zahlen geht. Er teilt
seine „fünf Realitäten“, die darüber entscheiden, ob ein
Vorsitzender lediglich verwaltet oder das Unternehmen wirklich
krisenfest macht. Die Kernthemen der Folge: Die unangenehme
Wahrheit: Warum man als Audit Committee Chair nicht für Erfolge
belohnt, aber für Fehler voll haftbar gemacht wird. Jenseits der
„grünen“ Dashboards: Warum KPIs oft zu spät reagieren und warum
Verhaltenssignale (Behavioral Signals) die wahren
Frühwarnindikatoren sind. Internal Audit als Sparringspartner: Wie
man durch die richtigen Fragen „Flughöhe“ schafft und der internen
Revision die Erlaubnis gibt, auch unbequeme Wahrheiten
auszusprechen. Das Risiko „Unternehmenskultur“: Warum Kultur das am
schwersten zu überwachende Risiko ist und wie man sie zwischen den
Zeilen liest, bevor es knallt. Management-Assurance vs. echte
Governance: Warum bloßes Vertrauen in das Management keine
Kontrolle ersetzt und warum Klarheit wichtiger ist als ein gutes
Gefühl. Die Superkraft „Unabhängigkeit“: Die Disziplin, in Krisen
ruhig zu bleiben und die Fragen zu stellen, die sonst niemand im
Raum stellen will. Drei Kern-Erkenntnisse aus dem Gespräch:
Verhalten vor Zahlen: Governance beginnt beim Menschen, nicht beim
Excel-Sheet. Mut zur Lücke: Ein starker Vorsitzender navigiert
aktiv durch „Blind Spots“, statt sich auf formale Agenden zu
verlassen. Führung unter Druck: „Tone at the Top“ ist kein Slogan,
sondern zeigt sich erst, wenn es schwierig wird. "Ein
Prüfungsausschussvorsitzender wird nicht für das belohnt, was
richtig läuft, sondern für das verantwortlich gemacht, was
schiefgeht." Über Torben Hilbertz: Torben Hilbertz ist Experte für
Corporate Governance und Board-Effektivität. Seine Erkenntnisse
stammen nicht aus der Theorie, sondern aus realen Krisen und
Gesprächen in den Boardrooms verschiedenster Industrien weltweit.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche
Prüfungsprozesse!
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Über diesen Podcast
In dem Podcast "Interne Revision – souverän, kollegial und wirksam"
erhalten Sie die Möglichkeit, an meinem ca. zwei Jahrzehnte
umfassenden (Lösungs-)Wissen für Revisionsthemen zu partizipieren.
Der Podcast wird folgenden Content enthalten: verschiedenste
Revisionsthemen, die in meinem Buch "Erfolgreiche Prüfungsprozesse
in der Internen Revision" vielleicht etwas zu kurz kamen,
Interviews mit Gästen zu Revisionsthemen, Vorstellung von Büchern,
die mich inspirieren und Antworten auf Ihre (gerne auch anonymen)
Fragen, die Sie auf www.puhani.com einreichen können. In meinen
Seminaren, Coachings und Beratungen habe ich festgestellt, dass wir
alle vor ähnlichen Themen stehen. Und wenn diese Themen gelöst
werden, gibt es meiner Meinung nach kaum eine "sinngebendere"
Aufgabe in einer Organisation, als eine wirksame Interne Revision
zu leben. Ich freue mich, wenn Sie mich auf diesem Weg begleiten.
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