Prof. Dr. Michael Voigtländer, IW Köln: "Vergesellschaftung ist Spielwiese, um Sozialismus wieder reinzuholen“

Prof. Dr. Michael Voigtländer, IW Köln: "Vergesellschaftung ist Spielwiese, um Sozialismus wieder reinzuholen“

Über Enteignung, die Wirtschaftslage, Bauturbo & bezahlbaren Wohnraum und Mut für den großen Wurf
42 Minuten
Podcast
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Beschreibung

vor 4 Wochen
„Die Menschen gehen auf die Straße für niedrigere Mieten, aber
nicht für mehr Wohnungen.“ Dieser Satz bringt das zentrale Problem
für Prof. Michael Voigtländer auf den Punkt: Für das Thema Bauen
fehlt in Deutschland die gesellschaftliche Rückendeckung. Wer bauen
will, kämpft nicht nur mit Verfahren, Kosten und Regeln, sondern
mit einem Narrativ, das Bauen nicht mehr positiv konnotiert.
Stattdessen gewinnen andere Ideen an Raum – in Berlin sogar die
Vergesellschaftung. Der Ökonom vom deutschen Institut der
Wirtschaft hinterfragt die für ihn „irre“ Idee und ist der Meinung,
dass, sollte es so weit kommen, Berlin für Jahrzehnte ge- und
beschädigt wäre. Die Akteuren lehnen die Marktwirtschaft ab,
versuchen über „eine Spielwiese, den Sozialismus wieder
reinzuholen“. Am Ende wären, so Prof. Michael Voigtländer, die
Mieter „die blöden“. Natürlich arbeiten wir uns auch am Bauturbo
ab. Prinzipiell erst einmal eine gute Idee, nur mit der Umsetzung
hapert es. Notwendig wäre etwas anderes: mehr Output pro
Bauarbeiter und damit Innovationsschübe. Notwendig wäre auch, dass
Kommunen, Länder und Bund Kompetenzen endlich bündeln, statt
gegeneinander zu arbeiten, dass gute Ideen nicht mehr im Wirrwarr
kleinteiliger Vorgaben und Wettbewerben verschwinden. Zudem habe
ich Michael Voigtländer die Fragen aller Fragen zumindest für die
Immobilienbranche – gestellt: Was ist bezahlbarer Wohnraum, wie
lautet die exakte Definition? Und wäre es nicht zwingend notwendig,
dass Eigentum wieder ein besseres Image bekommt? Die Antworten gibt
es in diesem Podcast und damit geht es rein in das Jahr 2026. „Uns
fehlt der Mut für den großen Wurf“, sagt Prof. Michael Voigtländer.
Doch die Aussichten sind nicht düster. Für das Jahr 2026 sieht der
Experte einen Aufwärtstrend.

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